Unternehmer in Burladingen: Das erwartet Ex-Trigema-Chef Wolfgang Grupp

Bei Trigema wurden schon früh EC-Karten angenommen. Das hat Trigema-Chef Wolfgang Grupp nun ausgeplaudert.
GernDer frühere Trigema-Chef Wolfgang Grupp poltert zum Thema Koalitionsvertrag. Von der großen Koalition aus Union und SPD hält er offenbar wenig.
CDU-Chef Friedrich Merz habe er sich als Kanzler zwar gewünscht, sagte Grupp bereits. Doch: „Jetzt sind sie in einer Koalition mit der SPD, wo sie allem nachgeben müssen“, erklärt Grupp in seiner neuesten Podcast-Folge vom Montag – weil sie keinen anderen Koalitionspartner gefunden haben.
Als Grund macht Grupp das Abschneiden der AfD mit mehr als 20 Prozent bei der Bundestagswahl im Februar aus.
Ex-Trigema-Chef Grupp: Ich bin ein CDU-Wähler
„Ich bin kein AfD-Wähler, ich bin ein CDU-Wähler“, betont der frühere Trigema-Chef. Sagt zudem: „Ich habe mit der AfD nichts zu tun.“ Er habe allerdings erwartet, dass die CDU zumindest mit der AfD sprechen werde.
Was also erwartet Wolfgang Grupp von Schwarz-Rot? Im Koalitionsvertrag heißt es unter anderem, die neue Bundesregierung plane, Deutschland umfassend zu erneuern. „Das kann ich so nicht feststellen bis jetzt“, erklärt Grupp dazu.
Er sieht für eine Erneuerung indes nicht allein die Politik zuständig: „Das muss wieder zurück in die Gesellschaft, dass jeder für sein Tun die Verantwortung übernimmt.“ Als Trigema-Chef sei er mit gutem Beispiel vorangegangen – in seiner aktuellen Podcast-Folge fordert Grupp erneut die persönliche Haftung von Unternehmern.
Wolfgang Grupp: schon früh EC-Karten bei Trigema
Mit Blick auf Trigema kommt er zudem über EC-Karten ins Plaudern. Für die bargeldlose Zahlung, die im Koalitionsvertrag verankert ist, hat er teils Verständnis. Schrittweise soll laut Union und SPD auch in kleinen Geschäften mindestens eine digitale Zahlungsoption angeboten werden. Grupp: „Wenn das gemacht wird, damit Schwarzgeld-Zahlungen unterbunden werden, hätte ich dafür Verständnis.“
An sich brauche es dafür aber nicht unbedingt ein Gesetz. Trigema habe schon vor Jahrzehnten die Scheckkarte angenommen, erzählt Grupp – trotz zusätzlicher Gebühren. Der Grund: Dass man mit EC-Karten höhere Umsätze generieren könne, das merkten Unternehmer selbst.