750 Jahre Margrethausen
: Gigantisches Gemeinschaftserlebnis – das sind die Bilder vom Festauftakt

Wenn die Margrethausener feiern, dann richtig: Ein ganzes Wochenende lang hat die 750-Jahr-Feier Einheimische und Gäste zusammengebracht. Schon der Auftakt war toll.
Von
Karina Eyrich
Oberndorf
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Alessandro d’Alberti, Frontmann der Dewy Lilies und waschechter Margrethausener, hatte Heimspiel beim Konzert zum Auftakt des Festwochenendes „750 Jahre Margrethausen“.

Karina Eyrich

Zwar haperte es beim Fassanstich am Freitagabend gewaltig, doch ansonsten lief alles rund beim 750-Jahre-Festwochenende. Das Klosterdorf feierte nicht einfach nur seine erste urkundliche Erwähnung vor 750 Jahren, sondern ein grandioses Fest der Gemeinschaft und des Zusammengehörigkeitsgefühls, das sich in mehr als den grünen T-Shirts mit der Aufschrift „Dorfkind – und stolz darauf“ ausdrückte.

Dank akribischer Vorbereitung des Organisationsteams, das der im Juli verstorbene Ortsvorsteher Thomas Bolkart zusammengestellt hatte, war es gelungen, Höhepunkte zu präsentieren, die dieses Gemeinschaftsgefühl zelebrierten. Neben André Stierle, Steffen Herfort, Frank Löffler und Daniel Obajdin waren 150 Frauen, Männer und Jugendliche im Einsatz.

„In Laufen ist die Baustelle – und bei uns Tempo 30“

Ingrid Wildmann, die stellvertretende und kommissarische Ortsvorsteherin, freute sich schon am Freitag über viele Gäste bei Kaffee, Kuchen und Comedy mit den „Kächeles“. Käthe und Karl-Eugen alias Ute Landenberger und Michael Willkommen ließen das Publikum an ihrem verzwickten Eheleben teilhaben und brachten die Gäste herzlich zum Lachen. Ob sich da manche wiedererkannt haben? Die Kächeles – für die in Margrethausen lebende „Käthe“ kein Problem – bauten viel Lokalkolorit in ihre Beiträge ein: „Ja ja, in Laufen ist die Baustelle, und in Margrethausen Tempo 30!“

Eine musikalische Unterhaltung führten die „Eyachtalkids“ und die Musikkapellen: Unter der Leitung von Dominik Krüger traten alle Musizierenden aus dem oberen Eyachtal gemeinsam auf. Das Ergebnis war ein gigantisches Klangerlebnis, das mit vielen Zugaben und dem umjubelten „Albstadt-Marsch“, komponiert zum 50-jährigen Bestehen der Stadt, endete.

Nicht ganz reibungslos verlief der Fassanstich von Oberbürgermeister Roland Tralmer. Punktete das redeerprobte Stadtoberhaupt bei seiner kurzen Geburtstagsrede mit einem Streifzug durch die Geschichte Margrethausens, versagte Tralmer danach beim Versuch, das Fass zu öffnen.

Der OB spielt eine tragende Rolle

Ob dem Publikum beim Zählen der Schläge oder dem OB selbst durch die Anstrengung die Puste ausging, war nicht genau auszumachen.

Jedenfalls übernahm nach 20 vergeblichen Hieben Frank Löffler Zapfhahn und Hammer, und nach sechs Schlägen floss schließlich das Freibier, bei dessen Verteilung der OB dann wieder eine tragende Rolle spielte – im Wortsinn. Es war ein Zeichen dafür, dass er nach Misserfolgen nicht frustriert das Werkzeug in die Ecke wirft, sondern sich qualifizierte Hilfe holt.

Beim Auftritt der Lumpenkapelle, die sich unter der Ägide der Narrenzunft „Runkelriabaweible“ neu formiert hat, herrschte helle Begeisterung. Die Rockband „Dewy Lilies“ griff diese auf und setzte noch einen drauf: Ein Lieblingslied, einen Gassenhauer nach dem anderen zogen Alessandro d’Alberti – waschechter Margrethausener – und Verena Rissel, das stimmgewaltige Gesangsduo der sechsköpfigen Band, aus dem Zauberkasten und verführten die Menge zum Mitsingen, was diese ebenso genoss wie das Tanzen: Vor der Bühne und im breiten Mittelgang tanzten so viele Gäste, dass die Servicekräfte ihre liebe Mühe hatten, mit vollen Tabletts durch die Reihen zu balancieren.

Die große Erfahrung der „Dewy Lilies“ machte sich indes bezahlt: Bis zum Ende der Geisterstunde wackelten die Festzeltwände – und alle Gesichter strahlten.

Viele weitere Fotos unter www.schwarzwaelder-bote.de

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