Saisoneröffnung beim SC Freiburg
: Crystal Palace kommt zum Härtetest – der Konkurrenzkampf nimmt Fahrt auf

Der Conference-League-Sieger Crystal Palace ist der letzte Härtetest für den SC Freiburg vor dem Pflichtspielauftakt. Angesichts des großen Konkurrenzkampfs im Kader dürfte es für Trainer Julian Schuster um wichtige Eindrücke gehen.
Von
Felix Paschke
Freiburg
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Julian Schuster

Sc Freiburg-Trainer Julian Schuster muss auch in der neuen Saison wieder viele harte personelle Entscheidungen treffen.

Philipp von Ditfurth/dpa
  • SC Freiburg testet am Samstag im Europa-Park-Stadion gegen Crystal Palace – Saisoneröffnung.
  • Für beide Teams ist es der letzte Härtetest vor dem Pflichtspielauftakt.
  • Schuster sieht verschärften Konkurrenzkampf, besonders in der Offensive um den Mittelstürmer.
  • Optionen: Höler nach Doppelpack, Goto und Matanović, Grifo oder Scherhant, Irié mit guter Form.
  • Zentrale Fragen: Ersatz für Manzambi, Doppelsechs mit Eggestein und Engelhardt, Links hinten große Auswahl.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Als dritter internationaler Spitzenverein – nach Inter Mailand und dem FC Everton – hat in dieser Woche der Premier-League-Club Crystal Palace sein Lager im Schwarzwald aufgeschlagen. Derzeit residiert der Conference-League-Sieger im noblen Golfhotel Öschberghof am Rand der Stadt Donaueschingen und trainiert auf dem Gelände des SV Aasen.

„Platz und Hotel sind top, aber es ist sehr heiß hier in Deutschland“, sagte Palace-Torwart und Kapitän Dean Henderson, bevor es in die nicht öffentliche Trainingseinheit ging. Denn wie schon Inter und Everton trainiert auch Crystal Palace hinter verschlossenen Türen. Am Samstag jedoch werden sich die Engländer im gut besuchten Europa-Park-Stadion im Rahmen der Saisoneröffnung ab 14 Uhr mit dem SC Freiburg messen.

Es ist ein echter Härtetest zwischen dem Gewinner der Conference League aus Süd-London und dem Europa-League-Finalisten aus dem Breisgau. Für beide Teams ist es die letzte Chance vor dem Pflichtspielauftakt, personell etwas auszuprobieren und die Form der Spieler unter die Lupe zu nehmen.

Neuer Mann an der Palace-Seitenlinie

Von dieser Möglichkeit dürften beide Trainer – Pierre Sage, der im Sommer auf Oliver Glasner folgte, und Julian Schuster – gerne Gebrauch machen. Wie schon in den vergangenen beiden Spielzeiten wird der SC-Coach auch in dieser Saison wieder einige harte Entscheidungen in Sachen Personal treffen müssen.

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„Der Konkurrenzkampf hat uns vergangene Saison schon ausgezeichnet. Und ich glaube, er hat sich noch einmal verschärft“, sagt Schuster mit Blick auf die Besetzung der Offensive. Der japanische Stürmer Keisuke Goto kam neu ins Team, zuletzt stand er in den Testspielen zweimal an der Seite von Igor Matanović auf dem Platz.

Lucas Höler traf gegen Racing Straßburg doppelt

Ein Zukunftsmodell? Unklar. Vieles spricht dafür, dass Schuster beim bewährten System mit einem Mittelstürmer bleiben wird – mit seinem Doppelpack gegen Racing Straßburg meldete auch Lucas Höler Ansprüche an.

Viel Auswahl für Julian Schuster in der Offensive

Auch auf vielen anderen Offensivpositionen ist der Konkurrenzkampf um einen Platz in der Startelf in vollem Gange. Routinier Vincenzo Grifo oder Derry Scherhant auf dem linken Flügel? Kommt Cyriaque Irié, der in der Vorbereitung einen hervorragenden Eindruck hinterlassen hat (Schuster: „Er präsentiert sich in einer sehr guten körperlichen Verfassung“), in dieser Saison zu mehr Spielzeit?

Wer setzt Johan Manzambi?

Zudem bleibt die Frage, wie der SC Freiburg den Rekordabgang Johan Manzambi spielerisch auffangen wird. Denn einen Eins-zu-eins-Ersatz für den Schweizer, der vor allem mit Offensivstärke und Kreativität bestach, gibt es im Kader nicht. Neuzugang und Rückkehrer Yannik Engelhardt ist ein anderer Spielertyp. „Bei seinen beiden letzten Stationen waren vor allem die strukturgebenden Eigenschaften von ihm gefragt, die es jetzt mit seinen offensiven Möglichkeiten zu verbinden gilt“, sagte Sportdirektor Klemens Hartenbach bei der Vorstellung Engelhardts.

Weil Rihito Yamamoto, ein weiterer Neuzugang, noch Anlaufzeit braucht und bislang nicht in den Testspielen zum Einsatz kam, spricht zunächst einiges für die Doppelsechs mit Dauerbrenner Maximilian Eggestein und Engelhardt. Aber auch Patrick Osterhage wäre eine Option. In Anbetracht von vier Pflichtspielen zwischen dem 20. und 30. August in drei Wettbewerben dürfte Schuster auf den laufintensiven Positionen ohnehin rotieren.

Härteste Entscheidung wohl hinten links

Eine extrem harte Entscheidung muss der Trainer zudem auf der Linksverteidigerposition treffen. Mit Kapitän Christian Günter, dem Leih-Rückkehrer Berkay Yilmaz und Jordy Makengo hat er hier die Qual der Wahl – zudem könnte auch Philipp Treu auf links ausweichen, wenn Lukas Kübler auf der Rechtsverteidigerposition spielt.

Gleichzeitig deutete Schuster bereits an, dass auch Yilmaz auf anderen Positionen zum Einsatz kommen könnte. In Testspielen war er auch schon im Mittelfeld aktiv. „Im Training im 11 gegen 11 hat er schon Rechtsverteidiger gespielt und das sehr, sehr gut umgesetzt“, so Schuster. Viele Möglichkeiten also für den Trainer, dem mit Matthias Ginter, Philipp Lienhart, Max Rosenfelder, Bruno Ogbus und Anthony Jung auch gleich fünf Innenverteidiger zur Verfügung stehen.

Im Duell mit dem Conference-League-Sieger Crystal Palace am Samstag dürfte Schuster daher noch mal allen Spielern im Kader Einsatzzeiten geben. Bereits fünf Tage später startet der SC Freiburg in den Play-offs der Conference League dann in die Saison. Der Konkurrenzkampf um die Startelfplätze hat bereits begonnen.