Beitrag zum Erhalt von Streuobstwiesen
: Bad Dürrheimer produziert mehr als 80.000 Flaschen aus Streuobst

Rund 8000 Euro aus dem Verkauf des Streuobstschätzles gehen pro Jahr an den Naturschutz in die Region.
Von
red/sb
Bad Dürrheim
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Mit einem Lächeln und Daumen hoch präsentiert Linienführer Kevin Justus das Kostbare Schätzle an der Abfüllanlage. Mehr als 80.000 Flaschen der naturtrüben Streuobstschorle sind in diesem Jahr bei Bad Dürrheimer abgefüllt worden – ein Ergebnis, über das sich das Team freuen kann.

Mit einem Lächeln und Daumen hoch präsentiert Linienführer Kevin Justus das Kostbare Schätzle an der Abfüllanlage. Mehr als 80.000 Flaschen der naturtrüben Streuobstschorle sind in diesem Jahr bei Bad Dürrheimer abgefüllt worden – ein Ergebnis, über das sich das Team freuen kann.

Bad Dürrheimer Mineralbrunnen
  • Bad Dürrheimer füllt dieses Jahr über 80.000 Flaschen Streuobstschorle ab – Verkauf ab 2. November.
  • Zehn Cent pro Flasche fließen in Naturschutzprojekte, rund 8000 Euro sind möglich.
  • 32 Lieferantinnen und Lieferanten brachten über den Maschinenring mehr als 26 Tonnen Äpfel.
  • Ankaufspreis liegt bei 25 Euro pro 100 Kilogramm und damit über vielen Vergleichspreisen.
  • Äpfel stammen aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis, Projekt läuft seit sieben Jahren mit LEV-Unterstützung.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Mehr als 80.000 Flaschen Kostbares Schätzle sind abgefüllt und stehen für den Verkauf bereit. Die naturtrübe Apfelschorle wird aus Streuobstäpfeln aus der Region hergestellt. Am 2. November beginnt der Verkauf an den Handel.

32 Lieferantinnen und Lieferanten aus 23 Gemeinden haben in diesem Jahr mehr als 26 Tonnen Äpfel beim Maschinenring in Donaueschingen abgegeben. Darunter waren Landwirte und Streuobstwiesenbesitzer ebenso wie Vereine, Schulen und Kindergärten. Bad Dürrheimer vergütete die Äpfel erneut mit 25 Euro pro Doppelzentner, also pro 100 Kilogramm. Damit liegt der Ankaufspreis deutlich über vielen aktuell veröffentlichten Annahmepreisen von 15 bis 17 Euro.

Einzelne Vergleichspreise erreichen 20 Euro; die Vergütung von Bad Dürrheimer liegt damit auch darüber. So setzt das Projekt einen zusätzlichen Anreiz, Streuobstwiesen zu beernten und weiter zu bewirtschaften. Die Äpfel stammen ausschließlich aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis und den unmittelbar angrenzenden Gemeinden.

Der heiße Sommer hat sich auch an den Äpfeln gezeigt: Sie sind in diesem Jahr kleiner ausgefallen. Wie bei einem Naturprodukt üblich, kann der Geschmack von Apfelsaft und damit auch der Schorle von Ernte zu Ernte variieren. Wie sich die Witterung dieses Sommers im Schätzle bemerkbar macht, können die Kundinnen und Kunden beim Probieren selbst herausfinden.

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Seit sieben Jahren Streuobstschätzle

Seit nunmehr sieben Jahren bringt Bad Dürrheimer Mineralbrunnen das Schätzle aus Streuobstäpfel aus der Region in die Flasche. Unterstützt wird das Projekt vom Landschaftserhaltungsverband Schwarzwald-Baar-Kreis. Er wählt die geeigneten Streuobstwiesen nach fachlichen Kriterien und unter Berücksichtigung von Naturschutzstandards aus.

