Bei Niederlage in Leverkusen
: Julian Schuster kritisiert den Tennisball-Protest der SCF-Fans

Vermeidbare Gegentore und Tennisbälle auf dem Rasen: Nach der ersten Saisonniederlage des SC Freiburg ärgerte sich Trainer Julian Schuster nicht nur über das 1:2 im Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen.
Von
Felix Paschke
Freiburg/Leverkusen
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Bayer Leverkusen - SC Freiburg: Fußball, Männer: Bundesliga, Bayer Leverkusen - SC Freiburg, 6. Spieltag, BayArena, Trainer Julian Schuster (SC Freiburg) spricht mit seinen Fans. (zu dpa: «Freiburgs Trainer hadert mit Niederlage und Fan-Protest»)

Freiburgs Trainer Julian Schuster hatte schon während des Protests der Fans das Gespräch gesucht.

Federico Gambarini/dpa
  • Freiburg verliert bei Bayer Leverkusen mit 1:2 – erste Saisonniederlage nach zehn Pflichtspielen.
  • Schuster kritisiert vermeidbare Gegentore: Missverständnis vor dem 1:1 und schwaches Abwehrverhalten vor dem 1:2.
  • Tennisball-Protest der SCF-Fans unterbricht das Spiel; Schuster lehnt Einfluss auf das Spiel ab.
  • Ultras begründen Protest mit Materialverboten in der BayArena und klagen über Einschränkungen der Fankultur.
  • Derry Scherhant trifft zum 1:0, Bundestrainer Jürgen Klopp sieht zu; Bayern kommt als Spitzenreiter.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

Es gab am späten Sonntagnachmittag gleich zwei Themen, die Julian Schuster, Trainer des SC Freiburg, ärgerten. Da war die 1:2-Niederlage seiner Mannschaft gegen Bayer Leverkusen. Es war die erste Pleite der Freiburger im bereits zehnten Pflichtspiel der Saison. „Es stört mich, dass wir heute mit leeren Händen dastehen, nachdem wir über weite Teile eine gute Leistung gegen einen sehr guten Gegner gezeigt haben“, sagte Schuster.

Vor allem die Entstehung der beiden Gegentore ärgerte den Trainer: Das 1:1 wurde durch ein Missverständnis von Matthias Ginter und Jordy Makengo ermöglicht, beim 1:2 konnte Vorlagengeber Ibrahim Maza von gleich mehreren SC-Spielern nicht vom Ball getrennt werden. Und so wurde es nichts mit der Verteidigung der Tabellenführung, auch wenn Neu-Nationalspieler Derry Scherhant unter den Augen von Bundestrainer Jürgen Klopp die Freiburger mit 1:0 in Führung brachte.

FC Bayern München ist wieder Tabellenführer

Stattdessen kommt am Sonntag der Rekordmeister Bayern München als Spitzenreiter ins Europa-Park-Stadion. Unter anderem dieses Spiel dürfte Schuster auch gemeint haben, als er sagte: „Diese Leistung wird uns Mut und Kraft geben für die weiteren spannenden Aufgaben, die wir in den nächsten Tagen haben werden.“ Zuvor treffen die Freiburger auswärts noch in der Conference League auf den AS Monaco.

Die beiden zu einfachen Gegentore, die am Ende in der Niederlage mündeten, waren jedoch nicht das einzige Thema, über das sich Schuster am Sonntag ärgerte. Denn das Spiel hatte nicht einmal richtig angefangen, da hatten die Fans des SC Freiburg bereits für eine mehrminütige Unterbrechung gesorgt und für Bilder gesorgt, die zuletzt Anfang 2024 bei den Fan-Protesten gegen einen Investoren-Einstieg bei der Bundesliga zu sehen waren.

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Aus dem Gästeblock fliegen Tennisbälle

Aus Protest gegen Materialverbote in der Leverkusener BayArena flogen zu Beginn immer wieder Tennisbälle aus dem Gästeblock auf den Rasen und sorgten für eine Spielunterbrechung. Bereits zu diesem Zeitpunkt war Schuster in die Kurve gegangen, um auf die Fans einzuwirken.

Bayer Leverkusen - SC Freiburg: Fußball, Männer: Bundesliga, Bayer Leverkusen - SC Freiburg, 6. Spieltag, BayArena, Ein Ordner sammelt Tennisbälle vom Platz, die Freiburger Fans geworfen haben. (zu dpa: ««Zu billig»: Leverkusens Schick stoppt Freiburger Höhenflug»)

Die Tennisbälle aus dem Gästeblock sorgten für eine mehrminütige Unterbrechung.

Federico Gambarini/dpa

Nach dem Spiel äußerte er sich auf der Pressekonferenz kritisch zu der Unterbrechung. „Ich bin maximal offen für Proteste. Ich höre gerne zu und kann Verständnis entwickeln. Worüber ich kein Verständnis entwickeln kann, ist dann eben, Einfluss auf das Spiel zu nehmen. Das geht für mich zu weit“, sagte er über die Aktion der SC-Fans, die auch mit einem Banner gegen die Materialverbote protestierten.

Das sagen zwei Ultra-Gruppen zum Protest

Zwei Freiburger Ultra-Gruppierungen veröffentlichen zudem eine Stellungnahme in den sozialen Medien. „Im Fußballsport gibt es Dinge, auf die man sich verlassen kann: Der eigene Verein verliert garantiert gegen das Krisenteam, nach Videobeweis herrscht immer noch keine Gerechtigkeit und auf Einschränkungen der Fankultur folgen stets Antworten von uns Fans. Bei Letzterem kann die Bayer 04 Leverkusen Fußball GmbH auf einen respektablen Erfahrungsschatz zurückgreifen. Schlauer zu werden, scheint man trotzdem nicht“, heißt es dort.

„Seit Jahren“ werde in Leverkusen „die Fankultur wiederkehrend mit Füßen getreten“, schreiben die beiden Ultra-Gruppierungen und kritisieren das „kollektive Verbot von Fahnen und Doppelhaltern“ am Sonntag. Dieses sorgte für die Tennisbälle aus dem Gästeblock.