Topspiel in der Conference League: Zwischen Glamour und Fan-Ärger – der SC Freiburg trifft auf den AS Monaco

Yuito Suzuki (links) vom SC Freiburg dürfte nach seiner Sperre gegen Leverkusen ausgeruht für das Europapokal-Spiel in Monaco sein.
Silas Stein/dpa- Freiburg spielt am Donnerstag um 21 Uhr in Monaco in der Conference League.
- Nur 850 Gästefans sind zugelassen, zudem gelten Verbote für Bereiche der Stadt.
- Am Spieltag gilt in Monaco ein Alkoholverbot – der SC kritisiert „unverhältnismäßig“.
- Monaco gilt sportlich als Gradmesser, der Klub war 2016/17 im Halbfinale der Königsklasse.
- Freiburg verlor in Leverkusen, rotiert wohl vor Bayern und Wolfsburg, will in Monaco punkten.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Jahr für Jahr blickt die Sportwelt an einem Wochenende im Sommer nach Monaco. Der dortige Grand Prix der Formel 1 auf dem weltbekannten Stadtkurs genießt Kultstatus. Jährlich kommen deshalb viele wohlhabende Sportfans ins Fürstentum und sorgen ein Wochenende lang für einen Ausnahmezustand im Stadtstaat.
Ob solche Menschenmassen auch am Donnerstagabend (21 Uhr/RTL), wenn der SC Freiburg in der Conference League beim AS Monaco gastiert, zu erwarten sind? Wohl kaum. In einer Verfügung der monegassischen Behörden ist die Rede von rund 8000 Fans, die im Stade Louis II erwartet werden. Damit wäre das Stadion – direkt am Meer gelegen – nicht einmal halb voll.
Behörden sorgen mit Erlassen für Unmut in Freiburg
Und ohnehin: Im Vorfeld des zweiten Spieltags der Ligaphase sorgten die Behörden in Monaco für reichlich Gesprächsstoff. Nur 850 Fans des SC Freiburg sind zugelassen, zudem wurden weitreichende Einschränkungen für die Gästefans erlassen. Ab 8 Uhr morgens gilt in vielen Bereichen der Stadt ein Betretungsverbot für SC-Fans und Fans in SC‑Kleidung. Zudem gilt im ganzen Stadtstaat am Spieltag ein Alkoholverbot.
Der SC Freiburg hatte diese „unverhältnismäßigen Maßnahmen“ bereits am Montag in einer Stellungnahme kritisiert. Und mehr noch: „Am Dienstag hat der Sport-Club in Monaco zudem einen Antrag auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen die betreffenden Ministerialerlasse des Fürstentums Monaco eingereicht“, schreibt der Verein auf seiner Homepage. Die Erfolgsaussichten des Antrags schätzt der Verein jedoch als gering ein.
Mit Kylian Mbappé wurde Monaco 2017 Meister
Aus sportlicher Sicht erwartet den SC Freiburg am Donnerstagabend ein echter Gradmesser. Der AS Monaco war im vergangenen Jahrzehnt so etwas wie ein Stammgast in der Champions League. In der Saison 2016/17 stand man gar im Halbfinale der Königsklasse und wurde französischer Meister. Damals mit dabei: ein gewisser Kylian Mbappé, der in Monaco zum Profi wurde.

Der frühere BVB-Youngster Paris Brunner blüht in dieser Saison bei AS Monaco richtig auf.
Sebastien Bozon/AFP/dpaGanz so viel Glamourfaktor hat der Verein knapp zehn Jahre später jedoch nicht mehr. Der Meistertitel 2017 war der letzte, 2019 stieg man fast aus der Ligue 1 ab. Unter dem heutigen BVB-Coach Niko Kovač stabilisierte sich Monaco wieder und gehört seitdem zu den Topteams in Frankreich.
Mehrere bekannte Spieler im Kader
Und auch ohne Mbappé und Co. hat AS einige Spieler im Kader, die den deutschen Fans ein Begriff sein dürften. Lukáš Hrádecký spielte früher bei Bayer Leverkusen, Eric Dier bei Bayern. Zudem sorgten zwei AS-Stürmer zuletzt für Schlagzeilen: der US-Amerikaner Folarin Balogun, dessen Sperre bei der WM von der FIFA aufgehoben wurde, und Paris Brunner.
Der deutsche U21-Nationalspieler wechselte 2024 aus Dortmund ins Fürstentum, wo er in dieser Saison aufblüht. Zuletzt jedoch verpasste er zwei Spiele gesperrt, nachdem er in Straßburg beim Torjubel eine „Kopf-ab-Geste“ in Richtung von Fans gemacht hatte. In der Conference League gab er in der Vorwoche in Sofia sein Comeback – und traf bereits nach drei Minuten beim 2:1-Sieg von Monaco.
Wie viel rotiert SC-Trainer Julian Schuster?
Beim SC Freiburg dürfte man also gewarnt sein. In Leverkusen mussten die Breisgauer am Sonntag die erste Pflichtspielniederlage der Saison hinnehmen – trotz guter Leistung. „Das gibt uns Mut, Kraft und Zuversicht, dass wir auswärts bei einer starken Mannschaft mindestens mithalten und über Strecken das Spiel auch kontrollieren können. Das wird uns für die weiteren Aufgaben sicherlich helfen“, sagte Trainer Julian Schuster nach dem Spiel.
Wie immer in englischen Wochen steht er vor der Frage, wie viel Rotation in der Startelf angebracht ist. Denn die schweren Spiele werden nicht weniger: Am Sonntag kommt der FC Bayern München nach Südbaden, am Mittwoch ist der Zweitligist VfL Wolfsburg im DFB-Pokal zu Gast im Europa-Park-Stadion. Zuvor jedoch steht das wichtige Europapokal-Spiel im Fürstentum an, bei dem die Freiburger mit einem weiteren Sieg bereits einen großen Schritt in Richtung K.‑o.‑Phase gehen können.

