Sanierung in Schwenningen: Schulverbund am Deutenberg: Schon wieder platzt der Rückumzug

Fast fünf Jahre dauert schon die Generalsanierung am Schulverbund am Deutenberg in Schwenningen.
Mareike Kratt- Sanierung am Schulverbund Deutenberg verzögert sich erneut – Unterricht weiter in Containern.
- Der überdachte Eingangsbereich ist nicht nutzbar, Zugang nur über Südeingang führt zum Nadelöhr.
- Ein Rückumzug in Pfingstferien wurde auf unbestimmte Zeit verschoben, acht Klassen bleiben außen.
- Stadt nennt Verzögerungen im Bauzeitplan; vorherige Gewerke dauerten länger als vorgesehen.
- Ausblick: Acht Klassen sollen in den Sommerferien zurück, Naturwissenschaftsräume folgen als dritter Abschnitt.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Geduld ist in Sachen Sanierung schon lange beim Schulverbund am Deutenberg gefragt. Denn ehe es im Jahr 2021 überhaupt mit der lang herbeigesehnten Sanierung losgehen konnte, waren bereits mehrere Jahre vergangen, in denen die betroffenen Lehrer, Schüler und Eltern immer wieder auf die Notwendigkeit einer Erneuerung gepocht hatten.
Ein Rückblick
Der Grund: Das Schulgebäude stelle nicht nur ein Gesundheitsrisiko für Schüler und Lehrkräfte dar, sondern entspreche auch in keinster Weise den aktuellen Anforderungen für schülergerechtes Lernen - so der Tenor der Petition aus dem Jahr 2020, die sich an Stadt und Gemeinderat gerichtet hatte. Veraltete Computerräume, ein marodes, undichtes Dach oder eine nicht richtig funktionierende Heizungsanlage seien da nur einige wenige Beispiele, hieß es damals. Denn zwischenzeitlich schien man von einem bereits gefassten Grundsatzbeschluss einer Generalsanierung zwei Jahre zuvor wieder abzurücken.
Drei Abschnitte
Letztendlich konnte im Herbst 2021 mit dem ersten von drei Bauabschnitten begonnen werden. Das Konzept des Amtes für Gebäudewirtschaft und Hochbau hatte vorgesehen, die Sanierung während des laufenden Schulbetriebs voranzutreiben - nämlich mit Auslagerung der Schüler aus dem jeweils zu sanierenden Gebäudeflügel auf das leerstehende Gebäude der Hallerhöhe sowie in den Containerbau am Rand des Deutenberg-Sportplatzes.
Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts, der rund 7,5 Millionen Euro gekostet hat, konnten die betroffenen Schüler zum Anfang des Schuljahres 2023/24 wieder in den frisch sanierten Gebäudeteil zurückziehen - allerdings ein Jahr später als geplant. Das gleiche Prozedere dann im zweiten Bauabschnitt, von dem unter anderem auch die Verwaltung betroffen war und in den Containerbau ausgelagert werden musste.
Die Verzögerungen
Mittlerweile ist die Verwaltung wieder im Hauptgebäude, und auch auf der Hallerhöhe sind keine Deutenberg-Schüler mehr, denn diese wird derzeit zur geplanten Grundschule umgebaut. Doch vollständig ist der Schulverbund durch sich immer wieder verzögernde Arbeiten noch immer nicht wieder vereint. War ein vollständiger Rückumzug aus den Containern ursprünglich für Ende 2025 anvisiert, sollte dieser dann in zwei Phasen auf die Fasnachtsferien beziehungsweise Anfang bis März verschoben werden.
Gleichzeitig hatte die Stadt bereits vor einem halben Jahr mitgeteilt, dass die Sanierung auch mit Rückumzug noch nicht fertig sein wird: Voraussichtlich in den bevorstehenden Sommerferien soll der zentrale offene Bereich der „Aula“ ausgeführt werden, darin enthalten etwa die Deckensanierung durch neue Medientechnik und Licht oder die Erneuerung des Bodenbelags der Sitztreppe.
Die verbleibenden Kartons und Kisten im Containerzug zwei sind aber immer noch gepackt worden: Wie Schulverbunds-Schulleiter Bernd Ellinger Schüler, Eltern und Lehrern zu Beginn der Pfingstferien infomiert hatte, musste der nun auf die Pfingstferien verlegte Umzug nochmals verschoben werden - auf unbestimmte Zeit.
Das Nadelöhr-Problem
Im Fokus der noch ausstehenden beziehungsweise sich verzögernden Arbeiten nennt Bernd Ellinger in seinem Schreiben die Fertigstellung des überdachten Pausenbereichs vor dem Haupteingang, der derzeit nicht genutzt werden könne. Die Folge: Die Schüler könnten nur über den Südeingang in das Gebäude gelangen - ein „Nadelöhr“, bei dem es jetzt schon eng zugehe und mit Blick auf die Verkehrssicherheit nicht noch die 200 im Containerbau verbleibenden Schüler - insgesamt sind das acht Klassen - durchgeschickt werden könnten.

Knackpunkt beim aktuellen Sanierungsstand: der Eingangsbereich des Schulverbunds am Deutenberg, dessen Sanierungsarbeiten sich hinauszögern.
Mareike KrattDoch warum hapert es wieder an den Arbeiten? „Der Bauzeitplan hat sich nochmals verzögert“, berichtet Patrick Ganter, stellvertretender Pressesprecher der Stadt Villingen-Schwenningen, auf Anfrage unserer Redaktion. Und das liege daran, dass es bereits an den vorherigen Gewerken länger gedauert habe. Informationen aus Kreisen der Schule, dass die Arbeiten am Pausenbereich nochmals ausgeschrieben werden mussten, kann Patrick Ganter hingegen nicht bestätigen.
Gute Aussichten?
Vielmehr sagt er zu: „Die verbleibenden acht Klassen sollen in den Sommerferien wieder zurückziehen.“ Nicht zu vergessen ist aber: Selbst im Positivfall des Rückumzugs wird der Containerbau weiterhin Ausweichquartier bleiben: In einem dritten Bauabschnitt sollen anschließend die Naturwissenschaftsräume erneuert werden und während der Sanierungsphase im zweiten Containerzug bleiben.