Treffen mit SPD-Bundestagsabgeordneten
: Stehen Fördermillionen auf der Kippe?

Ob Dorfentwicklung, Tourismus oder regionale Projekte – viele Vorhaben im Mittleren Schwarzwald wären ohne LEADER nicht möglich.
Von
red/pm
Schiltach/Gutach
Jetzt in der App anhören
v.l.n.r. Siegfried Eckert, Margit Langer, Derya Türk-Nachbaur, Henry Heller, Julia Kiefer

Von links: Siegfried Eckert, Margit Langer, Derya Türk-Nachbaur, Henry Heller und Julia Kiefer

Wahlkreisbüro
  • LEADER-Zukunft im Fokus: Treffen mit SPD-Abgeordneter Derya Türk-Nachbaur in Gutach.
  • Region fordert Planungssicherheit ab 2028 – Anlass sind EU-Vorschläge zum Finanzrahmen.
  • Henry Heller und Julia Kiefer betonen Nutzen: Zusammenhalt, Mittelstand, Wertschöpfung, Nachhaltigkeit.
  • Bürgermeister Siegfried Eckert und Margit Langer klagen über Bürokratie und Finanzunsicherheit.
  • Forderungen: Mindestbudget, mindestens 60 % EU-Kofinanzierung, langfristige Sicherheit, mehr regionale Kompetenz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Zukunft des europäischen Förderprogramms LEADER beschäftigt auch den Mittleren Schwarzwald. Vertreter der LEADER-Region nutzten jetzt ein Treffen mit der SPD-Bundestagsabgeordneten Derya Türk-Nachbaur im Schwarzwälder Freilichtmuseum Vogtsbauernhof, um für verlässliche Rahmenbedingungen und eine langfristige Finanzierung über das Jahr 2027 hinaus zu werben.

Im Mittelpunkt des Austauschs stand die Frage, wie das Programm ab 2028 fortgeführt werden soll. Hintergrund sind die aktuellen Vorschläge der EU-Kommission zum nächsten Mehrjährigen Finanzrahmen. Die Verantwortlichen der LEADER-Region sehen darin die Chance, zugleich aber auch die Notwendigkeit, frühzeitig für Planungssicherheit zu sorgen.

Henry Heller, Vorsitzender des Vereins Regionalentwicklung Mittlerer Schwarzwald, und Geschäftsführerin Julia Kiefer betonten die große Bedeutung des Förderprogramms für den ländlichen Raum. Seit 2008 seien im Mittleren Schwarzwald zahlreiche Projekte mit Unterstützung von LEADER umgesetzt worden. Das Programm stärke den gesellschaftlichen Zusammenhalt, unterstütze den Mittelstand, fördere regionale Wertschöpfung und leiste einen wichtigen Beitrag zu nachhaltiger Entwicklung.

Herausforderungen

Auch Gutachs Bürgermeister Siegfried Eckert und Vogtsbauernhof-Geschäftsführerin Margit Langer schilderten die Sicht der Kommunen. Anhand bereits realisierter und geplanter Projekte machten sie deutlich, wie wichtig LEADER für die Entwicklung der Region sei. Gleichzeitig verwiesen sie auf wachsende Herausforderungen durch bürokratische Vorgaben, steigende Anforderungen und Unsicherheiten bei der Finanzierung.

Der Rottweiler mit Biss
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus Rottweil und Umgebung Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Planungssicherheit

Die Vertreter der LEADER-Region baten die Bundestagsabgeordnete deshalb, sich für die zentralen Forderungen der 20 baden-württembergischen LEADER-Regionen einzusetzen. Dazu gehören ein garantiertes Mindestbudget, eine EU-Kofinanzierung von mindestens 60 Prozent, langfristige Planungssicherheit sowie eine Stärkung der regionalen Entscheidungskompetenz.

Derya Türk-Nachbaur sagte laut Mitteilung zu, diese Anliegen sowohl im Bundestag als auch gegenüber den zuständigen Stellen auf europäischer Ebene zu vertreten. Gemeinsames Ziel sei es, rechtzeitig verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen für die kommende Förderperiode zu schaffen, damit LEADER auch künftig wichtige Impulse für die Entwicklung der ländlichen Räume geben könne.