Während der Betrieb der Schwenninger Grundschule im Provisorium gut läuft, rückt nun die Sanierung des Bestandsgebäudes Hallerhöhe näher. Das sind die nächsten Schritte.
Die Anmeldephase für die kommenden Erstklässler des Schuljahres 2026/27 der Hallerhöhe ist bereits um und im Containerprovisorium am Rand des Deutenberg-Sportplatzes, in dem die neue Grundschule im vergangenen September mit einer ersten Klasse starten konnte, läuft der Betrieb erfolgreich.
Von Unmut und Sorgen also mittlerweile keine Spur mehr, nachdem im vergangenen Frühjahr die Wellen hochgeschlagen hatten, als bekannt wurde: Das Bestandsgebäude auf der Hallerhöhe muss umfangreicher saniert werden als gedacht – und der Betrieb der neuen Grundschule wird erst einmal in einem Provisorium stattfinden.
Die Kosten
So hatte der Gemeinderatsbeschluss im Mai die Generalsanierung des 1977 erbauten Gebäudes, das sich laut Verwaltungsvorlage noch im bauzeitlichen Zustand befindet, für 4,5 Millionen Euro auf den Weg gebracht – inklusive der Kosten von 175 000 Euro für die Einrichtung des provisorischen Standorts in den Containern.
Nach etwas mehr als einem Dreivierteljahr kommt nun wieder Bewegung in die Sache: Die Schüler des Schulverbunds am Deutenberg, die die Hallerhöhe während der Sanierungsphase ihres eigentlichen Schulgebäudes als Ausweichquartier genutzt hatten, sind vor ein paar Wochen ins fertige Haus zurückgezogen. Bauzäune rund um die Hallerhöhe zeugen davon, dass sich hier nun etwas tut: Jetzt dürfen die Mitglieder von Technischem Ausschuss und Gemeinderat in den anstehenden Gremiumssitzungen über die Vergabe von Planungsleistungen für die Sanierung entscheiden.
Die Maßnahmen
Doch was muss überhaupt alles saniert werden? Der Fokus wird vor allem auf dem Obergeschoss in Leichtbauweise liegen. Wie die Verwaltung in der Vorlage weiter mitteilt, muss dieses aufgrund schlechter Bausubstanz abgebrochen und stattdessen ein neues Geschoss in Holzmodul-Bauweise errichtet werden.
Das Erdgeschoss kann derweil mit seiner Tragwerkskonstruktion erhalten bleiben, muss aber räumlich neu strukturiert werden. Zudem sollen die Leichtbaufassaden erneuert werden. Neu gemacht werden auch wesentliche gebäudetechnische Anlagen, in diesem Zuge soll die Schule auch eine zeitgemäße digitale Ausstattung sowie eine Fußbodenheizung erhalten.
Auch der Außenbereich wird in die Sanierung miteinbezogen, unter anderem soll es neue Spielgeräte – die, die sich jetzt vor dem Containerbau befinden – sowie genügend Pkw- und Fahrradstellplätze geben. Zudem soll ein energetisches Gesamtkonzept mit PV-Anlage auf den Dachflächen erstellt werden.
Der Zeitplan
Und der Zeitplan ist nach wie vor sportlich: Nach dem anstehenden Vergabeverfahren soll fleißig geplant und saniert werden. Die Fertigstellung von Gebäude und Außenbereich könnte somit im Sommer 2027 erfolgen, „so dass der Schulbetrieb zum Schuljahresbeginn 2027/28 starten kann“, schreibt die Verwaltung.
Ob die Sanierung lückenlos vonstatten gehen kann, ist derzeit aber noch offen: Denn bei der Ausschreibung der sechs zu vergebenen Leistungsbilder müssen die Bereiche Elektro- und Küchenplanung sowie Heizungs-, Lüftungs- und Sanitäranlagenplanung (HLS) neu ausgeschrieben werden.
Das Architektenbüro
In Sachen Gebäudeplanung war die Ausschreibung hingegen erfolgreicher: Hier schlägt die Verwaltung vor, das Büro Schlenker Architekten aus Villingen-Schwenningen – als wirtschaftlichster und geeignetster Bieter im EU-weiten „offenen“ Ausschreibungsverfahren – mit den Architektenleistungen der Leistungsphasen eins bis neun zu beauftragen. Vorläufiges Gesamthonorar: rund 277 000 Euro.
Für die Tragwerksplanung soll das Tuttlinger Ingenieurbüro Schweickhardt Erchinger mit einem Honorar von rund 80 000 Euro für die Leistungsphasen eins bis sechs beauftragt werden.
Der Projektbeschluss
Apropos Leistungsphasen: Die Verwaltung fasst diese in zwei Stufen zusammen: Nach der ersten Stufe – Phase eins bis drei – soll im Gemeinderat der Projektbeschluss – inklusive Entwurfsplanung und Kostenberechnung – zur Hallerhöhe gefasst werden. Danach soll die Beauftragung der zweiten Stufe – Phase vier bis neun beziehungsweise vier bis sechs – erfolgen.