Jubiläum in Bad Dürrheim: 50 Jahre Klinik Limberger – und los ging einst alles mit einer Pension

Das Therapieteam der Klinik Limberger steht den Patientinnen und Patienten natürlich auch im Jubiläumsjahr entsprechend tatkräftig zur Seite.
Klinik LimbergerDie Klinik Limberger feiert Jubiläum. Seit der Eröffnung im Januar 1976 am südlichen Stadtrand von Bad Dürrheim begleitet sie Patientinnen und Patienten auf ihrem Weg zurück in ein aktives, selbstbestimmtes Leben.
Die Wurzeln der Familie Limberger reichen bis ins Jahr 1851 zurück, wie aus einer Mittelung des Familienunternehmens hervorgeht. Aus einer Brauerei entstand demnach im Stadtzentrum in den Friedenstraße ein Restaurant mit Pension, die über Generationen hinweg Kurgäste beherbergte.
Vielen Bad Dürrheimerinnern und Bad Dürrheimern ist das Haus Limberger als geselliger Treffpunkt bis heute in Erinnerung. Insbesondere der markante „Milchpilz“ der 50er-Jahre erfreute sich großer Beliebtheit.
Ein mutiger Schritt
Ende der 60er-Jahre wagte die Generation rund um Johann Limberger und seine Frau Anita sowie die Geschwister Alois und Cäcilia Limberger einen mutigen Schritt: Mit dem Neubau der damaligen „Kurklinik Limberger“ und deren Eröffnung im Januar 1976 läuteten sie eine Ära ein: medizinische Versorgung und Unterbringung wurden unter einem Dach vereint.
In der Klinik blieb man zunächst dem treu, was schon in der Friedenstraße begonnen wurde, nämlich der Versorgung von Kriegsopfern des Zweiten Weltkriegs. In der Folge wurden vermehrt Landwirte und Angehörige der Bundeswehr in der Klinik betreut, die hauptsächlich wegen Atemwegserkrankungen und orthopädischen Leiden zur Behandlung in die Klinik kamen.

Geschäftsführer Joachim Limberger strahlt: Seit fünf Jahrzehnten gibt es die Klinik – und das wird nun gefeiert.
Foto: Achim Mueller FotodesignIn den 90er-Jahren setzte ein großer Wandel im Rehabilitationsmarkt ein. In den Vordergrund rückte immer mehr die Behandlung von Patientinnen und Patienten, die sich zuvor einem Eingriff in einer Akutklinik unterzogen haben; die Idee der Anschlussrehabilitation war auf dem Vormarsch.
Dank des damaligen Chefarztes Gerhard Schlenker wurde eine orthopädische Abteilung in der Klinik aufgebaut, die sich der Rehabilitation nach Hüft-, Knie- und Wirbelsäulenoperationen annahm.
Ab 2005 übernahm Herbert Wölfl die Leitung der orthopädischen Abteilung. Zwischenzeitlich übernahmen Andreas Limberger mit seiner Frau Ingrid in den Jahren 1990 bis 1997 Aufgaben im Bereich der Geschäftsleitung, bevor Joachim Limberger und seine Frau Alexandra ab dem Jahr 1998 in die Klinik nachrückten.
Trend zur Anschlussreha
Der Trend zur Anschlussrehabilitation setzte sich auch immer mehr im Bereich der Behandlung von pneumologischen Patienten durch. So konnte die Klinik in den 2010er-Jahren in Kooperation mit dem Schwarzwald-Baar-Klinikum und dessen Leiter der pneumologischen Abteilung, Hinrich Bremer, eine Abteilung für pneumologische Anschlussrehabilitation aufbauen und erfolgreich führen.
Ein entscheidender Schritt erfolgte 2021: Seither konzentriert sich die Klinik ausschließlich auf orthopädische Erkrankungen. Der Großteil der Patientinnen und Patienten kommt zur Anschlussrehabilitation nach Operationen, ergänzt durch konservative Heilverfahren.

Am Sonntag, 28. Juni, öffnet die Klinik anlässlich des Jubiläums ihre Türen.
Foto: Klinik LimbergerMit 115 stationären Betten und ambulanten Therapieplätzen wird dem steigenden Bedarf Rechnung getragen.
Die Klinik hat in den letzten Jahren die Planungen für eine umfassende Erweiterung durch einen Neubau vorangetrieben. Die baurechtlichen Voraussetzungen sind nach einer langen Planungsphase, die im Jahr 2017 begann, seit Ende 2024 gegeben.
In dieser Zeit habe sich das Umfeld für Investitionen enorm verändert, teilt die Klinikleitung weiter mit. Deshalb werde derzeit intensiv an dem weiteren Konzept für die Weiterentwicklung der Klinik gearbeitet, das den aktuellen Rahmenbedingungen gerecht werde.
Neue Chefärztin seit März
Im März 2026 hat Chefärztin Sylvia Herbort die medizinische Verantwortung der Klinik übernommen und damit die Nachfolge von Herbert Wölfl angetreten. In der Klinik können Patienten aller gesetzlichen Krankenkassen, der Bundeswehr, der Beihilfe und Privatpatienten behandelt werden.
Seit 2021 werden auch Versicherte der Deutschen Rentenversicherung behandelt. Im Rahmen der medizinisch-beruflich orientierten Rehabilitation steht die Wiederherstellung der Arbeitsfähigkeit im Mittelpunkt. Ziel ist es, gesundheitliche Einschränkungen gezielt zu überwinden, die Teilhabe am Arbeitsleben zu sichern und einer frühzeitigen Verrentung vorzubeugen, wie es weiter in der Mitteilung der Klinik heißt.
Das Programm am Tag der offenen Tür
Führungen und Mitmachangebote
Aus Anlass des Jubiläums wird in der Klinik Limberger gefeiert. Am 28. Juni gibt es von 11 Uhr bis 17 Uhr einen Tag der offenen Tür in der Klinik. Aller Interessierten haben die Gelegenheit, sich rund um die Rehabilitation zu informieren. Ganztägig werden Führungen durch die Klinik angeboten und es gibt Mitmach-Programme im Bereich der Therapie. Vorträge
Ärzte, Therapeuten, Sozialarbeiter und Psychologen haben zudem ein umfangreiches Vortragsprogramm vorbereitet. Daneben stellen sich etliche Partner der Klinik mit Informationsständen vor.
Verpflegung und Musik
Für das leibliche Wohl ist auch gesorgt. Auf der Terrasse der Klinik wird ein großes Grillbuffet aufgebaut und die Hobby-Krainer sollen für Stimmung sorgen. Alle Informationen zum Tag der offenen Tür gibt es im Internet unter tdot.klinik-limberger.de