Vom Open Air zurück zum Druckzentrums-Alltag
: Die Bilanz zum Sommersound VS 2026 fällt eindeutig aus

Der Sommersound VS 2026 ist Geschichte – und hallt doch bei jedem Besucher der drei erfolgreichen Konzerte nach. Doch was sagen die Macher zur sechsten Ausgabe?
Von
Mareike Kratt
Villingen-Schwenningen
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Durchweg ausgelassene Stimmung herrscht drei Tage lang beim Sommersound 2026 VS – hier beim Auftritt von Popsänger Wincent Weiss.

Durchweg ausgelassene Stimmung herrscht drei Tage lang beim Sommersound 2026 VS – hier beim Auftritt von Popsänger Wincent Weiss.

Marc Eich
  • Sommersound VS 2026 endete ohne Zwischenfälle – Atmosphäre laut DRK „sehr angenehm“.
  • Drei Konzerte mit Wincent Weiss, Uriah Heep und Howard Carpendale zogen rund 10.500 Besucher an.
  • Abbau startete direkt nach dem letzten Konzert, Technikteam sprach von logistischer Herausforderung.
  • Veranstalter und Partner zufrieden: reibungslose Abläufe, gutes Wetter und starke Stadtpräsenz.
  • Druckzentrum bewährte sich als Standort: draußen Festival, parallel lief die Zeitungsproduktion.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Schlussakkorde von „Ti Amo“, der Gassenhauer, mit dem sich Schlagerstar Howard Carpendale am Sonntagabend von seinen Fans auf dem Gelände des Druckzentrums verabschiedet hatte, sind noch nicht lange verhallt, da beginnt für die Veranstalter, Dienstleister und anderen Akteure des Sommersound VS schon die heiße Phase vom Abbau.

Während Stühle zusammengestellt und die ersten Zäune abgebaut werden, macht die wohl wichtigste Nachricht des dreitägigen Festivals die Runde: Der Sommersound ist ohne Zwischenfälle über die Bühne gelaufen. Das bestätigt auch Barbara Kühn, Einsatzleiterin des DRK, die mit ihren Kollegen langsam aber sicher die Einsatzzentrale am hinteren Ende des Platzes abbauen kann. Als „sehr angenehm“ bezeichnet sie die Atmosphäre der Konzerte, die durch ein gutes Miteinander aller Akteure geprägt gewesen sei.

Keine nennenswerten Einsätze auf dem Druckzentrumsgelände

Hitzebedingt habe es vor allem am Sonntagabend einige Einsätze gegeben – das sei aber vorprogrammiert und nichts Gravierendes gewesen, eben „alles behandelbare Einsätze“, sagt Kühn, die mit zehn Kollegen vor Ort ist.

Kurz nach dem Konzert von Schlagersänger Howard Carpendale am Sonntagabend beginnen die Abbauarbeiten des Sommersound VS.

Kurz nach dem Konzert von Schlagersänger Howard Carpendale am Sonntagabend beginnen schon die Abbauarbeiten des Sommersound VS.

Marc Eich

Am Montagmorgen ist der Platz zwar ohne Besucher, an Menschen und Fahrzeugen wimmelt es am Druckzentrum aber immer noch. „Alles einwandfrei“, ist die kurze, aber aussagekräftige Bilanz von Max Iseling, Projektleiter des Unternehmens B&HP Weißhaar, das stets für die Bühnentechnik beim Sommersound zuständig ist. „Wenn die Vorarbeit richtig gelaufen ist, dann geht der Abbau relativ einfach“, sagt Iselin, während er die einzelnen Bühnenelemente in die fahrbaren Boxen räumt.

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Abbau ist eine „logistische Herausforderung“

Dennoch war in Sachen Technik sowohl der erforderliche Umbau zwischen den Auftritten von Wincent Weiss, Uriah Heep und Howard Carpendale als auch der Abbau eine „logistische Herausforderung“, berichtet der Veranstaltungstechniker.

