Nordische Kombination: Nathalie Armbruster spürt den Druck

Mit ihrer Laufform war Nathalie Armbruster schon beim Sommer-Grand-Prix – hier in Chaux-Neuve – mehr als zufrieden.
FIS/NocoGirls/actionpress- Nathalie Armbruster gilt bei den deutschen Meisterschaften in Hinterzarten als Favoritin.
- Sie hat Heimvorteil, spürt aber Druck und hadert mit der Schanze in Hinterzarten.
- Läuferisch fühlt sie sich stark – im Springen arbeitet sie Schritt für Schritt am Gefühl.
- Einzel am Samstag, Team am Sonntag: Im Duo dürfte es gegen Sachsen I spannender werden.
- Manuel Faißt sieht seine Form Richtung Winter positiv und sorgt sich nicht um seinen Startplatz.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wie vom anderen Stern lief Nathalie Armbruster im vergangenen Jahr in Oberstdorf zum deutschen Meistertitel in der Nordischen Kombination. Nun stehen die diesjährigen Titelkämpfe an – und die Freudenstädterin hat in Hinterzarten quasi ein Heimspiel. „Ich bin natürlich ein bisschen aufgeregt und nervös“, gibt die 20-Jährige zu. Denn: „Ich gehe in diese Meisterschaft ja doch mit der klaren Favoritenrolle rein. Und dann auch noch zu Hause: Das bedeutet natürlich auch immer Druck.“
In der Vergangenheit kam Nathalie Armbruster mit diesem Druck sehr gut zurecht, und die vielen Fans, die zu den Wettkämpfen am Samstag und Sonntag (jeweils ab 10 Uhr) auf der Rothausschanze und auf dem Stadtkurs durch Hinterzarten erwartet werden, werden sie wieder zu neuen Bestleistungen treiben.
Knackpunkt Schanze
Wie immer wird läuferisch bei der großen Favoritin nichts anbrennen, der Knackpunkt des Wochenendes liegt ganz woanders. „Die Schanze ist jetzt nicht unbedingt meine Lieblingsschanze“, bekennt die Gesamtweltcupsiegerin der Saison 2024/25, „mal läuft es gut, mal nicht so gut. Ich kann das schlecht einschätzen.“
Doch zuletzt lief es im Springen „ganz okay“, sagt die 20-Jährige. „Also, ich bin fleißig am Arbeiten, und es geht Schritt für Schritt in die richtige Richtung.“ Auf den Skirollern lief schon im Sommer-Grand-Prix alles rund, und „da werde ich mal schauen, was seitdem noch so gegangen ist“.
Auch für den Baiersbronner Manuel Faißt wird es langsam ernst. „Der Formaufbau Richtung Winter passt sehr gut, und ich bin mit dem aktuellen Stand sehr zufrieden.“ Die Konkurrenz durch die nachwachsende Generation sieht er zwar, aber „wahnsinnige Sorgen um meinen Startplatz mache ich mir jetzt aber nicht“, ist sich der 33-Jährige im Gespräch mit unserer Redaktion relativ sicher, auch im kommenden Winter zur ersten Garde der Kombinierer um Vinzenz Geiger, Julian Schmid und Co. zu gehören.
Titel auch im Duo?
Eine erste Standortbestimmung ist der Einzel-Wettkampf am Samstag, ehe am Sonntag auch die Länder-Teams an den Start gehen werde. Auch da siegte Nathalie Armbruster im letzten Jahr im Duo mit Fabienne Klumpp. Hier dürfte es gegen Sachsen I mit Jenny Nowak deutlich spannender zugehen als im Einzel am Samstag. Für beide Tage verspricht Nathalie Armbruster den Fans aber: „Cooles Feeling, coole Atmosphäre – ja, das wird richtig cool.“

