Rocklegenden beim Sommersound VS 2026: Von der ersten Liebe zur ersten Reihe – warum Uriah Heep heute noch Kult sind

Uriah Heep, allen voran Sänger Bernie Shaw, rocken am Samstagabend den Sommersound VS 2026.
Marc Eich- Uriah Heep spielten beim Sommersound VS 2026 vor rund 2000 Fans in Villingen-Schwenningen.
- Die Band zog viele langjährige Anhänger an, sichtbar an alten Tourshirts und Fan-Kutten.
- Stimmung wuchs mit Vorband Human Touch, Höhepunkte waren „Lady in Black“ und „Easy Livin'“.
- Fans berichten von prägenden Erlebnissen: vom ersten Kuss bis zu Meet and Greet ohne Berührungsängste.
- Super-Fan aus Nagold erlebte seit 2015 bereits 129 Konzerte – Ziel jedes Mal die erste Reihe.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Als am Samstagabend die ersten Takte von „Grazed by heaven“ über das Gelände des Druckzentrums Südwest hallen, wird schnell klar: Uriah Heep sind weit mehr als eine nostalgische Erinnerung an die große Zeit des Hard Rock. Die britische Kultband zieht auch mehr als fünf Jahrzehnte nach ihrer Gründung noch zahlreiche Fans nach VS – viele von ihnen mit Bandshirts, Westen oder Kutten.
Schon lange vor Konzertbeginn herrscht auf dem Gelände des Sommersound VS reges Treiben. Vor dem Merchandising-Stand bilden sich immer wieder kleine Schlangen. Gefragt sind die klassischen dunklen Shirts mit dem markanten Uriah-Heep-Logo. Einige Besucher tragen sogar T-Shirts von Tourneen, die Jahrzehnte zurückliegen – sichtbare Zeugnisse einer außergewöhnlich treuen Fangemeinde.

Stephan und Gabi Harberger kommen vom Bodensee – sie sind am Samstagnachmittag die ersten Fans, die am Einlass auf ihre Idole von Uriah Heep warten.
Mareike KrattSchon mehr als zwei Stunden vorher stehen Gabi und Stephan Harberger am Einlass und warten auf ihre Musikidole. „Wir sind mit ihnen und ihrer Musik aufgewachsen“, sagt das Ehepaar, das vom Bodensee nach VS gekommen ist.
„Die Siebziger, das ist meine Zeit“
Und sie kennen die Rocker von Uriah Heep nur zu gut: Für mächtig Eindruck hat im vergangenen Jahr ein Meet and Greet in München gesorgt, bei dem sie die Musiker ganz privat kennenlernen durften „Sie hatten keine Berühungsängste – der Sänger hat mir sogar ein Bussi gegeben“, sagt Gabi Harberger und lacht verschmitzt.

Wolfgang Dieterle (rechts) ist Uriah Heep-Fan der ersten Stunde und hat für das Sommersound-Konzert seine Kinder Jessica und Gabriel mitgebracht.
Mareike KrattEr sei schon 1972 bei einem Uriah Heep-Konzert gewesen, erzählt derweil Wolfgang Dieterle, der heute seine Kinder Jessica und Gabriel mitgebracht hat. „Die Siebziger, das ist meine Zeit“, freut sich der Donaueschinger, den das Orgel-Spiel am Stil der Rocklegenden fasziniert und der schon auf mehreren Konzerten war.
Super-Fan macht mit 129 Konzerten von sich hören
Doch die 129 Uriah Heep-Auftritte, die Sina Irmgard Rückemann bereits erlebt hat – und das erst dem Jahr 2015 –, kann an diesem Abend wohl kein anderer Fan toppen. In ganz Europa ist die Nagolderin, für die das Konzert in VS „ein Heimspiel“ ist, der Band schon hinterhergereist, erzählt sie, dazu kommen zwei Rocklegenden-Touren in den USA.
„Im Alter von 13 Jahren habe ich meinen ersten Kuss zu ‚Lady in Black‘ bekommen“, schmunzelt die 68-Jährige, die findet, dass sowohl die Bühnenperformance als auch die Alben der Kultrocker in den vergangenen Jahren immer noch besser geworden sind.

Erlebt beim Sommersound VS 2026 ihr sage und schreibe 129. Konzert von Uriah Heep: Sina Irmgard Rückemann aus Nagold, die erst vor 11 Jahren die Liebe zur britischen Kultrockband entdeckt hat.
Mareike KrattIhr Ziel eines jeden Konzerts: „die erste Reihe!“ Und das klappt natürlich auch am Druckzentrum, wo Rückemann erst einmal freudig den einen oder anderen Fan begrüßt, den sie im Laufe der Jahre auf Uriah Heep-Konzerten kennengelernt hat.
Vorband Human Touch heizt ein
Überhaupt fällt die Stimmung auf dem Konzertgelände – egal ob auf den Sitz- oder drum herum auf den Stehplätzen – herzlich, entspannt und ausgelassen aus. Und sie steigt hörbar beim Auftritt der süddeutschen Vorband Human Touch, die den Fans mit beliebten Rock-Coversongs wie „Rebell Yell“, „Hotel California“ oder „Jump“ mächtig einheizt.
Das ist das Geheimnis der Kultrocker
Als Uriah Heep schließlich die Bühne betreten, verwandelt sich die entspannte Stimmung in begeisterte Konzertenergie. Vor der Bühne wird mitgesungen, geklatscht und gejubelt. Besonders bei den großen Hits – allen voran „Lady in Black“ oder „Easy Livin'“, schnellen zahlreiche Arme in die Höhe und es hält keinen mehr auf den Sitzplätzen. Die Fans feiern jede bekannte Melodie, als hätten sie sie erst gestern entdeckt.
Gerade das scheint das Geheimnis von Uriah Heep zu sein: Die Musik weckt Erinnerungen, ohne alt zu wirken. Für viele Besucher ist das Konzert deshalb weit mehr als ein Abend mit Live-Musik. Es ist ein Wiedersehen mit einem Stück Jugend – und gleichzeitig der Beweis, dass guter Rock auch nach über 50 Jahren nichts von seiner Anziehungskraft verloren hat.








































