Bergstadtsommer in St. Georgen
: Große Namen, „ein Herzenswerk“ und eine emotionale Hommage

Acht Konzerte, sieben Tage, vier Städte und Gemeinden: Der Bergstadtsommer steht in den Startlöchern. Karsten und Hanno Dönneweg blicken auf musikalische Höhepunkte und einen prominenten Gast.
Von
Helen Moser
St. Georgen
Jetzt in der App anhören
Hanno (links) und Karsten Dönneweg freuen sich schon auf den Start des Bergstadtsommers am kommenden Samstag, 5. September.

Hanno (links) und Karsten Dönneweg freuen sich schon auf den Start des Bergstadtsommers am kommenden Samstag, 5. September.

Helen Moser
  • Der Bergstadtsommer startet am Samstag, 5. September, und läuft bis Samstag, 12. September.
  • Acht Konzerte in St. Georgen, Königsfeld, Furtwangen und Villingen – Klassik, Moderne und Jazz.
  • Highlight: Frank Dupree und das Schwarzwald Kammerorchester bei den Abschlusskonzerten.
  • Programm reicht von Schubert bis Sting, mit Barockabend und Kinderkonzert in St. Georgen.
  • Furtwangen bringt Mozart-Kammermusik – darunter das Klarinettenquintett als Hommage an Bernd Rimbrecht.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Was die Besucher angehe, sei die Auflage 2025 „der beste Bergstadtsommer bis dato“ gewesen, sagt Karsten Dönneweg, Leiter des Festivals für Klassik, Moderne Musik und Jazz. Von den Jubiläumsauflagen des Bergstadtsommers einmal abgesehen, habe das Musikfestival noch nie so viele Zuhörer angezogen wie im vergangenen Jahr.

„Bis jetzt“, sagt Hanno Dönneweg, Vorsitzender des Vereins Bergstadtsommer, lachend. Denn mit der 19. Bergstadtsommer-Auflage, die am kommenden Samstag, 5. September, beginnt und bis einschließlich Samstag, 12. September, Konzerte in St. Georgen, Königsfeld, Furtwangen und Villingen bietet, wollen die Organisatoren an den Erfolg anknüpfen – und ihn im Idealfall sogar überbieten.

Die Voraussetzungen dafür sind gut. Denn an musikalischen Glanzlichtern mangelt es im Programm nicht, wie die Organisatoren betonen. Ein Beispiel: Mit Frank Dupree, der mit dem Schwarzwald Kammerorchester zusammen die beiden Abschlusskonzerte gestalten wird, komme „die erste Liga nach St. Georgen“, wie Karsten Dönneweg meint.

„Ein Evergreen“ erklingt beim Abschlusskonzert

Der Ausnahmepianist eröffnete erst kürzlich das Lucerne Festival. Schon bald steht er in St. Georgen und Villingen auf der Bühne. Wobei Dupree in St. Georgen längst kein Unbekannter ist: Mit den Dönnewegs verbinden ihn freundschaftliche Beziehungen, sodass er schon des Öfteren beim Bergstadtsommer gastierte – so auch im vergangenen Jahr.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Auch das Programm beim Abschlusskonzert ist etwas Besonderes: Tschaikovskis fünfte Sinfonie sei „ein Herzenswerk“ vieler Musikliebhaber, schildert Karsten Dönneweg, der Boléro von Ravel „ein Evergreen“, findet Hanno Dönneweg. Und dann kommt noch Rachmaninows drittes Klavierkonzert d-Moll hinzu. „Mehr kann man fürs Publikum nicht tun.“

Von Schubert und Sting bis zu Mozart

Doch bevor der Bergstadtsommer grandios endet, ist noch eine ganze Menge Musik zu spielen und zu hören. Los geht's in der Stadthalle St. Georgen mit einem Abend von Schubert bis Sting mit Saxofonist Libor Šíma. Und auch auf das Kirchenkonzert in Königsfeld freuen sich die Bergstadtsommer-Macher bereits jetzt – auch weil es in den vergangenen beiden Jahren stets hervorragend besucht gewesen sei.

