Bilder aus Rottweil
: Großes Denkmalfest lockt tausende Besucher an

Gäste aus nah und fern ließen sich am Samstagabend bei der „Nacht des offenen Denkmals“ begeistern, aber es gibt auch Kritik. Und am Sonntag warteten nur wenige Angebote.
Von
Stefanie Siegmeier
Rottweil
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Bei der Nacht des offenen Denkmals in Rottweil gab es vielerorts Wartezeiten.

Bei der Nacht des offenen Denkmals in Rottweil gab es vielerorts Wartezeiten.

Siegmeier
  • Nacht des offenen Denkmals in Rottweil zog am Samstag tausende Besucher an.
  • Mehr als 30 Denkmäler und 90 Veranstaltungen – vielerorts lange Wartezeiten.
  • Kritik an starren Führungsterminen, teils zwei Stunden Anstehen am Schwarzen Tor.
  • Innenstadt stark belebt, Gastronomie ausgelastet, Essensstände positiv bewertet.
  • Am Sonntag öffneten nur wenige Orte – vor allem Museen –, was Enttäuschung auslöste.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die „Nacht des offenen Denkmals“ lockte am Samstagabend tausende Besucher nach Rottweil, und die Begeisterung war groß. Mehr als 30 Denkmäler öffneten ihre Pforten, insgesamt warteten 90 Veranstaltungen auf Publikum – und das kam in Scharen.

  • Das Interesse war groß bei der Nacht des offenen Denkmals.

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    Siegmeier
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Doch offenbar hatte mit solch einem großen Ansturm niemand gerechnet, denn an vielen Stationen gab es Wartezeiten. An manchen, beispielsweise am Schwarzen Tor, bis zu zwei Stunden. Nicht bei allen kam das gut an. Insgesamt gibt es für die Veranstaltung am Samstag aber Lob von vielen Seiten. Dass am „Tag des offenen Denkmals“ am Sonntag allerdings nur ein Bruchteil der Denkmäler die Türen geöffnet hatte, das stieß vielfach auf Kritik.

Gastronomie ist schwer beschäftigt

Der Samstagabend war zweifelsohne ein Abend der Superlative. Die Innenstadt war belebt, wie selten sonst zu dieser Zeit, und so mancher Gastronom war bis in die frühen Morgenstunden gut beschäftigt, war am Sonntag zu erfahren. Auch die „hervorragende Verteilung“ der Essensstände in der Fußgängerzone wurde vielfach gelobt.

Denn nicht nur das Denkmal-Publikum war am Samstagabend bei nahezu sommerlichen Temperaturen in der Innenstadt unterwegs, sondern auch die Läufer des Wandermarathons, die durch das Schwarze Tor den Zieleinlauf hatten, und die zahlreichen Fans, die sich versammelt hatten, sorgten für nahezu volles Haus in Rottweils guter Stube.

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Leuchtende Kegel wiesen den Denkmalbesuchern den Weg und zeigten auf, in wie vielen Gebäuden es etwas zu sehen gibt. Und überall war der Zuspruch enorm. Auch der Eiskeller und das alte Spital waren bestens frequentiert, ebenso alle anderen Locations, wie die Kirchen, das Rathaus. Auch die privaten Gebäude erhielten viel Zuspruch.

Kritik an starren Führungsterminen

Kritisiert wurden allerdings die starren Führungstermine, die sich zeitweise offenbar überschnitten und manchen Besuch dann unmöglich machten, da Interessierte vor verschlossenen Türen standen. „Schlecht organisiert“, war von Besucherseite enttäuscht und gleich mehrfach zu hören. Die Führenden in den unterschiedlichen Denkmälern hatten indes alle Hände voll zu tun, die Besuchermassen so gut es ging, in die Gebäude zu lassen.

Ruf und Schopper unterwegs

Oberbürgermeister Christian Ruf war mit Ministerin Theresa Schopper und Denkmalamtspräsident Claus Wolf ebenfalls unterwegs und zeigte so manches Denkmalhighlight. Im Alten Rathaus konnten sich die beiden, unter großem Publikumsinteresse – wann kann man so etwas schon mal miterleben – ins Goldene Buch der Stadt eintragen.

Auch dem Alten Spital statteten Schopper und Wolf einen Besuch ab und waren sichtlich angetan von der Großbaustelle für das Hotel, das hier im nächsten Jahr eröffnen soll. Hotelier und Eigentümer Martin Stockburger berichtete über die Baumaßnahme. In Sachen Denkmalschutz hatte Stockburger durchaus aber auch Kritik parat. Denn eigentlich hätte das Koncept-Hotel zur Fasnet 2027 eröffnen sollen – so war zumindest lange der Plan. Aufgrund vielfältiger „Denkmalschutz-Hausaufgaben“, wie Martin Stockburger hübsch formulierte, habe es allerdings eine Verzögerung der Eröffnung um drei Monate gegeben, was er sehr bedauerte.

Im Dominikanermuseum zogen vor allem, die bei der Predigerkirche gefundenen Epitaphsteine, das Interesse auf sich. Und auch in den Kirchen waren die Führungen mehr als gut besucht.

Blick ins Dienstzimmer

Bis in die Nacht hinein nutzten die Besucher auch die Möglichkeit, sich im Alten Rathaus ausführlich umzuschauen, den Ratssaal und das Dienstzimmer des Oberbürgermeisters intensiv anzuschauen, oder sich über die Pürschgerichtskarte zu informieren. Auf Begeisterung stießen auch die gewandeten Kurzführungen an verschiedenen Orten der Stadt.

Am Sonntag indes gab es dann so manches enttäuschte Gesicht, denn so mancher hatte gehofft, dass er die Locations, die er am Samstagabend hatte, nicht mehr anschauen könne, am Sonntag besuchen könne. Doch in der Innenstadt waren es lediglich die Museen, die bei freiem Eintritt einluden.

Alfons Bürk gibt Einblicke

Auf großes Interesse indes stießen die Führungen und der „Tag der offenen Tür“ am Graben 18 in Rottweil-Altstadt. Dort, wo jetzt Waldorfkindergarten und Waldorf-Krippe eine neue Heimat gefunden haben, führte Eigentümer und Architekt Alfons Bürk durch das liebevoll und mit großem Aufwand restaurierte Denkmal. Bauforscher Stefan King bot hier ebenfalls diverse Führungen an. Und bereits zur Eröffnung am Vormittag, die von einer Matinee mit Alice Fuder-Kopf und Robert Kopf musikalisch begleitet wurde, war das Interesse groß.

Insgesamt kam das Denkmalwochenende in Rottweil aber bestens an und der Wunsch nach weiterer Innenstadtbelegung dieser Art war groß.