Bobbycar-Rennen in Albstadt
: Das Erfolgsgeheimnis des Siegers – und viele drollige Bilder

Ein neues Wort hat Citymanager Ulrich Daum am Sonntag beim zweiten Bobbycar-Rennen in der Marktstraße, dem ersten Bentley-Cityrace, gelernt. Ein Vorjahressieger hat erneut die Konkurrenz platt gemacht und der Moderator hat jetzt Fusseln am Mund.
Von
Karina Eyrich
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Die Rennen der Minis und der Juniors zogen die meisten Zuschauer an beim zweiten Bobbycar-Rennen in Albstadt, das diesmal als Bentley-Cityrace firmierte.

Karina Eyrich

Ein „Muggaseggele“ – jetzt weiß Ulrich Daum auch, was das ist. Denn so viel hat manchen Fahrern gefehlt, um beim zweiten Bobbycar-Rennen in der Ebinger Innenstadt, das erstmals unter dem Namen „Bentley Cityrace“ firmierte, gerade noch gefehlt, um die Spitze des Treppchens zu erobern.

Dass das Feld enger beieinander, die Konkurrenz härter sein würde als bei der Premiere im März 2024, hatte Timo Krebs – damals Sieger bei den Erwachsenen – vermutet. „Die haben nachgerüstet“, sagte er mit Blick auf die Konkurrenz. Wie das geht? Manche hatten sich bei den Vorjahressiegern – vor allem bei Krebs – abgeschaut, welche Rädchen für die „Rutschfahrzeuge“, so der offizielle Name, am geeignetsten sind, welche Lenkung, welche Zusatzausstattung, um die Nase vorn zu haben.

Rasend schnell geht es die Marktstraße runter

Die Jugendlichen vom Team Gühring, das den Preis für die stärkste Mannschaft gewann, hatten zum Beispiel Bleche ans Hinterteil ihrer quietschgelben Bobbycars geschraubt, um sich besser zurücklehnen zu können bei der schnellen Fahrt die Marktstraße hinab. Der Aerodynamik wegen.

Andere sollen ihre Bobbycars mit Beton ausgegossen oder mit Blei beschwert haben, war hinter vorgehaltener Hand zu hören, um die 135 Kilogramm Maximalgewicht – wohlgemerkt: von Fahrer und Bobbycar zusammen – voll ausreizen zu können. Gewicht bringt bekanntlich Schwerkraft, die auf abschüssigen Straßen die Fahrt beschleunigt.

„Be Save“ hat gut vorgesorgt

Dass trotzdem keine heftigen Unfälle passieren konnten, dafür hatte das Team des Veranstalters „Be Save“ mit weichen Matten um die Mülleimer und zahlreichen Autoreifen längs der Strecke gesorgt, die vom Start am oberen Ende der Marktstraße bis zum Ziel am Kurt-Georg-Kiesinger-Platz führte.

Der perfekte Auftritt

Dort stieg am Samstag auch die Fahrerparty, eine Premiere, nach dem freien Training, und dazu kamen nicht nur Teilnehmer, sondern viele Fans der Band „The Dewy Lilies“, die sich entschieden zu rar gemacht hat in Albstadt: Der perfekte Auftritt der fantastischen Musiker um die Lead-Sänger Verena Rissel und Alessandro d’Alberti bescherte den Fans einen Abend voller Lieblingsstücke: Rock-Hits von den 1970er-Jahren bis heute, von der Spider Murphy Gang bis zu Lady Gaga. Dass d’Alberti – gut gelaunt und aufgezogen wie ein Duracell-Häschen – über die Bühne wirbelte und Verena Rissel jedes Stück mit ihrer ganzen Klasse und ihrer unfassbar vielseitigen Stimme veredelte, machte den Abend zu einem echten Erlebnis. Und die Partystimmung wäre noch besser gewesen, wenn mehr Gäste sich getraut hätten, wie die Kinder ausgelassen vor der Bühne zu tanzen, anstatt sich 50 Meter von der Bühne weg an einem Bier festzuhalten.

Warum Timo Krebs trotzdem gesiegt hat

Der Party am Sonntag taten die Regenschauer keinen Abbruch, und so feierten die Gäste nach spannenden Rennen die Sieger (siehe Info), darunter Vorjahressieger Timo Krebs, der – reines Understatement! – nicht mit seinem Sieg gerechnet hatte, wie er sagte.

Warum es trotzdem geklappt habe, fragte ihn Ex-Albschreiber Wolfgang Heyer, der vom Start um 10.30 bis zur Siegerehrung um 15.30 Uhr ohne Punkt und Komma unterhaltsam und informativ plauderte und danach Fusseln am Mund hatte. „Gute Laune und tolle Unterstützung“ führte Krebs, der 2026 den Hattrick schaffen will, als Grund ins Feld. Und außerdem habe ihm sein Tattoo Glück gebracht, verriet er: Auf seiner strammen Wade ist er auf dem Bobby-Car zu sehen.

Viele weitere Fotos und ein Bericht über die Fahrer-Party am Samstag mit vielen Fotos unter www.schwarzwaelder-bote.de

Die Sieger

Minis
 Charly Huth siegte vor Marlo Fröhlich und Felix Merkle. Angetreten waren 21 Jungen und acht Mädchen. Rookies:
 Tom Pfeiffer siegte vor Elias Maier und Zeyd Ensar Simsek. Teilgenommen haben 22 Jungen und neun Mädchen. Juniors:
Sophie Schairer siegte vor Hannah Ammann und Levi Schwab. Zehn Mädchen und zwölf Jungen waren angetreten. Jung und Wild:
Jakob Veith siegte vor Daniel Stumpp und Demitrios Zafiris. Drei weibliche und sieben männliche Teilnehmer waren am Start. Erwachsene:
Timo Krebs siegte vor Daniel Bopp und Fabian Hipp, der am Samstag das Rennen in Hechingen gewonnen hatte. Angetreten waren neun Frauen und 22 Männer. Für Sicherheit,
Auf- und Abbau sorgten vier Rotkreuzhelfer des DRK-Ortsvereins Ebingen und knapp zwei Dutzend Helfer des Veranstalters „Be Save“.

ZAK News
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.