St. Georgener Stadtentwicklung
: Viele Projekte in den letzten zehn Jahren umgesetzt

Bürgermeister Michael Rieger ist stolz auf das, was in den letzten zehn Jahren in St. Georgen umgesetzt wurde. Und auch künftig will er nicht locker lassen.
Von
Stephan Hübner
Oberndorf
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Auf dem Roßberg ersetzte, auch durch Unterstützung der Stadt St. Georgen, ein Kunstrasen den alten Hartplatz.

Stadtverwaltung St. Georgen

Freiwilligkeitsleistungen verschlangen in den letzten zehn Jahren viel Geld. Bürgermeister Michael Rieger nennt beispielsweise die Kunstrasenplätze in Peterzell und auf dem Roßberg, die aber auch 180 000 und 200 000 Euro kosteten. Damit seien jahrzehntelange Wünsche erfüllt worden, wobei auch die Vereine ihre Lasten getragen hätten.

Eine Riesenmaßnahme war die Hallenbadsanierung von 2015 bis 2016, die nötig war, weil es seitens der Aufsichtsbehörden klare Aussagen zu mangelnder Wasserqualität gab. Genutzt wurden dafür Gelder, die eigentlich für die Rathaus-Sanierung angespart worden waren.

Rieger erinnert an Schwierigkeiten wie die Insolvenz der Firma, welche die Glasscheiben liefern sollte oder Kinderkrankheiten, die man aber gut ausgemerzt habe. Er ist froh, das gemacht zu haben, heute würde es statt 7,5 bis 8 Millionen Euro wohl das Doppelte kosten. Das Bad sei sehr schön geworden und man habe tolles Personal.

Rieger weist aber darauf hin, dass der Betrieb die Stadt jährlich mindestens 600 000 Euro kostet. Auch wenn es sich um eine Freiwilligkeitsleistung handelt, sieht er deren Bedeutung – zumal immer mehr Bäder in der Region schließen.

Für 7,5 bis acht Millionen Euro wurde das Hallenbad umfassend saniert.

Foto: Stephan Hübner

Wichtig war in diesem Zusammenhang die Aktion der Feuerwehr, vor einer Reinigung im Sommer 700 000 Liter Wasser in Hochbehälter zu pumpen. Das Wasser wurde zwei Jahre lang genutzt, um vom Bauhof gepflegte Pflanzen zu gießen. Geprüft worden war auch eine Zisterne beim Hartplatz, die aber mehrere 100 000 Euro gekostet hätte.

Sanierung der Minigolfanlage

Etwas ganz Besonderes war für Rieger die als Bürgeraktion angelegte Sanierung der „ziemlich kaputten“ Minigolfanlage. Jede Menge Leute hätten geholfen, auch hätten sich 18 Sponsoren beteiligt. „Das war ein unglaublich schönes Projekt.“

Ein Bürgerprojekt war die Erneuerung der Minigolfbahnen im St. Georgen Stadtgarten.

Foto: Stephan Hübner

Reagieren musste die Stadt beim Klosterweiher, nicht nur bezüglich der Entschlammung, die vor allem aufgrund des Granatenfunds stark verzögert wurde. Schon ein paar Jahre zurück liegt die Stilllegung des alten Kinderplanschbeckens, das „eine Keimschleuder im Quadrat“ war und vom Gesundheitsamt kritisch gesehen wurde. Im Gemeinderat entstand so die Idee, einen Teil des Weihers als Kinderbereich abzugrenzen. Das sei wirklich klasse geworden.

Die Fernsteuerung des Schlamm-Absaugungsgerät war wegen Granatenfunden im Weiher nötig. (Archivfoto)

Foto: Stephan Hübner

Bereits 2012 führte St. Georgen als erste Stadt in der Region einen Jugendgemeinderat ein, rief zudem die Bürgerstiftung ins Leben, die heute mit 1,8 Millionen Euro „eine richtig gute Summe“ zusammenhat und für die Stadt ein riesiger Mehrwert sei.

Viele der Maßnahmen der letzten zehn Jahre waren Teil des Stadtentwicklungskonzepts, von dem heute die Hälfte abgearbeitet ist. Was Gemeinderat und Verwaltung in dieser Zeit hinbekommen hätten, sei schon einmalig, lobt Rieger. Grundlagen dafür geschaffen habe aber sein Vorgänger, der sich zum Beispiel um die Wasserversorgung oder den für die Stadtentwicklung sehr wichtigen Neubau des Edeka gekümmert habe.

Rieger beklagt Mentalitätswandel

Rieger beklagt aber einen Mentalitätswandel. Klar sei, dass bei jeder Maßnahme jemand betroffen sei oder sich beeinträchtigt fühle. Da immer an ein Morgen zu glauben, sei nicht selbstverständlich. Aber: „In welcher Stadt der Region wurde in den letzten Jahren so viel umgesetzt?“

Die Frage sei, wie lange man das Pensum noch schaffe, mit der Sanierung all der Einrichtungen, die in den 70er-Jahren entstanden.

Für jedes Projekt brauche es viel Vorbereitung, auch für die Suche nach Fördermitteln. Aber man lasse nicht locker, verspricht Rieger.

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