„Unverhältnismäßige Maßnahmen“
: SC Freiburg kritisiert behördliche Einschränkungen für Fans in Monaco

Zum ersten Mal tritt der SC Freiburg am Donnerstag in der Conference League auswärts an. Nachdem die Behörden in Monaco zahlreiche Einschränkungen für die SC-Fans erlassen haben, äußert der Verein „erhebliche Bedenken“.
Von
Felix Paschke
Freiburg/Monaco
Jetzt in der App anhören
SC Freiburg - FK Jablonec: 15.10.2026, Baden-Württemberg, Freiburg im Breisgau: Fußball, Männer: UEFA Europa Conference League, SC Freiburg - FK Jablonec, Vorrunde, 1. Spieltag, Europa-Park Stadion. Freiburgs Fans zeigen vor Spielbeginn eine Choreographie. Foto: Silas Stein/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Aufgrund behördlicher Vorgaben sind am Donnerstag in Monaco nur rund 850 Fans des SC Freiburg im Gästeblock zugelassen. Zudem gibt es im Fürstentum weitere Einschränkungen für die Fans, der Verein äußert darüber „erhebliche Bedenken“.

Silas Stein/dpa
  • SC Freiburg kritisiert behördliche Auflagen für das Auswärtsspiel in Monaco.
  • Nur rund 850 Gästefans sind zugelassen, trotz erwarteter 8000 Zuschauer im Stade Louis II.
  • Für erkennbare SC-Fans gelten Aufenthalts- und Bewegungsverbote in zentralen Bereichen.
  • Ab dem Nachmittag gilt im gesamten Staatsgebiet Monacos ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum.
  • Der Verein sieht „unverhältnismäßige Maßnahmen“ und bleibt im Austausch mit AS Monaco und UEFA.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Es sind aufregende Tage und Wochen für alle, die es mit dem SC Freiburg halten. Am Donnerstagabend spielen die Breisgauer in der Conference League beim AS Monaco, am Sonntag kommt dann der FC Bayern München zum Spitzenspiel der Bundesliga ins Europa-Park-Stadion.

Beim Auswärtsspiel im Europapokal am Donnerstag müssen sich die mitreisenden Fans des SC Freiburg jedoch auf Einschränkungen gefasst machen. Einen entsprechenden Hinweis veröffentlichte der Bundesligist am Montagabend auf seiner Homepage. „Die Behörden in Monaco haben einschneidende Regelungen zur Anreise und zum Aufenthalt für SC-Fans veröffentlicht“, heißt es in der Mitteilung.

Alkoholverbot im gesamten Staatsgebiet

Demnach müssen Fans mit Einschränkungen bei der Anreise zum Stadion rechnen. Zudem wurde ein „Aufenthalts- sowie Bewegungsverbot in zentralen Bereichen von Monaco“ für SC-Fans mit erkennbarer Fankleidung und anderen Fanutensilien erlassen. Außerdem gilt ab dem Nachmittag im gesamten Staatsgebiet des Fürstentums Monaco ein Alkoholverbot im öffentlichen Raum. Die Zahl der Gästefans wird aufgrund einer behördlichen Verfügung auf 850 begrenzt.

Entsprechende Erlasse veröffentlichen die Behörden des Stadtstaates an der Côte d'Azur in französischer Sprache. Demnach wird am Donnerstag mit 8000 Zuschauern im Stade Louis II gerechnet, das damit bei Weitem nicht ausverkauft sein wird. Denn insgesamt passen rund 18.000 Fans in das Stadion des AS Monaco.

Schwabo Powerplay

Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

„Erhebliche Bedenken“ beim SC Freiburg

Der SC Freiburg äußert sich auf seiner Homepage kritisch zu den behördlichen Vorgaben am Spieltag. „Der Verein hat dazu seine erheblichen Bedenken gegenüber dem AS Monaco, den Behörden vor Ort und der UEFA deutlich gemacht und steht hierzu weiterhin im Austausch. Nach aktuellem Stand ist jedoch nicht davon auszugehen, dass die aus Sicht des Sport-Club unverhältnismäßigen Maßnahmen noch wesentlich angepasst werden“, heißt es auf der Homepage des Vereins.

Schon 2025 in Nizza gab es Probleme mit der Polizei

Die monegassischen Behörden verweisen in ihren Erlassen auf mehrere Spiele des SC Freiburg in Frankreich, bei denen es zu Problemen gekommen sein soll. Dabei beziehen sie sich auch auf das Spiel der Freiburger im November 2025 in Nizza. Damals wurde bereits die Anfahrt zum Stadion für die SC-Fans reglementiert. Vor dem Stadion kam es dann zu Tumulten, bei denen die französische Polizei auch Schlagstöcke eingesetzt haben soll.

„Nach SC-Erkenntnissen trugen über 20 Personen Verletzungen davon: Hämatome, Prellungen und eine Fraktur“, schrieb der SC Freiburg gut einen Monat nach den Vorfällen in Nizza in einer Stellungnahme.

Und weiter: „Auch während des gesamten Spiels waren Polizeikräfte im Gästeblock präsent, provozierten und bedrohten die SC-Anhänger verbal und auch körperlich. Auch ein Angestellter des SC Freiburg wurde trotz Tragen einer sichtbaren UEFA-Arbeitsweste körperlich angegangen.“ Damals übte der SC Freiburg „abermals deutliche Kritik an den Behörden und Polizei und hat diese auch der UEFA übermittelt“.