Die schon zur Tradition gewordene Klassik in Furtwangen steht dieses Jahr unter einem besonderen Stern. An diesem Abend erklingt unter anderem Mozarts Klarinettenquintett A‑Dur – eine Hommage an den 2025 verstorbenen langjährigen Leiter der Jugendmusikschule St. Georgen/Furtwangen, Bernd Rimbrecht. Der unterrichtete nicht nur einst Hanno Dönneweg an der Klarinette, sondern war, wie Karsten Dönneweg sagt, auch „eine Riesenstütze für uns und die Musikschule“ – und holte den Bergstadtsommer einst nach Furtwangen.

„Jedes Konzert ist wieder etwas ganz Eigenes“

Das Kinderkonzert, das zusammen mit der Jugendmusikschule und mit Unterstützung der St. Georgener Bürgerstiftung stattfindet, und ein Abend voll Funk und Jazz mit den Soul Diamonds komplettieren das Programm. Der besondere Reiz: „Jedes Konzert ist wieder etwas ganz Eigenes“, sagt Karsten Dönneweg.

Das Bergstadtsommer-Programm

Zur Eröffnung wird es am Samstag, 5. September, ab 20 Uhr in der Stadthalle St. Georgen facettenreich. Zunächst erklingen ab 20 Uhr klassische Werke für Streicher, Klavier und Fagott. Zudem spielt Libor Šíma am Saxofon eigene Arrangements von Filmmusiken und Sting-Songs. Der Eintritt kostet 15 Euro, ermäßigt sieben Euro.

Barockmusik steht am Sonntag, 6. September, ab 17 Uhr im Kirchensaal der Herrnhuter Brüdergemeine in Königsfeld auf dem Programm. Konzerte und Sonaten von Johann Sebastian Bach, Carl Philipp Emanuel Bach und Antonio Vivaldi erklingen. Höhepunkt ist der Frühling aus Vivaldis Vier Jahreszeiten. Karten gibt es für 15 Euro, ermäßigt für sieben Euro.

Der Wiener Kontrabassist Josef Semeleder erweckt am Montag, 7. September, 20 Uhr, in der Klosterbergfabrik in St. Georgen Patrick Süskinds Welterfolg „Der Kontrabass“ zum Leben – und zwar mit Schauspiel, Kontrabass und mehr. Der Eintritt liegt bei zwölf Euro, ermäßigt bei sieben Euro.

Die Abenteuer der gestohlenen Geige erleben die Besucher des Kinderkonzerts am Mittwoch, 9. September, ab 14 Uhr im Bürgersaal des Bürgerzentrums Roter Löwen in St. Georgen. Dabei werden die Zuhörer selbst zu Detektiven, um die wertvolle Geige zu finden. Der Eintritt ist frei.

Bekannte Werke und selten gespielte Kammermusikschätze von Wolfgang Amadeus Mozart erklingen am Mittwoch, 9. September, in der Stadthalle in Furtwangen. Der Mozart-Abend mit den Festivalsolisten beginnt um 20 Uhr. Karten gibt es für 15 Euro, ermäßigt für sieben Euro.

Funk, Soul, Rap und Party bringen die Soul Diamonds am Donnerstag, 10. September, ins Technik-Museum am Bahnhof. Das Konzert der Stuttgarter All-Star-Band um Obi Jenne beginnt um 20.30 Uhr. Der Eintritt kostet 25 Euro, ermäßigt sieben Euro.

Rachmaninows drittes Klavierkonzert, Tschaikowskis fünfte Sinfonie und Ravels Boléro – drei musikalische Meisterwerke präsentieren das Schwarzwald Kammerorchester und Ausnahmepianist Frank Dupree bei den beiden Abschlusskonzerten am Freitag, 11. September, ab 20 Uhr in der Stadthalle St. Georgen und am Samstag, 12. September, ab 20 Uhr im Franziskaner-Konzerthaus in Villingen. Tickets kosten jeweils 25 Euro, ermäßigt sieben Euro.