Besuch aus Nagold in Berlin
: Aus der Sahara in die Welt der Diplomaten

Der mauretanische Botschafter in Berlin verabschiedet sich in seine Heimat. Warum ein Nagolder Arzt beim Abschied dabei ist.
Von
Sebastian Bernklau
Nagold/Berlin
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Wolfgang Henne (Zweiter von rechts) bei der Verabschiedung von Botschafter Kane (Dritter von rechts) in Berlin

Wolfgang Henne (Zweiter von rechts) bei der Verabschiedung von Botschafter Kane (Dritter von rechts) in Berlin

Hinrichsen
  • Abschied in Berlin: Mauretaniens Botschafter Boubacar Kane kehrt in die Heimat zurück.
  • Kane war zuvor Arzt und Professor in Nouakchott – er will wieder im Krankenhaus arbeiten.
  • Enge Verbindung zu Nagold seit rund 23 Jahren durch „Helfende Hände“ und medizinische Einsätze.
  • Frauenarzt Wolfgang Henne pflegt seit etwa 20 Jahren Kontakt zu Kane und war bei der Feier.
  • Geplante Kooperation im Energiesektor: beteiligt sind Schnepf Energietechnik und Firmen aus Nagold.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gut 23 Jahre ist es her, dass zwischen Nagold, dem Kreis Calw und dem nordafrikanischen Land Mauretanien ein besonderes Band besteht. Damals hob der ehemalige CDU-Bundestagsabgeordnete und ehemalige Staatssekretär Hans-Joachim Fuchtel die Hilfsorganisation „Helfende Hände“ aus der Taufe. Zunächst stand Mauretanien im Mittelpunkt, im Jahr 2012 folgte Burundi und seit 2021 komplettiert Uganda das Länder-Portfolio.

Ein wichtiger Stützpfeiler der Hilfe war von Anfang an der medizinische Bereich. Einer der Helfer der ersten Stunde war und ist der Nagolder Frauenarzt Wolfgang Henne. Bei einem seiner Einsätze lernte Henne Boubacar Kane kennen. Das war vor etwa 20 Jahren.

Die beiden Mediziner blieben in einem „guten und engen“ Kontakt

Henne kehrte gerade von einer Hilfstour aus der Sahara in die mauretanische Hauptstadt Nouakchott zurück, und wollte in den Krankenhäusern überprüfen, welche Hilfe  aus Deutschland man dort gebrauchen könnte. Im „Cheikh“-Krankenhaus traf er auf Boubacar Kane, der dort Professor und Chefarzt war.

Isabel Hénin, ehemalige deutsche Botschafterin in Mauretanien, und Wolfgang Henne (rechts) verabschiedeten Botschafter Kane.

Isabel Hénin, ehemalige deutsche Botschafterin in Mauretanien, und Wolfgang Henne (rechts) verabschiedeten Botschafter Kane.

Hinrichsen

Die beiden Mediziner blieben in einem „guten und engen“ Kontakt. Kane besuchte auf Einladung von Henne Nagold, arbeitete dort mit dem damaligen Chefarzt Stefan Benz zusammen und trug sich nach einer Einladung des Ex-Oberbürgermeisters Rainer Prewo in das Goldene Buch der Stadt Nagold ein. Erst vergangenes Jahr besuchte Kane Nagold erneut.

Kane machte nicht nur auf dem Medizinsektor Karriere. Er wurde zunächst Botschafter seines Landes im spanischen Madrid und vor gut drei Jahren in Berlin. Diese Karriere ist nun beendet: Kane verabschiedete sich in feierlichem Rahmen aus Berlin in Richtung seiner Heimat, wo er wieder im Krankenhaus arbeiten wird. Teil dieser feierlichen Verabschiedung in Berlin war auch Wolfgang Henne, der dem Mauretanier bei diesem Anlass ein Buch über den Schwarzwald überreichte.

Zusammenarbeit auf dem Energiesektor geplant

In Nagold ist derweil eine informelle Städtepartnerschaft mit der mauretanischen Stadt Atar gewachsen. Atars Bürgermeister war bereits in Nagold. Nagolder besuchten bereits die zentralmauretanische Stadt, die gut 35.000 Einwohner hat. Aber auch sonst sollen die deutsch-mauretanischen Beziehungen verbessert werden. Wie Wolfgang Henne mitteilt, will man in der nächsten Zeit auch auf dem Energiesektor zusammenarbeiten. Daran beteiligt sind Schnepf Energietechnik und weitere Firmen aus dem Großraum Nagold.

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