Wahl in Berlin: Enges Rennen in der Hauptstadt - Aktuellste Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl

Hier gibt es die Ergebnisse der aktuellsten Umfragen zur Abgeordnetenhauswahl in Berlin.
Wolfgang Kumm/dpaAm 20. September wird in Berlin ein neues Abgeordnetenhaus gewählt. Wer hat in den aktuellsten Umfragen die Nase vorn? Hier gibt es alle Zahlen:
Aktuelle Umfragen zur Wahl in Berlin am 20. September
Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap hat im Auftrag der ARD Berliner Wähler befragt. Die am 10.9. veröffentlichte Umfrage zeigt folgendes Bild:
- Linke: 21 Prozent
- CDU: 20 Prozent
- AfD: 18 Prozent
- Grüne: 16 Prozent
- SPD: 12 Prozent
- BSW: 4 Prozent
- Sonstige: 9 Prozent
Insa befragte im Auftrag der Bild Wähler in Berlin und präsentierte am 4.9. diese Zahlen:
- CDU: 20 Prozent
- Linke: 19 Prozent
- AfD: 18 Prozent
- SPD: 15 Prozent
- Grüne: 15 Prozent
- BSW: 3 Prozent
- FDP: 3 Prozent
- Sonstige: 7 Prozent
Infratest dimap erforschte im rbb-Auftrag die Wählerstimmung und kam am 2.9. auf folgendes Ergebnis:
- CDU: 21 Prozent
- Linke: 19 Prozent
- AfD: 18 Prozent
- Grüne: 18 Prozent
- SPD: 11 Prozent
- BSW: 4 Prozent
- Sonstige: 9 Prozent
Falsche Stimmzettel, Ermittlungen gegen den SPD-Spitzenkandidaten und nicht zuletzt der Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung. Die Hauptstadt macht wenige Tage vor der Abgeordnetenhauswahl keine gute Figur.
Berlin verschickt falsche Stimmzettel
Beim Versenden von Briefwahlunterlagen im Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf sind teilweise Stimmzettel eines anderen Wahlkreises versendet worden. Das betreffe nach Prüfung des Bezirkswahlamts Briefwahlunterlagen der Wahlkreise 3 und 4 mit dem Datum 24.8. oder 25.8. auf dem Wahlschein, teilte das Landeswahlamt mit. Bisher lägen sechs Meldungen vor, theoretisch könnten aber auch etwa 1.400 Wahlberechtigte betroffen sein.
Landeswahlleiter Stephan Bröchler teilte mit, er nehme den Vorgang sehr ernst: „Menschliche Fehler sind bei keiner Wahl hundertprozentig auszuschließen. Jetzt geht es darum, den Fehler so gut wie möglich zu beheben.“ Stimmen, die auf falschen Stimmzetteln abgegeben wurden, sind ungültig.
Um sicherzustellen, dass jede Person den richtigen Stimmzettel habe, werde das Bezirkswahlamt Charlottenburg-Wilmersdorf vorsorglich jene 1.400 Wahlberechtigten anschreiben, die betroffen sein könnten und für die an den genannten Tagen Wahlscheine ausgestellt wurden.
Ermittlungen gegen SPD-Spitzenkandidaten
Der Berliner SPD-Spitzenkandidat Steffen Krach hat angesichts der Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Hannover gegen ihn alle Vorwürfe vehement zurückgewiesen. „Ich habe niemals privat Geld angenommen - und ich habe auch niemals als SPD-Vorsitzender eine Spende angenommen“, sagte Krach am Donnerstag in der Hauptstadt. Dort wird am Sonntag nächster Woche gewählt, einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage zufolge liegt die SPD derzeit mit zwölf Prozent klar hinter Linkspartei, CDU, AfD und Grünen.
Vor Journalisten räumte Krach gleichzeitig ein, dass er eine von der SPD im Januar zurückgezahlte Spende in Höhe von 9900 Euro nicht bei den Behörden gemeldet habe. Ob er dazu verpflichtet gewesen wäre, könne er nicht sagen - das müssten die Juristen entscheiden. „Für mich war der Fall mit der Rückgabe der Spende erledigt.“
Hackerangriff in Berlin sorgt weiter für Schlagzeilen
Auch der Hackerangriff auf die Berliner Verwaltung macht weiter Furore. Die Attacke auf Teile des Datennetzes der Berliner Verwaltung war am 14. August bekanntgeworden. Betroffen waren die beiden Senatsverwaltungen für Bauen und für Verkehr. Die Hacker-Gruppe Rhysida erpresste das Land und forderte 30 Bitcoin, umgerechnet rund zwei Millionen Euro. Der Senat zahlte nicht, die Cyberkriminellen veröffentlichten mindestens 1,2 Millionen Datensätze nach Ablauf ihres Ultimatums. (mit Material von dpa und AFP)