Eine Nachtschicht haben einige Weißhaar-Mitarbeiter bereits hinter sich, damit – so rechnet er – am Mittag gegen 15 Uhr die beiden 40-Tonner wieder komplett beladen das Material Richtung dem rund 1700 Quadratmeter großen Lager nach Emmendingen fahren können.

hhh

Es wird kräftig aufgeräumt am Montagvormittag, damit auf dem Gelände des Druckzentrums VS schnell wieder normaler Alltag herrscht.

Mareike Kratt

Um 15 Uhr will auch das Team vom Veranstalter Karo-Events mit seinem Teil der Infrastruktur „komplett vom Hof“ sein, zeigt sich Produktionsleiter Martin Müller zuversichtlich – und ist sowieso an diesem Morgen guter Dinge. „Wir sind wirklich sehr, sehr zufrieden“, blickt er auf die sechste Ausgabe des Sommersounds VS zurück.

Auch in der Innenstadt von VS sind die Fans nicht zu übersehen

Warum? Müller nennt verschiedene Gründe: das durchweg gute Sommerwetter, die abwechslungsreiche Mischung der Künstler, die insgesamt rund 10.500 Besucher aufs Gelände gelockt hätten, die gelungene Infrastruktur beziehungsweise das gute Miteinander von Gastronomie und Verein. Und Müller hat vor und während der Festivaltage auch außerhalb des Druckzentrums seine Fühler ausgestreckt: „Wahnsinn, was in der Stadt los war – überall hat man Menschen mit Fan-Shirts gesehen.“ Man merke, dass der Sommersound inzwischen „super angenommen wird und auch für VS einen Mehrwert bietet“.

Nach anstrengenden Festivalwochen, in denen die beladenen Lkw zwischen den Open Airs von Karo-Event, allen voran das I EM MUSIC! Festival in Emmendigen und der Sommersound in Schopfheim, im Grunde nie nicht richtig ausgepackt wurden, geht es für die Mitarbeiter nun etwas ruhiger zu – zumindest, wenn das ausgeladene Material im Lager in Teningen sortiert, gesäubert und aufgefüllt ist, blickt Martin Müller voraus.

Draußen wird gesungen, drinnen wird gedruckt

Auch beim mitveranstaltenden Schwarzwälder Boten ist man erleichtert, dass das Open Air reibungslos geklappt hat. „Eigentlich ist es perfekt gelaufen“, sagt Verlagsmarketingleiter Timo Fasching kurzum. Und das meint er dankbar, sowohl mit Blick auf die Sicherheit, auf die fulminanten Bühnenshows der drei Künstler, die zahlreichen glücklichen Zuschauer, die gelungene Zusammenarbeit der einzelnen Akteure als auch auf den Standort am Druckzentrum und die parallel laufende Zeitungsproduktion.

Ein eingespieltes Team beim Sommersound VS:

Auch bei der sechsten Ausgabe ein eingespieltes Team beim Sommersound VS: die Verantwortlichen der Veranstaltungsagentur Karo-Events Tom Khuu (links), Matthias Martin (Zweiter von links) und Philipp Jörger (rechts) sowie Timo Fasching, Leiter des Verlagsmarketings beim Schwarzwälder Boten.

Marc Eich

Druckzentrumsleiter Thomas Albrecht ist ebenso froh, dass sich das Druckzentrum als Veranstaltungsort bewährt hat. Während draußen gespielt, gesungen und getanzt wurde, wurde drinnen gedruckt – so etwas gebe es wohl selten parallel.

Und so schnell, wie sich das Druckzentrum in ein Festivalgelände verwandelt hatte, so schnell verwandelt es sich nun wieder zurück in einen Arbeitsort, an dem statt Gitarrenriffs und Schlagerhits wieder Druckmaschinen den Takt vorgeben.