Auftakt beim SC Freiburg: Atubolu trainiert individuell – Manzambi-Wechsel steht bevor

Bei hohen Temperaturen ist der SC Freiburg am Sonntag in die Sommervorbereitung gestartet.
Felix Paschke- SC Freiburg startete vor knapp 3000 Fans in die Sommervorbereitung im Europa-Park-Stadion.
- Johan Manzambi und Noah Atubolu fehlten, bei beiden deutet vieles auf einen Abgang hin.
- Manzambi steht Berichten zufolge vor einem Wechsel zu Newcastle United – bis zu 60 Mio. Euro.
- Saier bestätigt „klare Tendenzen“ bei Manzambi; nach dem WM-Aus könnten Gespräche zügig laufen.
- Atubolu trainierte individuell, verlängert nicht und will wechseln; Mio Backhaus ist die neue Nummer eins.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der erste Jubel der neuen Saison im Europa-Park-Stadion brandet um 11:01 Uhr am Sonntagvormittag auf. Angeführt von Kapitän Christian Günter betreten Spieler und Trainer des SC Freiburg den Rasen. Bei sommerlich-heißen Temperaturen sind knapp 3000 Fans ins Stadion gekommen, um den Trainingsauftakt der SC-Profis live zu erleben.
Zwei Spieler, die zuletzt medial besonders im Fokus standen und die den Verein wohl in diesem Transfersommer verlassen werden, fehlen jedoch: Johan Manzambi und Noah Atubolu. Während der angeschlagene Manzambi mit der Schweiz erst in der Nacht auf Sonntag im WM-Viertelfinale scheiterte, trainierte Torwart Atubolu am Sonntag individuell.
Die Wechselabsichten der bisherigen Nummer eins sind schon länger bekannt. Spätestens seit der Verpflichtung von Mio Backhaus, der am Sonntag sein erstes Training als Spieler des SC Freiburg absolvierte, scheint ein Atubolu-Abgang sehr wahrscheinlich. Allerdings: Eine heiße Spur in Sachen neuer Verein gibt es noch nicht. Hull City aus der Premier League hatte Berichten zufolge Interesse signalisiert.
Wird Manzambi neuer Rekordtransfer des SC Freiburg?
Anders ist die Lage bei Senkrechtstarter Manzambi, der bei der Weltmeisterschaft in Nordamerika mit drei Toren und zwei Assists weiter Werbung in eigener Sache machen konnte. Der 20-Jährige steht Berichten zufolge kurz vor einem Wechsel zu Newcastle United, im Raum steht eine Ablösesumme von bis zu 60 Millionen Euro. Nie zuvor nahm der SC Freiburg mit einem Transfer eine solch hohe Summe ein, der Rekord liegt bislang bei rund 25 Millionen Euro.

Mit der Schweiz schied Johan Manzambi Sonntagnacht bei der WM aus. In den kommenden Tagen könnte sich auch in Sachen Wechsel etwas tun.
Tom Weller/dpaDass die Zeichen beim WM-Shootingstar, der Achtel- und Viertelfinale mit einer Knieprellung verpasste, in Richtung Abgang stehen, bestätigte nach der Trainingseinheit SC-Sportvorstand Jochen Saier. Es gebe klare Tendenzen einer Veränderung, sagte er. Eine Veränderung, „die eher kommen wird als nicht“, formulierte Saier die Wahrscheinlichkeiten. Nach dem WM-Aus der Schweiz könnte es bei Manzambi sogar relativ schnell gehen.
So bewertet Jochen Saier die derzeitige Situation
„Da sind wir in Gesprächen und wir werden jetzt auch die nächsten Tage, so würde ich es wahrscheinlich schon einordnen, auch noch mal eine wirkliche Richtung drin sein“, sagte Saier im klimatisierten Spielertunnel über die Verhandlungen. „Johan hat für uns eine besondere Saison gespielt, nicht selten in Situationen den Unterschied gemacht. Er hat bei der WM der Schweiz auch geholfen, einen guten Weg zu gehen“, lobte Saier den Youngster. Und: „Von dem her sind die Dinge, wie sie sind.“
Auch bei Noah Atubolu – wenngleich die Ausgangslage anders ist, als bei Manzambi. Den 2027 auslaufenden Vertrag wollte der Keeper nicht verlängern und sich stattdessen verändern. „Es war immer eine offene, gute Kommunikation. Er hat für sich einen anderen Weg eingeschlagen, der aber völlig legitim ist“, erklärte Saier. Daher entschieden sich die Verantwortlichen früh für Backhaus als neue Nummer eins. Ein „Wunschtransfer“, so der Sportvorstand.
Alte und neue Nummer eins gemeinsam im Kader
Dass nun die alte und neue Nummer eins derzeit noch gemeinsam zum Kader gehören, ist dabei natürlich kein Wunschszenario. Aber eines, auf das man beim SC Freiburg vorbereitet war. „Es war jetzt auch nicht ganz unrealistisch, weil einfach die Torwartposition eine besondere ist“, sagte Saier und sprach von einer „Wenn-Dann-Konstellation“. Bislang ist der erste Dominostein im internationalen Fußball auf der Torwartposition noch nicht gefallen.

Das Finale in Istanbul dürfte das letzte Spiel von Noah Atubolu für den SC Freiburg gewesen sein.
Mustafa Alkac/dpaDoch auch bei Atubolu geht Saier davon aus, dass es zu einem Wechsel kommen wird. „Noah befindet sich in Gesprächen mit anderen Vereinen und ich bin überzeugt, dass wir im sehr Guten auseinandergehen werden“, so der Sportvorstand, über den gebürtigen Freiburger, der nach drei Jahren als Freiburger Nummer eins in diesem Transfersommer den nächsten Schritt gehen will.
WM-Fahrer steigen später ein
Beim Trainingsauftakt am Sonntagvormittag waren noch nicht alle Spieler des SC Freiburg mit dabei. Die WM-Fahrer Philipp Lienhart, Yuito Suzuki, Neuzugang Keisuke Goto und Igor Matanović steigen erst am 20. beziehungsweise am 25. Juli ins Training ein.
Mit dabei waren dagegen am Sonntag die Neuzugänge Rihito Yamamoto und Mio Backhaus sowie Berkay Yilmaz nach seiner Leihe nach Nürnberg. Zudem rücken Karl Steinmann und Rouven Tarnutzer aus der U23 in den Profikader hoch.