Streuobstwiesen sind mehr als Obstbäume auf einer Wiese, so die Mitteilung des Mineralbrunnens. Ihre ökologische Qualität entsteht durch das Zusammenspiel aus locker stehenden, hochstämmigen Bäumen und dem Grünland darunter. Alte Bäume bieten mit ihren Höhlen und knorrigen Strukturen Nist- und Rückzugsplätze. Blüten und Früchte dienen vielen Insekten als Nahrung; eine extensiv gepflegte, blütenreiche Wiese ergänzt das Angebot für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Artenreiche Lebensräume

„Streuobstwiesen gehören zu den artenreichsten Lebensräumen unserer Kulturlandschaft. Hier finden beispielsweise Höhlenbrüter in alten Bäumen und Insekten auf den blütenreichen Wiesen geeignete Lebensbedingungen. Damit diese Vielfalt erhalten bleibt, müssen die Flächen gepflegt und weiter bewirtschaftet werden“, sagt Stefan Walther, Geschäftsführer des Landschaftserhaltungsverbands Schwarzwald-Baar-Kreis.

Regelmäßige Mahd oder Beweidung hält die Wiesen offen; der Erhalt alter Bäume und eine passende Baumpflege sichern wichtige Strukturen. Werden Streuobstwiesen aufgegeben, können sie verbuschen und typische Arten der offenen und halboffenen Landschaft ihren Lebensraum verlieren.

Zehn Cent pro Flasche gehen in Naturschutzprojekte

Für jede verkaufte Flasche Streuobst Schätzle stellt Bad Dürrheimer zehn Cent für den Naturschutz bereit. Das Geld fließt direkt in Maßnahmen für Streuobstwiesen und weitere Naturschutzprojekte, besonders in den Erhalt gesunder Böden. Bei vollständigem Verkauf der gesamten Abfüllung kommen aus der diesjährigen Aktion mehr als 8000 Euro zusammen. Mit dem diesjährigen Verkauf summieren sich die Spenden aus sieben Projektjahren auf rund 56.000 Euro.

„Kostbar ist an unserem Schätzle mehr als der Genuss in der Flasche: Die Äpfel stammen von den Streuobstwiesen unserer Heimat, und mit jeder verkauften Flasche unterstützen wir den Naturschutz vor Ort. Das macht das Schätzle für uns zu etwas ganz Besonderem“, sagt Alexander Ruf, Geschäftsführer von Bad Dürrheimer.

Maschinenring übernimmt Annahme der Äpfel

Intakte Böden können Wasser aufnehmen, speichern und filtern. Das unterstützt die Grundwasserneubildung und trägt dazu bei, Wasserressourcen zu schützen. Für Bad Dürrheimer als Mineralbrunnen ist Bodenschutz deshalb auch mit einem eigenen Interesse verbunden: Die langfristige Sicherung der Wasserqualität beginnt mit dem Schutz der natürlichen Grundlagen.

Der Maschinenring Schwarzwald-Baar übernahm auch in diesem Jahr die Annahme der Äpfel in Donaueschingen. Von dort wurde das Obst zur Bodensee-Kelterei Widemann gebracht. „Streuobstwiesen sind ein prägender Teil unserer Kulturlandschaft. Damit die Äpfel nicht ungenutzt bleiben, braucht es eine verlässliche Annahmestelle und eine organisierte Weiterverarbeitung. Mit der Obstannahme in Donaueschingen leisten wir unseren Beitrag dazu, das Streuobst aus der Region zusammenzuführen und seine Nutzung zu ermöglichen“, sagt Rainer Hall, Geschäftsführer des Maschinenrings Schwarzwald-Baar.

Widemann am Bodensee presst Saft

In der Bodensee-Kelterei Widemann wurde das Obst gepresst und der Saft für die Produktion bei Bad Dürrheimer vorbereitet. „Das Pressen vor Ort ist leider nicht möglich. Die Mengen sind so groß, dass wir dafür zu viel Lagerkapazität bei regionalen Mostereien binden würden“, erklärt Alexander Ruf. „Mit der Bodensee-Kelterei Widemann haben wir in den vergangenen Jahren gute Erfahrungen gemacht. Auch für sie ist das Projekt von besonderer Bedeutung – und sie ist jedes Jahr gerne wieder dabei.“