Altes Spital in Rottweil: Einblicke in die Hotel-Baustelle und wann eröffnet werden soll

Die Besuchergruppe von CDU-Stadtratsfraktion und CDU-Stadtverband Rottweil schauen im Alten Spital genau hin.
Alexander Brede- Umbau des Alten Spitals in Rottweil schreitet voran – Führung zeigte den Baustand.
- Hotelier Martin Stockburger erläuterte Sanierung, Denkmalschutz und Planungen.
- Künftiges Hotel mit 45 Doppelzimmern und vier Einzelzimmern, Zimmer im 2. OG erkennbar.
- Restaurant ist im Erdgeschoss geplant, Gespräche mit Betreibern laufen bereits.
- Eröffnung: Hotel gegen Ende des ersten Quartals 2027, Restaurant im zweiten Quartal 2027.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Auf Einladung von Hotelier Martin Stockburger besuchten die CDU-Stadtratsfraktion sowie die Mitglieder des CDU-Stadtverbands Rottweil das Alte Spital. Bei einer ausführlichen Baustellenführung erhielten die Teilnehmer Einblicke in die Geschichte des denkmalgeschützten Gebäudes, die Herausforderungen der Sanierung und die Planungen für das künftige Hotel, heißt es in einer Mitteilung der Fraktion.
Die Begrüßung erfolgte am ursprünglichen Haupteingang des Alten Spitals, der nach Abschluss der Arbeiten wieder seiner ursprünglichen Funktion zugeführt werden soll. Der Weg führte hinauf bis unter das Dach des historischen Gebäudes. Fünf Stockwerke über der Stadt angekommen, warteten Zeugnisse aus mehreren Jahrhunderten Baugeschichte.
Im Herrenkramerschen Haus konnte die Gruppe einen Blick in den historischen Erkerraum mit seinem weiten Blick ins Neckartal werfen. Dieser dient den „Rössle“ während der Fasnet seit vielen Jahren als private Stube. Inzwischen sind diese an anderer Stelle gelagert. Eine Rückkehr sei jedoch ausdrücklich möglich, so Martin Stockburger. Im Rahmen des Kaufvertrags habe er sich verpflichtet, den Raum den bisherigen Nutzern auch künftig für ihre Brauchtumspflege zur Verfügung zu stellen.
Der Fortschritt der Arbeiten
Im zweiten Obergeschoss sind die Konturen der künftigen Hotelzimmer erkennbar. Hier erläuterte Martin Stockburger auf Nachfrage von Stadtrat Hans-Peter Alf anschaulich den Fortschritt der Arbeiten, der sich von Stockwerk zu Stockwerk verfolgen ließe. Besondere Aufmerksamkeit galt den vielfach diskutierten Dachgauben. Vor Ort wurde deutlich, warum deren Realisierung möglich wurde: Hinter manchen Wänden kam morsches und nicht mehr tragfähiges Gebälk zum Vorschein, das ohnehin ersetzt werden musste und Gestaltungsmöglichkeiten eröffnete.

Ralf Banholzer mit prüfendem Blick auf Dachgauben.
Alexander BredeEbenso interessant waren die Ausführungen zur Baugeschichte des Hauses. Das Alte Spital bestand ursprünglich aus zwei Gebäuden, die durch eine schmale Gasse getrennt waren. Erst später wurden sie unter einem gemeinsamen Dach zusammengeführt und im Inneren verbunden. Der heute großzügige Mittelgang, der die zukünftigen Hotelzimmer zur Hauptstraße von denen auf der rückwärtigen Gebäudeseite trennt, macht diese Entwicklung bis heute nachvollziehbar. Sichtbare Stahlträger verdeutlichen zudem, welche Lasten inzwischen abgefangen werden müssen.
Herausforderungen beim Denkmalschutz
Auch das Thema Denkmalschutz wurde intensiv diskutiert. Die CDU-Mitglieder konnten sich vor Ort von den Anforderungen überzeugen. Martin Stockburger schilderte die Herausforderungen und Anforderungen der Zusammenarbeit mit den zuständigen Stellen. Die anwesenden Stadträte berichteten ihrerseits von vergleichbaren Erfahrungen. Einigkeit bestand darin, dass insbesondere die Verlässlichkeit von Zusagen entscheidend sei.
Im ersten Obergeschoss waren Decken mehrfach abgehängt worden. Nach dem vorsichtigen Rückbau zeigte sich schließlich eine lichte Raumhöhe von rund vier Metern. „Jetzt kann ich hier atmen und komme mit einem positiven Gefühl ins Gebäude“, schilderte Stockburger. Alles, was drückend oder beengend wirkte, sei entfernt worden.
Schließlich erreichte die Gruppe die historische Kapelle. Künftig soll dieser Bereich wieder stärker belebt werden. Es besteht der Wunsch nach einer guten und konstruktiven Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde.
Der künftige Hotel- und Restaurantbereich im Erdgeschoss lässt die Planungen bereits erahnen. Stockburger berichtete, dass bereits Gespräche mit potenziellen Restaurantbetreibern laufen. Sein Ziel sei es, möglichst bald nach Hoteleröffnung auch das Restaurant mit Leben zu füllen.
Wann wird eröffnet?
Wichtig sei in diesem Zusammenhang, dass auch die öffentlichen Außenanlagen zwischen Spital und St. Anna und die Freiterrasse entlang der Stadtmauer rechtzeitig fertiggestellt werden. Nach Abschluss der landschaftspflegerischen Arbeiten soll auch dieser Bereich gastronomisch genutzt werden und den Gästen einen besonderen Aufenthaltsort mit Blick auf das Gelände der Landesgartenschau bieten.
Zum Abschluss der fast zweistündigen Führung stelle Monika Hugger die Frage, die viele Teilnehmer besonders interessierte: Wann wird eröffnet? Die Antwort von Martin Stockburger fiel vorsichtig optimistisch aus. „Leider noch nicht zur Fasnet 2027“, erklärte er. Gegen Ende des ersten Quartals 2027 sollen jedoch die 45 Doppelzimmer und vier Einzelzimmer und im zweiten Quartal 2027 das Restaurant in Betrieb gehen.
