Deutlich über 200 Millionen Euro
: Auch dank Europapokal-Finale: SC Freiburg verkündet Rekordumsatz

Bei der Mitgliederversammlung des SC Freiburg hatte Vorstand Oliver Leki gute Nachrichten im Gepäck: Mit 212,1 Millionen Euro erzielte der Bundesligist im zurückliegenden Geschäftsjahr einen neuen Umsatzrekord.
Von
Felix Paschke
Freiburg
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SC Freiburg - Aston Villa: 20.05.2026, Türkei, Istanbul: Fußball, Männer: Europa League, SC Freiburg - Aston Villa, Finale, Tüpras Stadyumu (Istanbul). Die Spieler des SC Freiburg haben vor dem Spiel Aufstellung zur Begrüßung genommen. Foto: Mustafa Alkac/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die vergangene Saison in der Europa League sorgte für einen Geldregen beim SC Freiburg.

Mustafa Alkac/dpa
  • SC Freiburg meldet Rekordumsatz von 212,1 Mio. Euro im Geschäftsjahr 2025/26.
  • Jahresüberschuss lag bei 30,5 Mio. Euro – Eigenkapital stieg auf 194,2 Mio. Euro.
  • Europa-League-Finale trug erheblich bei: rund 33 Mio. Euro Erlöse, 7 Mio. für den Finaleinzug.
  • Mediale Verwertung brachte 105,7 Mio. Euro, Transfereinnahmen lagen bei 24,5 Mio. Euro.
  • Aufsichtsrat für 2026 bis 2030 neu gewählt – alle neun vorgeschlagenen Kandidaten bestätigt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Halbfinale im DFB-Pokal, der vereinshistorische Einzug ins Endspiel der Europa League und die erneute Quali fürs internationale Geschäft: Die Saison 2025/26 des SC Freiburg war außergewöhnlich. „Sportlich überragend“, wie der scheidende Aufsichtsratsvorsitzende Heinrich Breit (er wurde im Verlauf der Versammlung mit Standing Ovations von den rund 900 Mitgliedern verabschiedet) zu Beginn in seinem Bericht sagte.

Das zeigt sich auch in den Finanzen, die der dafür zuständige Vorstand Oliver Leki am Donnerstagabend fast drei Stunden später gegen 21.45 Uhr auf der Mitgliederversammlung in einer Halle der Freiburger Messe vorstellte.

Den bisherigen Rekord übertroffen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr (Saison 2025/26) setzte der SC Freiburg demnach 212,1 Millionen Euro um und stellte damit einen neuen Umsatzrekord auf. In seinem bislang erfolgreichsten Geschäftsjahr 2023/24 belief sich der Umsatz des Bundesligisten aus dem Breisgau auf 203,1 Millionen Euro. Diesen Wert übertraf der Sport-Club noch einmal deutlich um fast zehn Millionen Euro.

Dabei erwirtschaftete der SC Freiburg 30,5 Millionen Euro Jahresüberschuss, wie Leki vorstellte. Dadurch stieg das Eigenkapital auf 194,2 Millionen Euro – bei einer Bilanzsumme von 244,7 Millionen Euro. „Bankverbindlichkeiten haben wir weiterhin keine“, so Leki.

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Und auch einem Einstieg von Investoren erteilte Leki ganz deutlich eine Absage: „Wir brauchen keine Investoren und wir wollen sie auch nicht.“

Vereinshistorische Saison in Europa

Grund für die extrem guten Zahlen dürfte auch die erfolgreiche Europa-League-Saison sein. Erstmals in seiner Vereinsgeschichte schafften es die Freiburger in ein internationales Finale. Bekanntlich ohne Happy End: Am 20. Mai 2026 unterlagen sie in Istanbul dem englischen Topteam Aston Villa.

Alleine für den Einzug ins Endspiel bekam der SC Freiburg 7 Millionen Euro. Zuvor gab es bereits unter anderem Prämien für Siege und das Erreichen der jeweiligen K.‑o.‑Runden.

Wahl des neuen Aufsichtsrats

Ein wichtiger und langer Punkt auf der Tagesordnung am Donnerstagabend war die Neuwahl des Aufsichtsrats für den Zeitraum 2026 bis 2030. Folgende Bewerber wurden von den Mitgliedern – in zuvor beantragter Einzelabstimmung – gewählt.

Werner Blank (83,8 Prozent Zustimmung)
Denise Böhm (73,5 Prozent Zustimmung)
Gabi Furtwängler (54,2 Prozent Zustimmung)
Helen Hall-Salomon (69,2 Prozent Zustimmung)
Gernot Pöpperl (73 Prozent Zustimmung)
Christoph Sennekamp (83,4 Prozent Zustimmung)
Edith Sitzmann (66,5 Prozent Zustimmung)
Hannelore Stocker (95,6 Prozent Zustimmung)
Alexander Vivell (63 Prozent Zustimmung)

Damit wurden alle neun, vom Vereinsrat als Wahlausschuss vorgeschlagenen Kandidaten, in den Aufsichtsrat des SC Freiburg gewählt.

Inklusive Wertprämie, die sich Berichten des „Kicker“ zufolge auf rund 8 Millionen Euro belief, verdiente der SC Freiburg in der Europa-League-Saison 2025/26 rund 33 Millionen Euro. Dazu kommen die Ticketerlöse für sieben Europapokal-Heimspiele.

Mehr als 100 Millionen Euro an Fernsehgeldern

Knapp die Hälfte des Gesamtumsatzes (105,7) kommt dabei jedoch aus dem Bereich „Mediale Verwertung“, also Fernsehgelder. 24,5 Millionen Euro waren zudem Transfereinnahmen, so Finanzvorstand Leki.

Das waren die Zahlen im Vorjahr

Im Geschäftsjahr zuvor (2024/25) setzte der SC Freiburg 162,8 Millionen Euro um. Es war der bislang höchste Gesamterlös des Vereins in einer Saison ohne Europapokalteilnahme. Insgesamt erwirtschaftete der SC Freiburg in der Spielzeit 2024/25 einen Jahresüberschuss von 11,8 Millionen Euro.