Kriminalstatistik Triberg: In der Wasserfallstadt lebt es sich sicher

Polizeihauptkommissar Markus Dorer gibt Entwarnung. In Triberg stellte er die Kriminalstatistik des Jahres 2024 vor – mit erfreulich guten Zahlen
Hans-Jürgen KommertDie Fallzahlen seien bei gestiegenen Besucher- und Einwohnerzahlen erfreulicherweise recht deutlich gesunken, daher könne man sich auch in der Wasserfallstadt sicher fühlen, so Dorer.
In Triberg seien, nach deutlicher Zunahme im Jahr 2023, die Straftaten wieder auf nunmehr 217 zurück gegangen; aufgeklärt wurden 164, eine Aufklärungsquote von fast 76 Prozent.
Sexuelle Straftaten auf hohem Niveau
„Verbrechen gegen das Leben“ verzeichnete man wie in den Vorjahren keine, allerdings sei die Zahl der Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung auf hohem Niveau geblieben, deutlich gestiegen sei auch die Verbreitung pornografischer Schriften. (Internet-)Betrug ist nach wie vor ein Problem.
Gewalt gegen Polizeibeamte konnte in zwei Fällen festgestellt werden. Die Zahl der Diebstähle war leicht rückläufig – vor allem waren es Ladendiebstähle, allerdings ging die Zahl der „Diebstähle unter erschwerten Bedingungen“, also Automatenaufbrüche mit Werkzeug oder anderen Methoden, auf sechs zurück, die Vermögens- und Fälschungsdelikte dagegen stiegen wieder an. Wohnungseinbrüche hatte man zwei zu vermelden. Die Rauschgiftdelikte liegen bei fünf, die der Gewaltkriminalität stieg relativ stark an.
Drei Tatverdächtige sind unter 14 Jahre alt
136 männliche und 26 weibliche Tatverdächtige konnten ermittelt werden, die größte Gruppe (89) waren erwachsene Männer. 31 Verdächtige waren jünger als 21 Jahre, zehn jünger als 18. Es konnten diesmal nur drei nicht strafmündige Kinder unter 14 Jahren als Täter ermittelt werden. 61 Tatverdächtige waren Ausländer, 20 davon sind Asylberechtigte oder Asylbewerber.
Bei den Verkehrsunfällen registrierte man einen Rückgang von 58. Dabei gab es zwei Schwer- und acht Leichtverletzte, also einen deutlichen Rückgang, es gab keinen Todesfall.
Insgesamt könne man mit der Kriminalität im Ort leben, alles in allem sei Triberg eine erstaunlich ruhige Stadt bei all dem Trubel. Er dankte der Stadt für die gute Zusammenarbeit und gab der Hoffnung Ausdruck, dass sich dies fortsetze.
Rassistisch motivierte Straftaten konnten nicht festgestellt werden, wie er auf Nachfrage von Mike Mauscherning (SPD) darstellte.
Erfreulich hoch sei die Aufklärungsquote bei Cyberkriminalität, stellte Sandra Sieber (FWV) fest – „macht das eine Sondereinheit?“, wollte sie wissen. In aller Regel werde das tatsächlich von den Beamten des Postens verfolgt, erfuhr sie von Dorer.
Schockanrufe auch in der Raumschaft Triberg
Beate Adam (CDU) fragte an, wie das mit den so genannten Schockanrufen sei – ob das hier auch vorkomme. Das komme tatsächlich auch in der Raumschaft Triberg vor, ein schwieriges Thema, wie der Polizist eingestand. Ute Meier (SPD) schlug vor, dazu einen Info-Nachmittag durchzuführen. „Wir können bei der Kontaktaufnahme Hilfestellung bieten“, versprach Dorer.
Insgesamt aber, so verdeutlichte Bürgermeister Gallus Strobel abschließend, könne man sich in der Wasserfallstadt sicher fühlen.