Tennenbronner beim SC Freiburg
: Christian Günter fühlt sich vor seiner 15. Profisaison „top in Schuss“

Im Jahr 2006 wechselte Christian Günter vom FV Tennenbronn zum SC Freiburg. Seitdem spielt der 33-Jährige für den Sport-Club, mit dem er in seine 15. Profisaison geht. Die Vorfreude beim Kapitän ist groß.
Von
Felix Paschke
Freiburg
Jetzt in der App anhören
Christian Günter

Christian Günter aus Tennenbronn geht mit dem SC Freiburg in seine 15. Saison als Profi.

Tom Weller/dpa
  • Christian Günter geht mit dem SC Freiburg in seine 15. Profisaison und fühlt sich topfit.
  • Der 33-Jährige sieht trotz Konkurrenz durch Makengo, Treu und Yilmaz seine Rolle gelassen.
  • Er betont: Jeder werde gebraucht – sein Ziel bleibt der Kampf um die Startelf.
  • Saisonziel des SC: die Liga verdienen, alles Weitere ist Bonus.
  • Die Kapitänsfrage bleibt offen, die Mannschaft wählt den Spielführer.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Nein, müde wird Christian Günter noch lange nicht. „Ich bin 33. Ich glaube, man sieht bei der WM auch ältere Spieler, die noch fit sind“, sagte der Tennenbronner am Sonntag nach dem Trainingsauftakt des SC Freiburg. Für den langjährigen Kapitän der Breisgauer ist es bereits die 15. Profisaison mit seinem Verein, dem er seit 2006 treu ist.

Viele Jahre lang war Günter auf der Linksverteidigerposition unumstritten gesetzt, erst in den vergangenen beiden Saisons ging seine Spielzeit ein wenig zurück. Mit Jordy Makengo und dem flexibel einsetzbaren Philipp Treu gibt es Konkurrenz, die durch Rückkehrer Berkay Yilmaz noch größer wird.

Für Günter kein Problem. „Das letzte Jahr hat ja gezeigt: Wir werden jeden brauchen und ich hatte letztes Jahr auch große Spielanteile, deshalb ist für mich alles völlig in Ordnung“, so Günter. Sein Trainer Julian Schuster hatte in der Vergangenheit zudem immer wieder betont, wie mannschaftsdienlich sich sein ehemaliger Mitspieler verhalte.

Keine Angst vor dem Konkurrenzkampf

Daran wird sich auch in der neuen Saison nichts ändern. „Man braucht Konkurrenz, man braucht junge Spieler. Deswegen werde ich den Weg vom SC maximal mitbegleiten. Wenn dann ein Junger anfängt, dann werde ich hinten dran sein und werde alles dafür tun, um wieder in die erste Elf zu kommen“, sagte Günter.

Er selbst fühlt sich nach einer langen Sommerpause mit aufgeladenen Akkus bereit für die neue Saison. „Ich glaube, dass ich rein von den ganzen Fitnesswerten top in Schuss bin. Ich freue mich auf die Vorbereitung und ich freue mich auf die Saison“, so der Tennenbronner. Diesen Eindruck gewinnt man auch beim Training. Günter geht – nicht nur beim Gang aus den Katakomben auf den Trainingsplatz – vorneweg und wirkt topfit.

Das Saisonziel des SC Freiburg bleibt gleich

Durch die Erfolge der vergangenen Spielzeiten mit dem Höhepunkt des Europa-League-Finals in Istanbul ist die Erwartung in der Stadt und bei den Fans gestiegen. Mit Kampfansagen hält sich der erfahrene SC-Kapitän jedoch zurück.

„Es ist wichtig, dann auch in den Erfolgsfällen immer wieder zurückzublicken: Wie hat man das geschafft? Und wir haben es noch nie geschafft, indem wir vorher große Parolen rausgehauen haben“, sagt Günter. Das oberste Saisonziel bleibt daher gleich: „Die Liga verdienen und alles Weitere ist Bonus.“

Nur die Kapitänsfrage ist noch ungeklärt

Bleibt eigentlich nur noch die Frage, ob Günter, der seit 2020 die Binde trägt, auch weiterhin SC-Kapitän bleiben wird. Eine finale Antwort darauf gab es am Sonntag noch nicht. Im Gegensatz zu vielen anderen Vereinen wird der Spielführer beim SC Freiburg nicht vom Trainerteam bestimmt, sondern von der Mannschaft gewählt. Als langjähriger Kapitän und SC-Rekordspieler dürfte der 33-jährige Günter aber auch in diesem Jahr gute Chancen haben.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.