Noah Atubolu vom SC Freiburg: Wann nimmt der Transfermarkt für Torhüter Fahrt auf?

Torwart Noah Atubolu will den SC Freiburg in diesem Transfersommer verlassen.
Harry Langer/dpa- Torwartmarkt bewegt sich kaum, was Wechsel von Keepern wie Noah Atubolu erschwert.
- Atubolu will den SC Freiburg verlassen, Wunschziel ist die englische Premier League.
- Freiburg verpflichtete Mio Backhaus als neue Nummer eins – Atubolu wartet auf Angebote.
- Interesse meldeten Aston Villa und Bournemouth, doch in England ist der Markt ruhig.
- Alternativen: Olympique Marseille „konkret“ interessiert, zudem Juventus Turin und SSC Neapel.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als Alexander Nübel 2020 zum deutschen Rekordmeister FC Bayern München wechselte, schien sein Weg fast schon vorgezeichnet: Im Schatten von Manuel Neuer sollte er sich bei Leihvereinen entwickeln, um eines Tages den wohl besten Torwart aller Zeiten zu beerben.
Doch die Kommunikation war nicht immer einfach. Nach zuletzt drei Jahren beim VfB Stuttgart wechselte Nübel in diesem Sommer zu Besiktas Istanbul. Wohl auch, weil der türkische Club das finanzielle Gesamtpaket aus Ablöse und Nübels Gehalt stemmen konnte – im Vergleich zu vielen anderen Vereinen.
Sportlich gesehen ist Nübels Wechsel in die Metropole am Bosporus jedoch nicht unbedingt ein Schritt nach vorn. Statt Bundesliga und Champions League am Neckar kämpft Nübel mit seinem neuen Verein derzeit um die Qualifikation für die Europa League. Und auch die türkische Süper Lig gilt gemeinhin nicht als europäische Topliga.
Nübels Wechsel in die Türkei als Sinnbild
Und doch ist Nübels Neustart in der Türkei sinnbildlich für den bisherigen Transfersommer auf der Torwartposition, auf der bis Anfang August kaum Bewegung herrscht. Das merkt man auch beim Stuttgarter Südwest-Konkurrenten SC Freiburg, der mit Noah Atubolu und Mio Backhaus derzeit gleich zwei Nummer-eins-Keeper unter Vertrag hat.

Spielte drei Jahre für den VfB Stuttgart: Alexander Nübel.
Tom Weller/dpaWährend Neuzugang Backhaus fest als Stammtorwart eingeplant ist, sind die Wechselabsichten des Freiburger Eigengewächses Atubolu längst bekannt. Daher haben die Freiburger Verantwortlichen früh gehandelt und Backhaus von Werder Bremen losgeeist, weshalb es nun zur ungewöhnlichen Konstellation kommt. Denn: Bisher wartet der ehemalige U21-Nationalspieler Atubolu auf das passende Angebot. Sein Wunschziel ist die englische Premier League, dort jedoch tut sich auf dem Torwartmarkt noch wenig.
Torhütermarkt kommt erst spät in Gang
„Vielleicht haben wir alle ein bisschen unterschätzt, wie spät Tempo in diesen besonderen Torwartmarkt kommt“, sagte SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach jüngst dem „kicker“: „Gerade in einem WM-Jahr wollen sich viele Klubs auf der neuralgischen Torhüter-Position nicht so früh festlegen. Die Dominosteine sind noch nicht so gefallen.“ Auch Sportvorstand Saier sagte im Interview mit dem „kicker“, dass sich das „Karussell auf dieser speziellen Position noch nicht wirklich dreht“.
Zuletzt wurden die englischen Clubs Aston Villa und der AFC Bournemouth als mögliche Interessenten gehandelt. Bislang jedoch scheint eine schnelle Lösung nicht in Sicht. Und überhaupt ist unklar, ob sich Atubolu in diesem Sommer seinen Traum von der Premier League erfüllen kann, auf der Insel ist der Torhütermarkt noch sehr ruhig.
Italien statt England für Noah Atubolu?
Laut „Sky“ ist mittlerweile Olympique Marseille aus der französischen Ligue 1 an Atubolu „konkret“ interessiert. Zudem sollen Berichten aus Italien zufolge auch Juventus Turin und der SSC Neapel Interesse haben. Der italienische Rekordmeister aus Turin soll sich Berichten zufolge jedoch auch mit dem Argentinier Emiliano Martínez beschäftigen. Der Weltmeister von 2022 steht allerdings noch bei Aston Villa unter Vertrag.
Sollte er nach Italien wechseln, könnte für Atubolu auch in der englischen Premier League wieder eine Tür aufgehen. So oder so: Es scheint, als würde allmählich ein wenig Bewegung in das Torwartkarussell auf dem internationalen Transfermarkt kommen.


