Kriminalität in Triberg
: Straftaten sinken erneut deutlich

Polizeihauptkommissar Marcus Weis stellte dem Triberger Gemeinderat eine insgesamt positive Bilanz vor. Zugleich verwies er auf steigende Zahlen bei Sexualdelikten und der Gewaltkriminalität.
Von
Hans-Jürgen Kommert
Triberg
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Gestelltes Symbolbild Einbruch: ARCHIV - 28.08.2020, Baden-Württemberg, Freiburg: Ein Mann mimt einen Einbrecher und benutzt ein Brecheisen, um eine gekippte Terrassentür aufzuhebeln. (zu dpa: «Neunjähriger Bub überrascht Einbrecher im Elternhaus») Foto: Philipp von Ditfurth/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Verbrecher haben in Triberg wenig Chancen, unerkannt zu bleiben: Die Aufklärungsquote bei den Straftaten lag bei 73 Prozent.

Philipp von Ditfurth/dpa
  • Polizeistatistik für Triberg: Straftaten sanken von 217 auf 191, Aufklärungsquote fast 73 Prozent.
  • Sexualdelikte stiegen auf hohes Niveau, besonders bei Verbreitung pornografischer Schriften.
  • Internetbetrug ging zurück, Diebstähle nahmen ab – erschwerte Diebstähle leicht erhöht.
  • Gewaltkriminalität nahm zu, drei Fälle von Gewalt gegen Polizeibeamte wurden erfasst.
  • Verkehrsunfälle sanken von 58 auf 41, es gab drei Schwer- und 14 Leichtverletzte, keinen Todesfall.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Polizeistatistik des Jahres 2025 stellte Polizeihauptkommissar Marcus Weis, kommissarischer Postenführer in Triberg, dem Gemeinderat vor. Die Fallzahlen seien bei gestiegenen Besucher- und Einwohnerzahlen erneut deutlich gesunken, daher könne man sich auch in der Wasserfallstadt sicher fühlen, so der Polizeibeamte.

Die Statistik selbst stellte er nicht mit den bekannten „Häufigkeitszahlen“, sondern tatsächlichen Fallzahlen vor. In der Wasserfallstadt seien, nach deutlicher Abnahme im Jahr 2024, die Straftaten erneut gesunken – von 217 auf 191; aufgeklärt wurden 139, das entspricht einer Aufklärungsquote von fast 73 Prozent.

„Verbrechen gegen das Leben“ verzeichnete man wie in den Vorjahren keine, allerdings sei die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung auf ein sehr hohes Niveau gestiegen, vor allem im Bereich „Verbreitung pornografischer Schriften“. (Internet-)Betrug sei zwar nach wie vor ein Problem, doch tatsächlich rückläufig. Gewalt gegen Polizeibeamte konnte in drei Fällen festgestellt werden – wobei auch der Widerstand gegen eine Festnahme gewertet wird“, relativierte Weis.

Keine Bedrohung von Rettungskräften

Auf Nachfrage von Mike Mauscherning, SPD, konnte Weis Gewalt oder Bedrohung von Rettungskräften ausschließen. Die Zahl der Diebstähle ging recht deutlich zurück – vor allem waren es Ladendiebstähle, allerdings stieg die Zahl der „Diebstähle unter erschwerten Bedingungen“, also Automatenaufbrüche mit Werkzeug oder anderen Methoden, leicht an, die Vermögens- und Fälschungsdelikte dagegen fielen mit 32 Fällen auf den niedrigsten Wert der vergangenen Jahre. Wohnungseinbrüche hatte man zwei zu vermelden, dazu einen Tages-Wohnungseinbruch.

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Polizeihauptkommissar Marcus Weis gibt Entwarnung. In Triberg stellte er die Kriminalstatistik des Jahres 2025 vor – mit erfreulich guten Zahlen

Polizeihauptkommissar Marcus Weis gibt Entwarnung. In Triberg stellte er die Kriminalstatistik des Jahres 2025 vor – mit erfreulich guten Zahlen.

Hans-Jür‚gen Komm‘ert

Die Rauschgiftdelikte liegen bei vier – nach Legalisierung des Cannabiskonsums. Die Gewaltkriminalität stieg erneut relativ stark an. 84 männliche und 20 weibliche Tatverdächtige konnten ermittelt werden, acht Verdächtige waren jünger als 21 Jahre, sechs jünger als 18 Jahre. Es konnten diesmal nur zwei nicht strafmündige Kinder unter 14 Jahren als Täter ermittelt werden.50 Tatverdächtige waren Ausländer, vier davon sind Flüchtlinge oder Asylbewerber.

Bei den Verkehrsunfällen registrierte man einen Rückgang von 58 auf 41. Dabei gab es drei Schwer- und 14 Leichtverletzte, es gab jedoch erneut keinen Todesfall. Insgesamt könne man mit der Kriminalität im Ort leben, denn alles in allem sei Triberg eine erstaunlich ruhige Stadt bei all dem Trubel. Weis dankte der Stadt für die gute Zusammenarbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich dies fortsetze.

Extremer Verkehrslärm in der Nacht

Ute Meier, SPD, stellte fest, dass sich bei der Jugend die Arbeit von Christina Schultzke sehr positiv bemerkbar mache. Schockierend sei noch immer die Zahl der Sexualstraftaten. Problematisch sei – vor allem abends und nachts – der extreme Verkehrslärm, den sowohl Meier, als auch Lothar Hoch, CDU, oder Michael Hummel von den Freien Wählern anprangerten. Fraktionskollegin Sandra Sieber fragte nach Möglichkeiten zu mehr Polizeipräsenz. Hoch regte Lärmmessungen an – was aber laut Weis nicht einfach sei.

Beate Adam, CDU, fragte an, wie das mit den so genannten Schockanrufen sei – ob das hier auch vorkomme. Das komme tatsächlich auch in der Raumschaft vor, ein schwieriges Thema, wie der Polizist eingestand. Dazu werde es im Oktober eine Info-Veranstaltung geben, versprach Bürgermeister Sven Ketterer. „Wir können bei der Kontaktaufnahme Hilfestellung bieten“, versprach Dorer. Insgesamt aber, so freute sich der Bürgermeister, könne man sich in Triberg sicher fühlen.