Nach jahrelangem Warten soll die Sanierung des maroden Schulverbunds am Deutenberg bald realisiert werden.Foto: Kratt Foto: Schwarzwälder Bote

Verwaltung: 12, 8 Millionen Euro für Generalsanierung des Schulverbunds Deutenberg/ Zwei Bauabschnitte

Schon seit vielen Jahren steht die Sanierung des Schulverbunds am Deutenberg auf der Agenda der Stadtverwaltung, doch immer wieder musste das Projekt hinten anstehen. Jetzt soll es plötzlich schnell gehen: Bereits im Herbst könnte mit einem ersten Bauabschnitt begonnen werden.

VS-Schwenningen. Noch in der letzten Sitzungsrunde der städtischen Gremien vor der Sommerpause soll der Projektbeschluss zur Generalsanierung gefasst werden, nachdem der Gemeinderat bereits im Dezember vergangenen Jahres das grundsätzliche "Go" für die überfällige Grunderneuerung des maroden und in die Jahre gekommen Gebäudes gegeben hatte.

Die Vorlage der Verwaltung für den Technischen Ausschuss am Dienstag, 13. Juli, konkretisiert nun die geplanten Maßnahmen, die sich vor allem um ein neues Brandschutzkonzept drehen. Dabei ist unter anderem eine "Funk-Brandschutzwarnanlage", ebenso geplant wie die Schaffung von Brandabschnitten durch Trennwände und Türen, die brandschutztechnische Ertüchtigung der Wände im Bestand sowie eine elektrische Lautsprecheranlage inklusive Notfall- und Gefahrenabwehrsystem.

Schon in den vergangenen Jahren waren kurzfristige Sanierungsarbeiten, so der Austausch der Teppichböden durch Linoleumböden oder der Austausch defekter Jalousien erfolgt, die in der Generalsanierung zu Ende geführt werden sollen. Zudem werden die Toilettenanlagen saniert und im Eingangsbereich Windfangelemente zur energetischen Ertüchtigung eingebaut. Auch in der Sanierung enthalten sein wird eine neue Verkabelung für Digitalisierung und Amokschutz, neue Elektrounterverteilungen, eine neue LED-Beleuchtung sowie die Sanierung der Heizungsregelung.

Ziel der Verwaltung: "Den Schulstandort Schulverbund am Deutenberg schrittweise zu einem modernen Schulstandort zu entwickeln und auf einen Neubau ebenso wie auf eine vollständige Auslagerung verzichten zu können." Denn: Die Sanierung soll in zwei Abschnitten erfolgen, und zwar weitestgehend während des laufenden Betriebs. Eine Teilauslagerung der Schüler ist in die Hallerhöhe sowie in die leerstehenden Container, die die Stadt zur Generalsanierung des Gymnasiums am Deutenberg gekauft hatte, angedacht.

Hatte die Verwaltung im Frühjahr sich sogar noch sportlichere Ziele gesetzt und die ersten Sanierungsarbeiten bereits für die Sommerferien geplant, soll die Schule nach entsprechender Planung und Ausschreibung im September teilausgelagert werden, sodass der erste Bauabschnitt im Oktober beginnen kann. Das Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau geht von einer Dauer bis August nächsten Jahres aus. Zeitgleich soll in rund einem Jahr, vor den Sommerferien 2022, der Projektbeschluss für den zweiten Bauabschnitt gefasst werden. Wenn alles gut läuft, ist der Schulverbund im Sommer 2023 fertig.

Doch bis dahin sind nicht nur noch einige bauliche, sondern auch einige finanzielle Hürden zu nehmen: Für die Gesamtmaßnahme sind rund 12,8 Millionen Euro kalkuliert, wovon sich der erste Abschnitt auf 7,5, der zweite Abschnitt 5,3 Millionen Euro Kosten belaufen soll. Vor allem die elektrotechnische Ertüchtigung weise einen "exorbitanten Kostenanteil", nämlich rund 6,5 Millionen Euro, aus, deutet bereits die Vorlage auf einen hohen Diskussionsbedarf der Gremien hin.