Parteien in VS
: SPD in Villingen-Schwenningen wächst um acht Prozent

Der SPD-Ortsverein VS traf sich zur Mitgliederversammlung und nahm dabei manche neue Entwicklung in den Blick.
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(red/pm)
Oberndorf
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Der SPD-Vorstand mit den geehrten Parteimitgliedern für langjährige Mitgliedschaft – Günther Schilling wird für 50 Jahre Mitgliedschaft geehrt (Fünfter von rechts), Christian Föhrenbach für zehn Jahre (Sechster von rechts), Susanne Gackowski und Pascal Pestre kommen auf 25 Jahre Mitgliedschaft (Siebte und achter von rechts).

Beck

Ortsvereinsvorsitzender Kai Humphries verkündete nicht ohne Stolz einen Zuwachs der Mitgliederzahlen um acht Prozent allein im Jahr 2024.

Ein Erfolg sei auch der gut angenommene Mitgliederstammtisch an jedem zweiten Freitag im Monat. Aktiv ging man mit zwei Aktionsständen zum Thema „Deine Stadt – Deine Zukunft“ und mit der Beteiligung an der Lichternacht in Villingen auf die Bürgerschaft zu und freute sich über zahlreiche Rückmeldungen und gute Gespräche vor Ort.

Deutliche Kritik an der CDU

„Im Sinne einer 160-jährigen Parteigeschichte erklären wir Politik vor Ort“, so Kai Humphries. Nicola Schurr berichtete über die Arbeit der SPD-Gemeinderatsfraktion und wies auf Anträge zur Gäubahn-Kappung, das Waldcampen im Stadtwald und auf die Diskussion um Investitionskostenverteilung für Schulbauten auf Umlandgemeinden hin, die von der SPD- Fraktion klar abgelehnt wird, da gerade hier im Bildungsbereich der soziale Zusammenhalt gefährdet würde. Nicola Schurr machte das am Beispiel der Gemeinde Dauchingen fest. Deren Haushalt würde dann keine Mittel mehr für andere Aufgaben ausweisen können.

Schurr wies darauf hin, dass als einzige Fraktion die CDU im Gemeinderat kein Statement zur PV-Anlage auf den Bertholdshöfen abgegeben habe. Offensichtlich laviere man sich um eine eindeutige Haltung in dieser Frage herum.

Wohnraum ist großes Thema

Auf den Wartelisten der Wohnbaugesellschaften in Villingen-Schwenningen stehen derzeit rund 1700 Familien, die dringend eine bezahlbare Wohnung suchen. „Auch in diesem Bereich verzeichnen wir echte Not“, aus diesem Grund habe die SPD-Fraktion zusammen mit der Fraktion der Freien Wähler einen Antrag zur Gründung einer städtischen Wohnbaugesellschaft nach dem Wiener Modell zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum eingebracht. Diese neue Gesellschaft solle nach dem erfolgreichen Modell der Stadt Wien arbeiten, bei dem die Kommune selbst Wohnungen baut, verwaltet und langfristig zu leistbaren Mieten zur Verfügung stellt.

Ampelkoalition im Blick

Breiten Raum fand in der Diskussion das Aus der Ampelkoalition und die Aufstellung für die Bundestagswahl am 23. Februar 2025. Die SPD stehe in einer 160 Jahre alten Tradition, hieß es. Die SPD werde an Lösungen arbeiten, die die Gesellschaft nicht spaltet, sondern zusammenführt.

Ein erfreulicher Punkt ist die Ehrung für langjährige Mitgliedschaften. Aus der Hand des Ortsvereinsvorsitzenden Kai Humphries konnte für zehn Jahre Mitgliedschaft Christian Föhrenbach, für 25 Jahre Mitgliedschaft Susanne Gackowski und Pascal Pestre und für 50 Jahre Mitgliedschaft Günther Schilling geehrt und mit der Überreichung einer Ehrenurkunde ausgezeichnet werden.

Optimistisch gehen die Genossen in den bevorstehenden Wahlkampf. Es gilt in kurzer Zeit logistisch einen Wahlkampf zu organisieren und hierbei die Inhalte und Werte der SPD für einen gedeihlichen Zusammenhalt unserer Gesellschaft als glaubwürdige Alternative zu präsentieren.

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