750-jähriges Bestehen: Margrethausen feiert Jubiläum

In Anlehnung an den Ortsnamen weisen Margeriten die Besucher auf dem Festplatz auf das große Jubiläum hin.
RaabGenau genommen ist Margrethausen um einige Jahrhunderte älter als die 750 Jahre, die am Festwochenende gebührend gefeiert werden. Im Jahr 1275 wurde der Ort als „Husen Margarete“ in einem Steuerverzeichnis des Konstanzer Bischofs erstmals urkundlich erwähnt, doch schon viel früher dürfte die erste Besiedelung stattgefunden haben. So erzählen es auch die jeweils zwei Frauen und Männer bei ihren historischen Dorfführungen. Diese und viele andere Veranstaltungen gehören zu dem großen Jubiläumspaket, das die Verantwortlichen für Margrethausen geschnürt haben.
Start vor zwei Jahren
Nun also steht das große Ereignis bevor. Mittendrin bei allen Festivitäten wird sicherlich ein Mann stehen, dem es leider nicht mehr vergönnt ist mitzufeiern: Gemeint ist der viel zu früh verstorbene Ortsvorsteher Thomas Bolkart. Er war es, der mit fester Entschlossenheit schon vor zwei Jahren begann, Mitstreiterinnen und Mitstreiter zu aktivieren, um gemeinsam etwas Großes für den kleinen Ort zu planen.
Unermüdlich geplant
Unermüdlich plante Thomas Bolkart mit diesen in einem Festausschuss jede einzelne Aktivität, kümmerte sich um auftretende Protagonisten. Wohlwissend, dass ihn seine schwere Krankheit daran hindern würde, an allen Sitzungen teilzunehmen, legte er die Verantwortung in die Hände eines Quartetts von vier engagierten Männern: André Stierle, Steffen Herfort, Frank Löffler und Daniel Obajdin.
Er blieb aber fast bis zuletzt ein gefragter Ansprechpartner. Ingrid Wildmann als Bolkarts Stellvertreterin und zahlreiche Frauen und Männer waren und sind unterstützend tätig, sodass das Fest nicht einfach ein Treff in einem großen Zelt sein soll, sondern die Gemeinschaft eines ganzen Dorfes mit Gästen aus nah und fern widerspiegelt.
Tralmer spricht am Freitag
Für das Programm der drei Tage ist so einiges geboten. Das große Festzelt wird auf dem Friedhofsparkplatz errichtet, gleich gegenüber an der Klostermauer gastiert ein kleiner Vergnügungspark. Noch bevor Oberbürgermeister Roland Tralmer am Freitag um 19 Uhr den obligatorischen Fassanstich vornehmen wird, dürfte es im Festzelt schon hoch hergehen.
Zu Kaffee und Kuchen werden die über die Landkreisgrenzen hinaus bekannten „Kächeles“ das Publikum bestens unterhalten, danach bietet der Feierabendhock Gelegenheit zum Schwätzen und Austauschen von Neuigkeiten. Ab 18 Uhr spielen dann die Musikkapellen des Eyachtals bei freiem Eintritt zur Unterhaltung auf, später am Abend um 21 Uhr heizen die Dewy Lilies dem Publikum mit heißen Rhythmen ein.
Bühnenfurore am Samstag
Am Samstag läuft der Festbetrieb ab 17 Uhr, von 20 Uhr an tritt dann der überregional bekannte „Capt’n Knallermann“ auf die Bühne, als Warm-up für die „Dirndlknacker“, die ab 21 Uhr für Furore sorgen werden. Für diese Veranstaltung gibt es an der Abendkasse noch Karten.
Gottesdienst am Sonntag
Der Sonntag beginnt mit einem ökumenischen Gottesdienst im Klostergarten, parallel dazu findet ein solcher für Kinder mit spannenden Elementen im Klostersaal statt. Ab 10.30 Uhr darf dann im und um das Festzelt herum ausgelassen gefeiert werden. Einige Musikkapellen, etwa die „Laizer Musikanten“, die „Hartheimer Oldies“oder die „Lauchertmusikanten Melchingen“, unterhalten die Gäste bis zum Festausklang.
Historische Führungen
Zusätzlich bieten die Dorfhistoriker am Samstag und Sonntag jeweils um 13 und 15 Uhr, am Sonntag zusätzlich um 10.30 Uhr, ihre Führungen an. Und dann freut sich das Organisationsteam über weitere Kuchenspenden. Denn die Gästeschar wird groß sein und soll angemessen bewirtet werden. Für Speis und Trank ist gesorgt, für beste Unterhaltung auch.
Und die gute Laune? Die bringen sicherlich alle Besucherinnen und Besucher mit, wenn sie auf die zahlreichen Helfenden aus allen Margrethausener Vereinen treffen und sehen, wie ein Dorf ganz im Sinne von Thomas Bolkart zusammengewachsen ist und als Gemeinschaft agiert und funktioniert. Von wo immer er auch zuschauen mag, er kann stolz auf sein Margrethausen sein.