Sommersound VS mit einer Jugendliebe: Warum Howard Carpendale seine Fans noch immer verzaubert

„Hello again“ – Howard Carpendale sorgt mit seinen Hits beim Sommersound VS für Begeisterung.
Marc Eich- Sommersound VS: Howard Carpendale begeistert rund 3700 Fans in Villingen-Schwenningen.
- Viele Besucher verbinden seine Lieder mit Jugend, erster Liebe und Urlaubserinnerungen.
- Langjährige Fans reisen zu Konzerten, nennen ihn ihren Jugendschwarm – teils seit 30 Jahren.
- Auf der Bühne deutet Carpendale an, weiter Musik machen zu wollen, trotz „Abschiedstournee“.
- KSV Tennenbronn übernimmt das Catering seit sechs Jahren und stellt bis zu 42 Helfer.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Deine Spuren im Sand“ – ganz klar, da muss Vera Rapp aus St. Georgen-Stockburg gar nicht lange überlegen. Es ist der Song, den sie für alle Zeiten mit Howard Carpendale verbindet. „Er ist meine Jugendliebe, könnte man sagen“, lacht die Frau. Freudestrahlend setzen sie und ihre Freundin Erika Wohlgemuth sich auf die guten Plätze, die sie gerade ergattert haben. „Jung, verliebt, happy“ – das sei sie damals gewesen, erzählt Vera Rapp und erinnert sich an die Zeit, als sie die Musik von Howard Carpendale zum ersten Mal hörte, im Alter von 18 Jahren, damals im Urlaub in St. Raphael in Südfrankreich. „Die Lieder, die er singt, erinnern mich an meine Jugend“, sagt sie beseelt und kann es kaum erwarten, dass das Konzert beginnt. Und kein Zweifel, so geht es an diesem Abend sehr vielen Howard-Fans, die das Gelände beim Druckzentrum bevölkern.
Unter ihnen: Doris Scherer und Sigrun Müller aus Worblingen und aus Gottmadingen im Kreis Konstanz. Die beiden Schwestern sind, so sagen es ihre Freundinnen, die auch dabei sind, „Hardcore“-Howard-Carpendale- Fans. „Seit 30 Jahren“, sagen sie selbst, besuchen sie Konzerte, mal in München, mal in Stuttgart, demnächst im Allgäu. „Er ist einfach toll, und er hat sich gut gehalten“, meinen sie voller Überzeugung. Und auch ein Freundeskreis aus St. Georgen und VS-Pfaffenweiler ist voller Vorfreude. Hier sind die Frauen in der Überzahl, aber auch zwei Männer sind dabei. Einer von ihnen: Thomas Längin. „Es war die Idee meiner Frau – aber mein Widerstand war nicht besonders groß“, sagt er lachend, „es ist sicherlich die Musik aus meiner Zeit“.
Ähnlich geht es Gertrud Doser aus Brigachtal. Sie ist seit den 1970er-Jahren großer Howard-Carpendale-Fan. „Ich bin quasi mit ihm aufgewachsen. Er war so etwas wie mein Jugendschwarm“, erzählt sie. Damals habe sie jede Menge Bravo-Magazine gesammelt. „Es gab eine Reihe, bei der in jeder Ausgabe ein Teil eines Posters von Howard enthalten war. Nach zehn oder 20 Ausgaben hatte man ihn dann in Lebensgröße. Das war schon toll“, schwärmt sie.
Ein Jugendschwarm in Lebensgröße
Mit dem Konzert geht für sie ein Traum in Erfüllung. Die Eintrittskarte hat sie zum Geburtstag geschenkt bekommen. „Gerade auf seiner Abschiedstournee ihn noch einmal live zu sehen, ist schon ein Highlight.“ Ob es tatsächlich seine Abschiedstournee ist, sollte sich später allerdings noch klären. Auf der Bühne lässt Carpendale jedenfalls durchblicken, dass er noch viele weitere Jahre Musik machen möchte.
Doch bevor der Sänger überhaupt vor seine Fans tritt, hat hinter den Kulissen längst ein eingespieltes Team alle Hände voll zu tun. Bereits seit sechs Jahren übernimmt der KSV Tennenbronn beim SommerSound VS das Catering und versorgt die Besucher mit Bier, Wasser und Softdrinks. „Es macht uns einfach unglaublich viel Spaß hier“, erzählt Raphael Moosmann, Vorsitzender des Fördervereins des KSV Tennenbronn. Die Konzerte seien für die Vereinsmitglieder jedes Jahr ein Highlight. Deshalb falle es auch überhaupt nicht schwer, genügend Helfer zu finden. „Am Freitag waren wir mit 42 Leuten im Einsatz, heute sind es 38.“ Besonders stressig werde es kurz vor dem Konzert und später bei der Pfandrückgabe. Während Howard Carpendale auf der Bühne steht, können die Helfer dagegen zumindest zeitweise selbst die Musik genießen. So sind sie nicht nur für die Versorgung der rund 3700 Besucher verantwortlich, sondern bekommen neben ihrer Arbeit auch noch ein wenig vom Konzert der Schlagerlegende mit.





































