750 Jahre Margrethausen
: Die große Sause hat begonnen – mit 20 missglückten Schlägen

Margrethausen ist 750Jahre alt und feiert den runden Geburtstag an diesem Wochenende im großen Stil. Nur beim Fassanstich ist einiges schief gelaufen.
Von
Hans Raab
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Trotz rund 20 Schlägen ist es Oberbürgermeister Roland Tralmer am Freitagabend nicht gelungen, das erste Fass Freibier anzustechen.

Hans Raab

Dem Jubiläumsfest sind Monate akribischer Vorbereitung vorausgegangen, an denen Ortsvorsteher Thomas Bolkart noch maßgeblich beteiligt war, ehe er im Juli seiner schweren Krankheit erlag.

Dank den Anstrengungen des Organisationsteams ist Margrethausen gut gerüstet für das große Jubiläumsfest, mit dem es seinen 750. Geburtstag feiert. Oder richtiger: die erste urkundliche Erwähnung im 14. Jahrhundert. Man darf getrost davon ausgehen, dass das Dorf noch einige hundert Jahre älter ist.

Frank Löffler, Ortschaftsrat und Mitglied des Organisationsteams des Festes „750 Jahre Margrethausen“ gelang es schließlich mit sechs Schlägen.

Foto: Hans Raab

Indes hätten es André Stierle, Steffen Herfort, Frank Löffler und Daniel Obajdin mit Sicherheit nicht geschafft, auf sich gestellt so eine Veranstaltung auf die Beine zu stellen. Zahlreiche Helferinnen und Helfer, insgesamt an die 150 Frauen, Männer und dazu noch einige Jugendliche, haben das Ihre zum Gelingen der Großveranstaltung beigetragen. Gut eine Woche haben Aufbau und Möblierung des Festzelts, die Installation der sanitären Anlagen, die Aufstellung der Stände, an denen die Essens- und Getränkeausgabe erfolgt, und noch viele, viele andere Arbeitsschritte in Anspruch genommen – ein Rad griff ins andere, alles klappte wie am Schnürchen. Sämtliche Vereine des Orts waren und sind mit von der Partie; überall spürt man deutlich das im Vorfeld beschworene „Wir-Gefühl“ der Dorfgemeinschaft.

Bei den Vieren vom Organisationsteam liefen alle Fäden zusammen (von links): Steffen Herfort, Daniel Obajdin, André Stierle und Frank Löffler – alle in den Shirts, welche die Helferinnen und Helfer während des Fests tragen.

Foto: Hans Raab

Und jetzt ist so weit: Seit Freitag um 14.30 Uhr wird in Margrethausen gefeiert, gesungen und getanzt. Das mit Bedacht zusammengestellte Programm – allen wird etwas geboten – ist am Freitagnachmittag durch ein Gastspiel der „Kächeles“ eröffnet worden.

Der Oberbürgermeister scheitert am Fass – da muss ein Handwerker helfen

Ihm folgten der Fassanstich durch Albstadts Oberbürgermeister Roland Tralmer, der allerdings 20 Schläge brauchte, um das Fass dennoch nicht zu öffnen – deshalb sprang ihm Bauunternehmer Frank Löffler zur Seite – Männer wie er vermögen kräftig den Hammer zu schwingen, und tatsächlich verhalf er den Margrethausenern und ihren Gästen mit sechs Schlägen zum ersten Freibier.

Die Dewy Lilies sorgen für einen heißen Auftakt

Danach folgte der Auftritt der Dewy Lilies. Übrigens ein kostenfreier; es war kein Eintritt zu entrichten. Für echte Schwaben definitiv ein Pluspunkt.

Allerdings bleibt das am Samstag nicht so. Um den Auftritten von „Capt’n Knallermann“ und den „Dirndlknackern“ beiwohnen zu können, braucht man eine Eintrittskarte – laut André Stierle sind noch einige wenige übrig, und ein Restbestand wird auch noch an der Abendkasse veräußert.

Ein Festgottesdienst im Klostergarten

Der Sonntag beginnt um 9 Uhr mit einem ökumenischen Gottesdienst im Klostergarten; danach sorgen verschiedene Musikkapellen für beste Unterhaltung. Für Speis und Trank ist selbstredend ausreichend gesorgt.

Was muss man sonst noch wissen? Die Parkplätze sind ausgewiesen, allerdings nicht längs der Ortsdurchfahrt –längs der Dorfstraße herrscht auch am Festwochenende Halteverbot, und Tempo 30 ist Pflicht. Nichts, was der Festfreude Abbruch tun könnte in „Albstadts guter Stube“, wie Margrethausen gern genannt wird.

ZAK News
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Zollernalbkreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.