Nordische Kombination: Nathalie Armbruster läuft allen davon

Angriffslustig und raketenschnell präsentierte sich Nathalie Armbruster auf der Skirollerstrecke.
FIS/NocoGirls/actionpress- Armbruster gewinnt in Hinterzarten zweimal und verteidigt ihre Favoritenrolle.
- Einzel: Sie siegte 1:01,3 Minuten vor Jenny Nowak nach starkem Skirollern.
- Team: Mit Amelie Steiner holte sie den Titel, trotz 38 Sekunden Rückstand nach dem Springen.
- Armbruster will an der Konstanz im Springen arbeiten – sie fühlt sich auf gutem Weg.
- Manuel Faißt: Silber im Team und Platz zwei im Fotofinish hinter Vinzenz Geiger.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am Ende war es im Auslauf der Rothausschanze in Hinterzarten wie immer: Nathalie Armbruster aus Freudenstadt strahlte und durfte wieder einmal zwei Siege kommentieren. Während sie aber am Samstag mit über einer Minute Vorsprung auf Jenny Nowak in ihrer eigenen Welt unterwegs war, machte sie es zusammen mit Amelie Steiner (Menzenschwand) im Team deutlich spannender.
„Wir haben damit nicht unbedingt gerechnet“, gab die 20-Jährige im Ziel zu. Nach dem Springen lagen beide 38 Sekunden hinter dem Sachsen-Duo Jenny Nowak/Ronja Loh, doch auf der Skirollerstrecke konnte niemand das BaWü-Team halten. Von hemmendem Druck war keine Spur. „Amelie ist so dynamisch gelaufen, da hat man den Ehrgeiz richtig gesehen“, gab es ein Sonderlob von Nathalie Armbruster.
Auf der Strecke explodiert
Die war tags zuvor nach Platz 2 beim Springen und sieben Sekunden Rückstand beim Rennstart auf der Strecke wieder explodiert und landete 1:01,3 Minuten vor Jenny Nowak. „Im Springen konnte ich endlich mal wieder einen richtig guten Sprung zeigen“, war die 20-Jährige erleichtert, denn beim Wettkampf der Spezialspringer, bei dem sie am Start war, und im Probedurchgang lief es eher durchwachsen.
Deshalb weiß sie auch mit Blick auf den Winter: „Ich muss noch an der Konstanz im Springen arbeiten, dass ich konstant meine guten Sprünge abrufen.“ Pessimistisch ist sie dabei keineswegs: „Ich denke, da bin ich auf einem guten Weg.“
Manuel Faißt im Fotofinish
Auf einem guten Weg ist auch Manuel Faißt. Der 33-jährige Baiersbronner holte zusammen mit Marcel Dickhaut (Hinterzarten) im Team Silber hinter Vinzenz Geiger/Julian Schmid (Oberstdorf): „Das war das Optimale, was drin war heute. Der Julian und der Vinz waren einfach zu stark vorne.“
Anders sah es tags zuvor aus. Nach einem wirklich gelungenen Sprung lieferte er sich mit Vinzenz Geiger auf der Strecke ein superspannendes Duell, das er um 0,2 Sekunden im Finish verlor. Seine Enttäuschung war spürbar, auch wenn er das Positive aus dem Rennen herauszog: „Schade, dass es nicht ganz geklappt hat, aber: Naja, einen guten zweiten Platz nehme ich mit Richtung Winter.“
Wie immer in Hinterzarten stimmte es auch im Stadion und an der Strecke. „Es hat sehr viel Spaß gemacht vor dieser Kulisse“, fasste es Nathalie Armbruster zusammen. „Es waren doch wieder eine Menge Menschen da, die einen hier angefeuert haben.“ Auch in dieser Hinsicht kann der Winter kommen.

