Flughafen Stuttgart
: Welche Flüge fallen heute aus? - Auf diesen Strecken gibt es Flugausfälle

Spätestens in den Sommerferien drohen an vielen deutschen Flughäfen aufgrund der Personalnot chaotische Zustände. Lufthansa wird innerhalb von drei Monaten etwa 6000 Flüge streichen, Eurowings vermutlich ebenfalls mehr als 1000.
Von
Julia Gern und Constantin Blaß
Oberndorf
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Die meisten Flüge, die am Flughafen Stuttgart ausfallen, betreffen Eurowings.

Marijan Murat/dpa

Annullierte Flüge von Lufthansa, Eurowings und easyJet, lange Schlangen an den Check-in-Schaltern, Berge von Gepäck: Fluggäste werden schon jetzt auf eine harte Probe gestellt. Und in den Sommerferien wird die Situation nicht besser. Wobei: Einige Flughäfen - wie der Airport in Stuttgart - sehen sich gut gerüstet.

Alle Infos über die aktuelle Lage im Überblick. Wie die Situation an anderen Flughäfen in unserer Region aussieht, lesen Sie genauso wie die annullierten Flüge im weiteren Verlauf des Artikels. Direkt zu den Flugstreichungen in Stuttgart geht es durch Klick auf den Link.

Was sagen Reisebüros zur aktuellen Situation in der Luftfahrt?

Wir haben für Sie in Reisebüros nachgefragt, welche Auswirkungen die Flugstreichungen auf Pauschalreisen haben, welche Tipps sie ihren Kunden geben. "Ich sage jedem, derzeit sollte man mindestens zwei bis zweieinhalb Stunden früher am Flughafen sein", erklärt Johannes Simon vom Reisebüro Simon in Hechingen (Zollernalbkreis).

Astrid Single vom TUI-Reisebüro in Horb (Kreis Freudenstadt) hat bereits schlechte Erfahrungen aufgrund der zahlreichen Flugstreichungen gemacht: "Reisende sind frustriert und fragen häufig nach", berichtet Single. Erst kürzlich hätte eine Kundin ein Flugzeug wegen Überbuchung verpasst. Ein früher Online-Check-In sei daher wichtig. Single hat sogar eine interessante Beobachtung gemacht: "Wenn Kunden erfahren, dass sie mit Eurowings fliegen, wollen sie nochmal umbuchen", erzählt sie.

Sylvia Hoffmann vom Reisebüro Hoffmann in Villingen (Schwarzwald-Baar-Kreis) versucht solche Situationen zu vermeiden, indem sie ihre Kunden möglichst nicht auf Eurowings- und Lufthansa-Flüge bucht. Denn: "Wenn aufgrund von schlechten Flugverbindungen plötzlich viele Reisen wieder storniert werden, dann haben wir als Reisebüro den schwarzen Peter gezogen. Dann ist es wieder so wie während der Pandemie und wir bekommen kein Geld."

Insgesamt sei das große Chaos zumindest in Baden-Württemberg ausgeblieben, beschreibt Sabine Maurer-Rebmann vom Schramberger Reisebüro Maurer (Landkreis Rottweil) die Situation. Allerdings: "Die Sommerferien stehen aber erst noch an – man weiß nicht, was da noch kommt."

So ist die Lage am Stuttgarter Flughafen

Nachdem es am Freitag, 24. Juni, "nur" 16 Flug-Annullierungen bei Airlines der Lufthansa-Group am Stuttgarter Flughafen gegeben hat, wurde das Chaos aber durch die vielen verspäteten Flüge deutlich. Zwischen 16 und 18 Uhr gab es keinen einzigen pünktlichen Abflug. Die Mindestverspätungszeit 82 Minuten (STR-BCN), die meisten Flüge verließen mit mehr als 120 Minuten Verspätung den Boden. Spitzenreiter war der Eurowings-Flug um 16:35 Uhr nach Hamburg. 167 Minuten war Flug EW7043 zu spät. Exakt dieselbe Verspätung hatte auch der Flug von Corendon nach Bodrum (planmäßiger Abflug 17:40 Uhr). Die Verspätungen lagen jedoch eher daran, dass die Flieger schon verspätet in Stuttgart ankamen, als an unterbesetzten Sicherheitskontrollen.

Zuletzt hat zwar die Feinjustierung von zwei neu installierten Gepäckanlagen technische Probleme bereitet, die Wartezeiten vor den Sicherheitskontrollen sei nach Darstellung der FSG seit dem Ende der Pfingstferien „unauffällig und deutlich unter 30 Minuten“. Am Samstagvormittag betrug sie nach Angaben auf der Homepage des Stuttgarter Flughafens maximal vier Minuten. "Die Probleme in Stuttgart sind kleine Münze im Vergleich zu anderen Flughäfen“, sagt Walter Schoefer, der Sprecher der Geschäftsführung bei der Flughafen Stuttgart GmbH (FSG) gegenüber der Stuttgarter Zeitung.

In der letzten Juni-Woche wurden in Stuttgart durchschnittlich 20 Flüge (Ankünfte und Abflüge) der Lufthansa-Group annulliert. Dazu gesellten sich vereinzelt Flüge von Air France (nach Paris) und KLM (nach Amsterdam).

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