Ukraine-Krieg: Merz in Kiew: Ukraine-Hilfe im eigenen deutschen Interesse

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wolodymyr Selenskyj (l), Präsident der Ukraine.
Kay Nietfeld/dpa- Merz verteidigt in Kiew die Ukraine-Hilfe als deutsches Eigeninteresse.
- Er verweist auf russische Angriffe, auch gegen Deutschland – etwa tägliche Cyberattacken.
- Die Unterstützung müsse besser erklärt und innenpolitisch begründet werden.
- Ziel ist der Erhalt der politischen Ordnung in Europa, die umfassend bedroht ist.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Bundeskanzler Friedrich Merz hat die in der deutschen Bevölkerung teils umstrittene Unterstützung der Ukraine deutlich verteidigt. „Ich sehe diese Umfragen, ich höre diese Meinungen, ich nehme sie ernst, auch wenn ich sie nicht teile“, sagte der CDU-Vorsitzende in Kiew. Womöglich müsse die Hilfe besser, ausführlicher und auch innenpolitisch begründet werden.
Die Hilfe für die Ukraine sei gerade in diesem Jahr und vor diesem Winter auch im zutiefst eigenen nationalen Interesse Deutschlands, sagte er. „Und ich habe eben schon die Angriffe benannt, die Russland auch mittlerweile gegen Deutschland vornimmt“, sagte er.
Merz nannte auch tägliche Internetattacken auf Rechenzentren und Datennetze in Deutschland. „Das alles hört nicht auf, wenn wir der Ukraine nicht mehr helfen. Im Gegenteil, es wird danach nur noch mehr“, sagte er. Aber das Wichtigste sei der Erhalt der bestehenden politischen Ordnung in Europa, die nicht nur in der Ukraine, sondern in ganz Europa bedroht werde.
„Und das ist der politische Meinungskampf, den wir in Deutschland austragen müssen“, sagte Merz. „Und Sie sehen mich heute entschlossener denn je, diesen Streit auch auszutragen, denn es geht hier um nicht mehr und um nicht weniger als um die friedliche und freiheitliche Zukunft unseres Landes in den nächsten Jahren, vielleicht Jahrzehnten.“
