Re-Start in der Bundesliga: Auf den SC Freiburg wartet gegen Schalke 04 ein Geduldsspiel

„Dann fiebert man noch mal anders mit“: Der Freiburger Trainer Julian Schuster hat die Länderspiele von Derry Scherhant (links) und Co. genau verfolgt.
Imago/Grant Hubbs- Freiburg erwartet am Sonntag Schalke 04 – Schuster rechnet mit einem Geduldsspiel.
- Nach der langen Länderspielpause sind alle Nationalspieler zurück im Training.
- Schuster lobt Schalkes defensive Stabilität, verweist auf das 0:0 gegen Bayern.
- Warnung vor Schalkes Umschaltspiel und Standards, Müdigkeit soll bis Sonntag weg sein.
- Statistik spricht für Freiburg: fünf Liga-Siege in Folge gegen Schalke, jeweils zu Null.
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Es hatte fast etwas von einer Winterpause im Spätsommer. Drei Wochen lang ruhte der Spielbetrieb in der Bundesliga, stattdessen schaute ganz Fußball-Deutschland auf die ersten vier Länderspiele von Bundestrainer Jürgen Klopp.
Beim SC Freiburg kehrte dagegen zunächst Ruhe ein. Die erste Woche hatte Trainer Julian Schuster der Mannschaft als Belohnung für den Top-Saisonstart – nach sieben Pflichtspielen ist der Sport-Club noch immer ungeschlagen – sogar komplett freigegeben, die Spieler hielten sich im Heimtraining fit.
Und danach musste er auf dem Platz auf bis zu zwölf Nationalspieler verzichten. Dass der Verein dennoch in aller Munde war, lag hauptsächlich an eben jenen Nationalspielern. Allen voran Derry Scherhant und Philipp Treu, die als Debütanten bei der deutschen Nationalmannschaft eindeutig zu den Gewinnern der XXL-Länderspielpause unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp zählen.
Das blieb natürlich auch ihrem Vereinstrainer nicht verborgen. „Wenn man Länderspiele schaut und die eigenen Jungs sind dabei, dann fiebert man noch mal anders mit“, sagte Schuster am Freitag vor dem ersten Bundesliga-Spiel gegen Aufsteiger Schalke 04 am Sonntagnachmittag (17.30 Uhr/DAZN).
Nationalspieler kämpfen noch mit der Müdigkeit
Es ist das erste Freiburger Pflichtspiel seit gut drei Wochen. Die lange Pause sorgte dabei auch beim SC-Trainer für Fragezeichen, hauptsächlich im Hinblick auf die Fitness und Frische der Nationalspieler, die teilweise viel spielten und lange Reisen hinter sich haben. „Von gestern auf heute wurden die Augen größer“, sagte Schuster. Die Müdigkeit aufgrund etwaiger Zeitverschiebungen sollte bis Sonntag also überwunden sein.

Igor Matanovic vom SC Freiburg war mit der kroatischen Nationalmannschaft unterwegs.
Swen Pförtner/dpaUnd das ist auch nötig: Mit dem Aufsteiger Schalke 04 kommt eine Mannschaft in den Breisgau, die sich als Aufsteiger bislang vor allem in der Defensive gefestigt präsentierte. Bestes Beispiel: das 0:0 gegen Rekordmeister FC Bayern München. „Es haben in den letzten Wochen und Monaten wenige Mannschaften geschafft, gegen die Bayern zu Null zu spielen“, so Schuster lobend.
Der Aufsteiger aus dem Ruhrpott sei „eine Mannschaft, die leidenschaftlich im Kollektiv verteidigt“. Auf den SC Freiburg, der in dieser Saison bereits mehrfach offensiv glänzen konnte, könnte daher am Sonntag auch ein Geduldsspiel warten. Gleichzeitig warnte Schuster vor dem Schalker Umschaltspiel und der Standardstärke.
Schalker Trainer lobt seinen Freiburger Kollegen
Das Kompliment, das Schuster am Freitag in Richtung Gelsenkirchen schickte, kam genauso zurück. „Freiburg macht es neben dem Platz und auch auf dem Platz. Wenn man sich die Mannschaft im Detail anschaut, ist das top-organisiert“, sagte der Schalker Trainer Miron Muslic im Vorfeld des Spiels. Schuster mache eine „unfassbar coole Arbeit“, lobte er seinen Kollegen.
Nicht nur deshalb sind die Freiburger im fünften Bundesliga-Spiel der Saison der Favorit. Denn neben der Topform zum Saisonstart macht auch der Blick in die Statistik den Breisgauern Mut. Die vergangenen fünf Spiele in der Liga gegen Schalke gewann jeweils der Sport-Club – allesamt zu Null. Fast schon kurios ist dabei die jüngste Heimbilanz der Freiburger: Die drei jüngsten Heimspiele gegen Königsblau endeten jeweils mit einem 4:0-Sieg für den SC.

