Shootingstar vom SC Freiburg: Verletzung und Transfer – so ist der Stand bei Johan Manzambi

Mit bandagiertem Knie saß Johan Manzambi vom SC Freiburg im WM-Achtelfinale der Schweiz auf der Bank.
IMAGO/JOERAN STEINSIEK- Freiburgs Johan Manzambi fehlt der Schweiz im WM-Achtelfinale wegen einer Knieprellung.
- Yakin hält einen Einsatz gegen Argentinien für unwahrscheinlich, schließt ihn aber nicht aus.
- Der Offensivspieler trug eine Kniebandage, Schmerzen hat er laut Yakin keine.
- BVB-Keeper Gregor Kobel pariert im Elfmeterschießen und wird Matchwinner gegen Kolumbien.
- Newcastle will Gespräche starten: Manzambi gilt als Priorität, ein Stammplatz wäre möglich.
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Mit dem WM-Pokal aus Lego in der Hand sorgte der Schweizer Johan Manzambi am Dienstag vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien für Aufsehen. Den Pokal hatte die „Nati“ in der WM-Vorbereitung als Teambuildingmaßnahme gebaut – beim Elferdrama gegen die Südamerikaner war er Glücksbringer.
Der goldene Legopokal war jedoch nicht das einzige, was bei Manzambi Blicke auf sich zog. Denn der Senkrechtstarter des SC Freiburg, der bei der Weltmeisterschaft mit seinen Leistungen für Furore gesorgt hat, trug an seinem linken Knie eine Bandage. Die Diagnose, wegen der er den WM-Kracher der Schweizer verpasste: Knieprellung.
„Wir haben noch Hoffnung gehabt bis heute Morgen. Aber ich denke, so eine Verletzung bekommt man nicht in der Kürze hin“, sagte der Schweizer Nationaltrainer Murat Yakin nach dem Spiel über seinen derzeit wohl besten Offensivspieler.
BVB-Keeper ist der Matchwinner der Schweizer
Dass die Schweizer es am Ende auch ohne ihren dreifachen WM-Torschützen schafften, lag in Vancouver auch an Gregor Kobel. Der BVB-Keeper hielt im Spiel die Null und parierte im Elfmeterschießen einen Strafstoß.
Kann Manzambi gegen Messis Argentinien wieder mitspielen?
Im Viertelfinale wartet auf die Schweizer jetzt Weltmeister Argentinien mit dem WM-Torrekordhalter Lionel Messi. Und natürlich stellen sich die Eidgenossen vor allem eine Frage. Kann Manzambi in der Nacht auf Sonntag (3 Uhr MEZ) wieder mitspielen?

Johan Manzambi mit dem Glücksbringer der Schweizer: dem WM-Pokal aus Legosteinen.
Lindsey Wasson/AP/dpaEine klare Antwort darauf konnte Yakin am Dienstag noch nicht geben – säte jedoch zumindest Zweifel. „Bei Johan denke ich nicht, dass es von der Zeit her reicht“, so der Nati-Coach. Ganz abschreiben wollte er den Einsatz des Freiburgers jedoch noch nicht. „Er hat zum Glück keine Schmerzen. Ob es medizinisch vertretbar ist, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht bekanntgeben“, sagte Yakin. Und: „Mal schauen, was sich jetzt die nächsten ein, zwei Tage ergibt.“
Klar ist: Gegen den amtierenden Weltmeister, der sich in zwei irren K.o.-Spielen gegen Kap Verde und Ägypten durchsetzte, sind die Schweizer krasser Außenseiter. Mit Manzambi, der zu den besten Spielern dieser Weltmeisterschaft gehört, würden sich die Chancen zumindest etwas verbessern.
Newcastle will Poker beginnen
Während die Schweizer Nati also um ihren Shootingstar bangt, könnten in den nächsten Tagen bereits wichtige Schritte in dessen Zukunft eingeleitet werden. Wie der britische Journalist und Transferexperte David Ornstein bei „The Athletic“ berichtet, will Newcastle United konkrete Gespräche über eine Verpflichtung des 20-Jährigen aufnehmen. Das Interesse des finanzstarken Premier-League-Clubs ist schon länger hinterlegt – doch nun soll tatsächlich der Poker losgehen. Laut Ornstein freue sich Manzambi auf die mögliche Chance, im Nordosten Englands aufzulaufen.

Im Europa-League-Finale spielte Johan Manzambi (rechts) mit dem SC Freiburg gegen den englischen Topclub Aston Villa. Berichten zufolge hat ein anderer Verein aus der Premier League großes Interesse an einer Verpflichtung des Freiburgers.
Robert Michael/dpaDer Tabellenzwölfte der abgelaufenen Saison scheint in diesem Sommer eine Verjüngungskur seines Kaders vorzunehmen. Mit Sandro Tonali (zu Liga-Konkurrent Tottenham) und Anthony Gordon (zum FC Barcelona) verließen bereits zwei Leistungsträger die „Magpies“ – für zusammen 188 Millionen Euro.
Geld spielt bei Newcastle keine Rolle
Über volle Kassen muss sich der Traditionsverein, der seit 2021 mehrheitlich dem saudi-arabischen „Public Investment Fund“ (PIF) gehört, zwar ohnehin keine Gedanken machen, doch aktuell ist das Sparkonto besonders prall gefüllt. Zumal sich Gerüchte um einen Abgang des brasilianischen Mittelfeldstars Bruno Guimarães hartnäckig in den Medien halten. Auch Routinier Kieran Trippier wird in der kommenden Saison nicht mehr für Newcastle auflaufen.
Ein Hoffenheimer bereits an Bord
Vielmehr soll das Team von Cheftrainer Eddie Howe verjüngt werden. Mit dem Hoffenheimer Bazoumana Touré (47 Millionen Euro Ablöse) und Torwart Ewen Jaouen von Stade Reims (21,5 Millionen) wurden bereits zwei 20-jährige Talente verpflichtet. Manzambi soll nun das dritte werden – und dabei in den nächsten Tagen großen Prioritätenstatus genießen, wie „The Athletic“ berichtet. Sollte der Wechsel zustande kommen, dürfte sich der Schweizer Nationalspieler also durchaus berechtigte Hoffnungen auf einen Stammplatz in der Premier League machen.