Drei Nagolder kämpften bei den Landtagswahlen um ein Direktmandat. Zwei wohnen in Vollmaringen, einer in Hochdorf. So schnitten sie in ihren Heimatorten ab.
Nagolds Süden rückt bei den diesjährigen Landtagswahlen in den Blickpunkt des Interesses. Schließlich wohnen zwei Direktkandidaten und eine Kandidatin in den südlichen Teilorten Vollmaringen und Hochdorf. Doch nicht alle erhielten dort mehr Erst- als Zweitstimmen.
Der frisch gewählte neue Direktabgeordnete des Landkreises Calw aber schon. Carl Christian Hirsch kam in Nagold auf 37 Prozent der Erststimmen und seine CDU auf 32 Prozent.
Auch in Hochdorf liegt Hirsch vorne
In den drei Wahlbezirken seines Heimatortes Hochdorf gerieten die Wahlergebnisse noch deutlicher. In Hochdorf Südost entfielen 49,8 Prozent der Erststimmen auf Hirsch, in Südwest waren es 43,9 Prozent und in Hochdorf Nord 42,1 Prozent.
In Hochdorf Nord kam die CDU allerdings nur auf 32,9 Prozent der Zweitstimmen, die AfD dagegen auf 33,2 Prozent. Der Kandidat der AfD, Miguel Klauß, aber blieb bei den Erststimmen mit 32,6 Prozent deutlich hinter Hirsch.
Klauß allerdings ist ja auch Vollmaringer. Ebenso wie die SPD-Kandidatin Daniela Steinrode. Wie haben die zwei also in Vollmaringen abgeschnitten?
Die Ergebnisse für Miguel Klauß in Vollmaringen
Zunächst: Die meisten Erststimmen ergatterte auch in Vollmaringen Carl Christian Hirsch. In Vollmaringen Nord kam Miguel Klauß auf 30,9 Prozent der Erststimmen (Hirsch: 32,1). Bei den Zweitstimmen schnitt seine Partei, die AfD, mit 31,3 Prozent noch etwas besser ab, holte hier übrigens gleich viel wie die CDU.
In Vollmaringen Süd entfielen 25,7 Prozent der Erststimmen auf Klauß. 29,1 Prozent der Zweitstimmen gingen an seine AfD. Hirsch kam auf 35 Prozent der Erststimmen, die CDU auf 31,3 Prozent.
Daniela Steinrode holt im Heimatort mehr als 22 Prozent
Und Daniela Steinrode? Die schaffte mit 14,5 Prozent der Erststimmen in der Gesamtstadt Nagold ein beachtliches Ergebnis, gerade auch angesichts der nur 5,6 Prozent, die in Nagold mit der Zweitstimme SPD wählten. In ihrem Heimatort Vollmaringen kam Steinrode im Süden auf 22,9 Prozent der Erststimmen und im Norden auf 22,4 Prozent.
Bei den Zweitstimmen aber reichte es der SPD in Vollmaringen Süd auch nur für 9,3 Prozent und im zweiten Vollmaringer Wahlbezirk zu 7,5 Prozent der Stimmen.