Direktmandat für die CDU, Freude bei den Grünen, starke AfD: So bewerten die Kandidaten im Wahlkreis Villingen-Schwenningen den Ausgang der Wahl.
Die Würfel sind gefallen – Baden-Württemberg und auch der Wahlkreis Villingen-Schwenningen hat gewählt. Wie sagen die Kandidaten zu ihrem persönlichen Abschneiden und dem Ausgang der Wahl?
Martina Braun (Grün)
„Ich freue mich sehr, dass die Grünen wieder die Landesregierung und mit Cem Özdemir den Ministerpräsidenten stellen“, betont die Grünen-Landtagsabgeordnete Martina Braun. Es sei toll, dass sie ihre Arbeit durch den guten Listenplatz auch ohne Direktmandat fortsetzen könne, und sie sei begeistert, mit Özdemir und den anderen Abgeordneten Landespolitik zu machen.
Andreas Braun (CDU)
„Ich bin überglücklich, dass wir es geschafft haben, das Direktmandat im Wahlkreis zurückzuerobern“, zeigt sich CDU-Kandidat Andreas Braun hochzufrieden mit dem Ergebnis. Es sei schade, wenn Manuel Hagel nicht Ministerpräsident wird. Doch die Freude über sein persönliches Ergebnis überwiege an diesem Wahlabend. Das Landtagsmandat sei ein Kindheitstraum gewesen.
Martin Rothweiler (AfD)
Martin Rothweiler (AfD) wird wir erwartet den Wahlkreis VS im Landtag vertreten. Er zeigt sich mit dem Ergebnis „sehr zufrieden“, die AfD habe die Stimmen verdoppeln können. Rothweiler: „Es geht voran, die Partei wächst!“ Man habe deshalb „Grund genug zu feiern“. Auch mit seinem persönlichen Ergebnis im Wahlkreis (24,7 Prozent) sieht er als „überdurchschnittlich“ an.
Nicola Schurr (SPD)
Bestürzt ist der SPD-Kandidat Nicola Schurr über das landesweite Abschneiden der SPD. Immerhin sei die Partei im Wahlkreis nicht ganz so tief gefallen. Und das überdurchschnittliche Ergebnis bei den Erststimmen in VS seien ein Beweis für den engagierten Wahlkampf des ganzen Teams, das ihm jetzt auch den Rücken stärke und ihn zum Weitermachen motiviere.
Dirk Eisenbiegler (FDP)
Völlig unter den Erwartungen geblieben ist für den FDP-Landtagskandidaten Dirk Eisenbiegler sowohl das persönliche als auch das landesweite FDP-Ergebnis. Es sei, so habe es der Landeschef Hans-Ulrich Rülke richtig geäußert, nun Zeit für eine grundsätzliche Wende der Partei. Sein eigenes Ergebnis spiele dabei nur eine untergeordnete Rolle, sagt der Niedereschacher.
Sebastian van Ryt (AfD)
Nach derzeitigem Stand dürfte es aus dem Landkreis gleich zwei AfD-Abgeordnete in den Landtag schaffen – Sebastian van Ryt rutscht wohl über die Landesliste rein. „Das Ergebnis ist für den Schwarzwald-Baar-Kreis gigantisch“, so van Ryt. Gleich zwei AfD-Abgeordnete sei „eine Hausnummer“ – insbesondere weil es die FDP nicht geschafft hat. Intern habe man bereits mit diesem Ergebnis gerechnet. Van Ryt: „Das ist ein Top-Ergebnis.“