Dinkci vor Leihe nach Bremen: SC Freiburg holt sich bei der Generalprobe Selbstvertrauen

Einwechselspieler Derry Scherhant zeigte gegen Crystal Palace eine starke Leistung.
IMAGO/Eibner-Pressefoto- Freiburg gewinnt die Generalprobe gegen Crystal Palace im XXL-Test mit 3:0.
- Hitze prägt die erste Hälfte, nach der Pause dominiert der SC deutlich.
- Engelhardt trifft zum 1:0, Joker Höler und Scherhant erhöhen auf 2:0 und 3:0.
- Schuster plant Rotationen: dichtes Programm mit Conference League und DFB-Pokal.
- Dinkci fehlt im Kader und könnte zu Werder Bremen verliehen werden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Einen Gegner hatten am Samstagmittag alle im Europa-Park-Stadion gemeinsam: die Hitze. Als Daniel Schlager um 14 Uhr die Generalprobe des SC Freiburg gegen Crystal Palace anpfiff, herrschten in Freiburg gut 35 Grad bei extrem schwülen Bedingungen.
Der Grund, warum das Duell zwischen dem Europa-League-Finalisten und dem Conference-League-Sieger in den ersten 45 Minuten so gut wie keine Höhepunkte zu bieten hatte, ist daher schnell gefunden.
„Gefühlt hat es jedes Jahr bei der Saisoneröffnung 35 Grad und dann passt man sich natürlich ein bisschen an“, sagte Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein stellvertretend für beide Mannschaften. Dass er und seine Freiburger Kollegen nach der Halbzeitpause deutlich frischer wirkten, hatte laut Eggestein jedoch nichts mit dem Aufenthalt in den kühleren Katakomben zu tun.
Beste Phase nach der Halbzeit
„Ich glaube, es hat uns geholfen, dass wir einfach auf der Videowand sehen konnten“, sagte er. So oder so: Die Phase nach Wiederanpfiff war die mit Abstand beste des Spiels. Das lag vor allem am SC Freiburg, der in der 57. Minute in Führung ging.
Zwei Joker treffen
Zunächst scheiterte Yuito Suzuki noch völlig freistehend an Palace-Keeper Dean Henderson, Neuzugang Yannik Engelhardt staubte im Fallen ab und bejubelte anschließend seinen ersten Treffer für die SC-Profis. Kurz danach wechselte Trainer Julian Schuster zum ersten Mal kräftig durch. Mit Erfolg: Die beiden Joker Lucas Höler und Derry Scherhant erzielten die Treffer zum 2:0 und 3:0 (66./104.) im XXL-Test über insgesamt 120 Minuten.
Nach dem Spiel war Schuster sehr zufrieden mit der Leistung seiner Mannschaft, die bereits am Donnerstag mit den Play-offs zur Conference League gegen den FC Motherwell aus Schottland ihr erstes Pflichtspiel absolviert. Danach geht es Schlag auf Schlag, der Bundesliga-Auftakt am 30. August wird bereits das vierte Pflichtspiel der Freiburger.
Das sagte Julian Schuster nach dem Spiel
Ein anspruchsvolles Programm, das die SC-Spieler direkt fordert. „Das wird die Kunst sein für die nächsten vier Spiele, da genau die richtige Dosierung zu finden“, sagte Schuster zum Thema Personal und kündigte bereits an, dass es in der Startelf immer wieder Veränderungen geben könnte. „Wir werden es nicht schaffen, wie man es in der Vergangenheit gewohnt war, wenn es mit dem ersten Pflichtspiel losgeht, dass die Jungs nacheinander die 90 Minuten runterspielen können“, sagte er.

Eren Dinkci steht Berichten zufolge vor einer Leihe zu Werder Bremen.
David Inderlied/dpaPersonell hat der Trainer ohnehin die Qual der Wahl, nahezu alle Spieler aus dem Kader sind fit. Am Samstag fehlen einzig Eren Dinkci und Rihito Yamamoto im Kader. Während der japanische Neuzugang noch Anpassungsschwierigkeiten mit der hohen Intensität im Training hat, steht Offensivspieler Dinkci Berichten zufolge vor einer Leihe zu seinem Jugendverein Werder Bremen.
Spielt Eren Dinkci bald wieder in Bremen?
Es sei „sehr gut möglich, dass es eben auch diese Veränderung gibt“, sagte Schuster dazu. Berichten zufolge geht es derzeit noch um letzte Details, am Samstagmittag war Dinkci noch in den Katakomben des Europa-Park-Stadions. Bald schon könnte er wieder in seiner Geburtsstadt an der Weser spielen – und mit Bremen am ersten Spieltag in Freiburg antreten.
Für den Sport-Club ist das jedoch noch Zukunftsmusik. Zunächst stehen zwei Spiele in der Conference League und eines im DFB-Pokal (in Düsseldorf) an. Die gelungene Generalprobe vor 29.000 Zuschauern dürfte für diese Aufgaben auf jeden Fall für ein gutes Gefühl sorgen.

