Auftakt in die Conference League: „Sehr ehrlich“: SC Freiburg freut sich auf Reise ins Ungewisse

„Sehr ehrlich“: Für die Fans des FC Motherwell sind Europapokalspiele etwas ganz Besonderes.
IMAGO/SportPix UK/John Murray- SC Freiburg startet bei FC Motherwell in die Qualifikation zur Conference League.
- Der Gegner ist weitgehend unbekannt – Freiburg sieht sich als Favorit.
- Trainer Schuster freut sich auf ein „ehrliches“ Stadion und die Atmosphäre in Fir Park.
- Motherwell war in Schottland Vierter, wirbt mit „It doesn't get any bigger than this“.
- Grifo kündigt gründliche Vorbereitung an, breiter Kader soll die Belastung abfedern.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Julian Schuster dürfte es bei der Auslosung zu den Play-offs zur Conference League ähnlich gegangen sein wie vielen anderen. „Nein, ich kannte den FC Motherwell nicht“, sagte der Trainer des SC Freiburg am vergangenen Samstag nach der Saisoneröffnung.
Auch Routinier Vincenzo Grifo, dessen Vertragsverlängerung am Mittwoch bekannt gemacht wurde, und Innenverteidiger Max Rosenfelder hatten bislang noch keine Berührungspunkte mit dem ersten Pflichtspielgegner des SC Freiburg.
Es dürfte also in gewisser Hinsicht eine Reise ins Ungewisse sein, die die SC-Profis antreten, um am Donnerstag den ersten Schritt in Richtung Ligaphase der Conference League zu machen. „Ich freue mich total. Ich war noch nie in Schottland, auch nicht zum Fußballspielen“, sagte Schuster. „Das ist das Tolle, international spielen zu dürfen, dass man etwas Neues kennenlernt – auch das Stadion“, so der Trainer.
Tribünen im Stadion wirken asymmetrisch
Knapp 14.000 Fans haben im Fir Park mit seinen asymmetrisch wirkenden Tribünen Platz, die Stimmung am Donnerstag dürfte bestens sein. Schon bei den Großturnieren der Vergangenheit machten schottische Fußballfans auf sich aufmerksam.
Beim Hinspiel in Helsinki in der Runde zuvor stürmten einige Motherwell-Anhänger vor Freude über den Führungstreffer fast den Rasen und warfen dabei eine LED-Bande um.
Große Vorfreude auf die Herausforderung
„Ich glaube, das ist schon sehr ehrlich und sehr fußballlike – und daher freuen wir uns auf die Herausforderung“, sagte Schuster mit Blick auf die Atmosphäre in Motherwell. Wie viel Zeit er und seine Mannschaft haben werden, um die Stadt mit rund 30.000 Einwohnern südöstlich von Glasgow zu besichtigen, sei dahingestellt.
Gegner wurde in Schottland Vierter in der Liga
Es ist jedoch davon auszugehen, dass sich Trainerteam und Spieler ausführlich mit dem Gegner – im Vorjahr Vierter der Schottischen Liga – beschäftigt haben. „Wir werden uns sehr, sehr gut darauf einstellen und wollen da alles raushauen“, versprach Grifo nach dem 3:0-Testspielerfolg gegen Crystal Palace am vergangenen Samstag.

Vincenzo Grifo (links) und Trainer Julian Schuster freuen sich auf die Reise nach Schottland.
Tom Weller/dpaDas dürfte auch notwendig sein, denn den SC Freiburg erwartet ein aufopferungsvoll kämpfender Gegner. Mit dem Slogan „It doesn't get any bigger than this“ – sinngemäß übersetzt so etwa „Größer geht’s nicht“ – macht der FC Motherwell in den Sozialen Medien Werbung für das Spiel am Donnerstag um 20.30 Uhr (MEZ).
Die Favoritenrolle ist klar verteilt
Und dennoch: Die Favoritenrolle dürfte klar verteilt sein. Das Portal „Transfermarkt.de“ beziffert den Kaderwert des schottischen Erstligisten derzeit auf etwas über 15 Millionen Euro. Zum Vergleich: Der Wert des SC Freiburg beträgt um die 230 Millionen Euro. Alles andere als die Qualifikation für die Ligaphase wäre eine Überraschung – und für die Breisgauer eine Enttäuschung.
Denn auch der Kader ist auf eine Dreifachbelastung ausgelegt, der Konkurrenzkampf um die Plätze in der Startaufstellung ist durch Neuzugänge wie Yannik Engelhardt oder Berkay Yilmaz noch mal größer geworden. „Ich glaube, der Trainer weiß auf vielen Positionen, was er daran hat, dass er unterschiedliche Jungs hat, die er da zum Einsatz bringen kann“, sagt Grifo, der auf dem linken Flügel mit Derry Scherhant einen starken Positionskollegen hat.
Rückspiel in einer Woche im Europa-Park-Stadion
Bei vier Spielen innerhalb von zehn Tagen zum Auftakt dürften jedoch alle im breiten Freiburger Kader zu genügend Einsatzzeiten kommen. Ob es auch danach weiterhin regelmäßig englische Wochen gibt, entscheidet sich am Donnerstag beim bisher noch unbekannten FC Motherwell und eine Woche später, wenn die Schotten nach Freiburg kommen.


