Skispringen im Sommer
: Luft nach oben für Luca Roth

Im polnischen Wisla läuft es für den deutschen Adler Luca Roth aus Meßstetten rund – aber nur in Training und Qualifikation. Jannik Faißt zahlt noch Lehrgeld.
Von
Peter Flaig
Oberndorf
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Luca Roth im Anflug: In Wisla bestätigte er seinen Aufwärtstrend – auch wenn die Wettkampfergebnisse ausbaufähig waren.

Grzegorz Momot/PAP/dpa

Als Trainings- und Quali-Weltmeister präsentierte sich Luca Roth aus Meßstetten (Zollernalbkreis) beim Sommer-Grand-Prix im polnischen Wisla. Im Training am Samstag flog der 25-Jährige mit 123,5 und 127 Metern zweimal auf Platz 2 – direkt vor der Qualifikation für den ersten Wettkampf von der Malinka, der Schanze, die seit 2008 offiziell den Namen der polnischen Skilegende Adam Malysz trägt.

In der Qualifikation sprang Luca Roth, der in der Woche davor aufs Podest geflogen war, dann auf 127 Meter, was hinter dem Slowenen Lovro Kos und dem Österreicher Niklas Bachlinger Platz 3 bedeutete. Im Wettkampf selber war dann aber der Wurm drin. Zwar waren seine Weiten (125,5 und 127 Meter) konstant, doch bei der Konkurrenz ging es fast durchweg ein paar Meter weiter.

Auch die Windkompensation spielte eine Rolle. Luca Roth hatte nicht unbedingt bessere Bedingungen, aber beispielsweise Piotr Zyla mit weit schlechteren Sprüngen bekam 20,1 Kompensationspunkte, Roth nur 2,1. Und so stand am Ende Platz 16 zu Buche.

Auch am Sonntag der Wurm drin

Gleiches – oder ähnliches – Spiel am Sonntag: In der Qualifikation mit einigem Windabzug auf Platz 9, reichte es für den ambitionierten Adler in der ersten Runde mit identischen 125,5 Metern nur zu Platz 14. Das war aber egal, da wie in Courchevel auch in Wisla am Sonntag ein neues Format getestet wurde: Die ersten beiden von zehn Fünfergruppen qualifizierten sich zusammen mit fünf Lucky Losern für das Finale.

Und in diesem Finale zählte allein der Sprung der zweiten Runde. Doch auch da war Luca Roth, der auch schon Probleme mit der neuen, „scharfen“ Anzugsregel hatte, das Wettkampfglück nicht hold. Trotz angeblich guter Bedingungen drückte es den Meßstetter schon bein 120 Metern nach unten – die schlechteste Weite des gesamten Wochenendes und Platz 15.

Jannik Faißt: Erst Frust, dann wird’s besser

Für Nachwuchshoffnung Jannik Faißt vom SV Baiersbronn war Wisla zum Lernen gedacht, doch was sich schon im Training mit den Plätzen 42 und 41 angedeutet hatte, bewahrheitete sich in der Qualifikation am Samstag: 108,5 Meter reichten nur zu Platz 57 und damit nicht zur Teilnahme am Wettkampf. Frust beim 21-Jährigen. Tags darauf übersprang der Baiersbronner als 44. immerhin die Quali-Hürde. In Runde 1 war dann aber mit 114,5 Metern Schluss.

Ein Nutznießer des neuen Reglements war Lovro Kos. Mit seinen 99,8 Punkten in Runde 1 hätte sich der Samstag-Sieger nicht für das Finale qualifiziert, rutschte aber als Zweiter seiner Gruppe in Runde 2 – und belegte mit einem wesentlich besseren Sprung am Ende Zehnter. Sieger wurde der Österreicher Bachlinger.

Frauen als Team stark

Bei den Frauen war die Doch-nicht-Schwarzwälderin Anna Hollandt beim Sieg der Slowenin Nika Prevc am verkorksten Samstag mit Platz 9 die beste Deutsche (Katharina Schmid 12., Emely Torazza 13.). Am Sonntag zeigte sich Katharina Schmid als Siebte verbesster; Juliane Seyfarth als Achte, Emely Torazza als Elfte und Anna Hollandt als 14. machten ein gutes Teamergebnis perfekt.

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