„The Dewy Lilies“ rocken Fahrer-Party in Albstadt: Ein Erdbeben wie anno 1978 – diesmal auf der Bühne: Das sind die Bilder

Richtig viel Spaß hatten die Fans der Band „The Dewy Lilies“ bei der Fahrer-Party in Ebingen.
Karina EyrichWenn Verena Rissel und Alessandro d’Alberti zusammen auf der Bühne stehen, ist ein Vulkanausbruch ein müdes Husten dagegen: Endlich hat die beste Band der Region, „The Dewy Lilies“, mal wieder in Albstadt gerockt. Und wie.
Da war kein Lied dabei, dass nicht zu den Top-50-Lieblingsliedern jener Generation gehört hätte, die noch weiß, was Rock ist. Vom nordischen „Westerland“ über die Münchener Schickeria-Hits der Spider Murphy Gang bis zu Lady Gaga und den 1980er-Rock-Klassikern war alles dabei, was unter Beweis zu stellen vermochte, dass Verena Rissel eine Ausnahmestimme hat und Alesandro d’Alberti eine Rampensau im besten Sinne ist. Da bebte der Kurt-Georg-Kiesinger-Platz wie zuletzt beim Erdbeben 1978.
Was nicht am Publikum lag. Warum trauen sich die Spaßbremsen nicht mehr von den Getränkeständen und Stehtischen weg? Ein paar – höchst – ausgelassene Kinder machten es vor und nutzten das komplette Rondell, um ihrer Lebensfreude Raum zu geben, während manche Erwachsenen ein bisschen mit den Hüften wippten, und das war’s dann auch schon.
Erst im zweiten Set, als es dunkel war und die bunten Lichter auf der Bühne die bildschöne Sängerin – der liebe Gott hat die Gaben ungerecht verteilt – noch besser in Szene setzte, traute sich dann ein gerüttelt Maß an Zuhörern vor die Bühne, die Kinder als Vorbild, die tanzten wie die vielzierten Lumpen am Stecken.
Die Ausnahme-Sängerin hat alle Großen drauf
Wenn dann Songs wie „Shallow“ und „Like The Way I Do“, „Purple Rain“ und „Your The Voice“ deutlich machen, welchen Schatz die Veranstalter – das Citymanagement Albstadt und „Be Save“ – der Stadt bei freiem Eintritt geschenkt haben, dann kommt selbst in Albstadt Stimmung auf – sogar so viel, dass die etliche den anwohnerbedingten Zapfenstreich – Innenstadt; draußen! – nicht akzeptieren wollten und noch mehr Zugaben forderten.