Streit um Solarpark Bertholdshöfe VS: Von Blutflecken und Grabsteinen

Zwischen Villingen und Schwenningen soll ein Solarpark entstehen.
Marc EichIn einer Demokratie sei es von großer Bedeutung, vielfältige Meinungen und Standpunkte respektvoll zu akzeptieren, schreibt Nicola Schurr für die SPD-Gemeinderatsfraktion. Konstruktive, jedoch auch energische Diskussionen seien hierbei unerlässlich.
Doch die jüngsten Vorkommnisse auf den Social-Media-Kanälen der BI Bertholdshöfe seien nicht im Einklang mit den demokratischen Werten zu bringen.
Darstellungen von Blutflecken auf Kleidungsstücken, Grabsteine mit der Aufschrift SVS sowie die Verharmlosung solcher Inhalte durch einen CDU-Kommunalpolitiker seien inakzeptabel und stellten eine ernsthafte Gefahr dar, verdeutlicht Nicola Schurr.
„Die Geschichte lehrt uns, dass wir achtsam mit solchen Darstellungen umgehen sollten. Es bedarf nur weniger Zeit, bis einige Personen dies als Rechtfertigung für Gewalttätigkeiten gegen Einzelpersonen oder Schlimmeres auffassen.
Aus diesem Grund erwarten wir von der CDU eine klare Stellungnahme zu solchen Darstellungen und der unwürdigen Verharmlosung der Äußerungen durch eines ihrer Fraktionsmitglieder“, so der Fraktionssprecher weiter.
SPD stellt sich vor Gregor Gülpen
Die SPD bekenne sich bedingungslos zu demokratischen Prinzipien und stelle sich vor Gregor Gülpen, Chef der Stadtwerke Villingen-Schwenningen GmbH (SVS) und seinem Team.
Es sei inakzeptabel, dass Personen, Mitarbeiter der SVS oder Verwaltungsangestellte und Politiker als Feindbilder instrumentalisiert werden. „Wir appellieren an eine Rückkehr zu einem respektvollen Dialog und zur gemeinsamen Erarbeitung optimaler Lösungsansätze“, so Nicola Schurr.