Mehrere Joker überzeugen: SC Freiburg schlägt den Conference-League-Sieger mit 3:0

Gute Laune bei Lucas Höler (Zweiter von Links): Der Stürmer des SC Freiburg traf beim Sieg gegen Crystal Palace.
IMAGO/Beautiful Sports/Boscox- SC Freiburg gewinnt die Generalprobe gegen Crystal Palace mit 3:0 im Europa-Park-Stadion.
- Nach zäher erster Hälfte trafen Engelhardt, Höler und Scherhant nach der Pause.
- Mehrere Joker überzeugten – Höler und Scherhant trafen, Scherhant gab zudem eine Ecke.
- Trainer Schuster testete eine mögliche Startelf, Wechselspieler befeuern den Konkurrenzkampf.
- Nächster Schritt: Play-offs zur Conference League beim FC Motherwell am Donnerstag.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Es herrschte schon fast etwas von Wettkampfatmosphäre am Samstagmittag. Das Europa-Park-Stadion war im Heimbereich mit 229 000 Fans – trotz Temperaturen weit über der 30-Grad-Marke – sehr gut gefüllt, nur vereinzelt blieben Plätze leer. Dass mit Crystal Palace der amtierende Conference-League-Sieger bei der Generalprobe des SC Freiburg zu Gast war, verstärkte diesen Eindruck.
Immerhin starten die Breisgauer in diesem Jahr in diesem europäischen Wettbewerb. Bereits am Donnerstag geht es in den Play-offs zur Conference League zum FC Motherwell aus Schottland. Die Wahl des Gegners im finalen Härtetest hatte jedoch eher logistische Gründe.
Der Premier-League-Club war zuvor im Trainingslager im Öschberghof in Donaueschingen (Schwarzwald-Baar-Kreis). „Das ist ein sehr guter Test für unsere aktuelle Form – aber kein Realitätscheck für irgendwelche Träume, seien sie noch so schön“, hatte Trainer Julian Schuster im Vorfeld im Interview mit dem Vereinsmagazin gesagt.
Wie wichtig ihm die Generalprobe war, zeigte Schuster am Samstag auch mit seiner Startaufstellung gegen das Team aus London. Während er im Doppeltest gegen Racing Straßburg in der Vorwoche noch ein wenig experimentierte, um zu schauen, wie bestimmte Paare miteinander harmonieren, war die Startelf am Samstag eine für den Ernstfall.
Fingerzeige in der Startaufstellung?
Vor allem die Offensive mit Vincenzo Grifo, Yuito Suzuki, Jan-Niklas Beste und Mittelstürmer Igor Matanović könnte zum Saisonstart die Topbesetzung sein, die Doppelsechs mit Maximilian Eggestein und Neuzugang Yannik Engelhardt ebenfalls.
Einzig Innenverteidiger Max Rosenfelder und Jordy Makengo hinten links, die gegen Crystal Palace starteten, schienen auf ihrer Position im internen Konkurrenzkampf bislang nicht zwingend die erste Wahl zu sein. Angesichts von vier Pflichtspielen in zehn Tagen zum Saisonauftakt ist jedoch ohnehin davon auszugehen, dass Schuster rotieren wird. Die Tatsache, dass auch am Samstag die Einwechselspieler lieferten, stützt diese These.
Fast 45 Minuten Leerlauf
Das Duell zwischen Europa-League-Finalisten und Conference-League-Sieger benötigte fast eine ganze Halbzeit, bis so etwas wie Torgefahr aufkam. In der Schlussphase der ersten 45 Minuten kamen die Freiburger mehrfach zumindest in die Nähe des gegnerischen Tores. Ein Fernschuss von Philipp Treu und ein Kopfball unter Bedrängnis von Matanović waren die gefährlicheren Szenen.
Premierentreffer für Neuzugang
Über die Gründe, warum in Durchgang 1 fast nichts passiert, lässt sich nur spekulieren. Nach der Pause kamen jedoch beide Teams deutlich offensiver aus dem klimatisierten Spielertunnel. Schon in den ersten zehn Minuten nach der Halbzeit sahen die Zuschauer mehr Chancen als in den gesamten 45 Minuten zuvor. Das lag vor allem am SC Freiburg, der nach gut 55 Minuten in Führung ging.
Zunächst scheiterte Suzuki völlig freistehend an Palace-Keeper Dean Henderson, Engelhardt staubte im Fallen mit seinem Premierentreffer zum 1:0 ab. Henderson verletzte sich bei seiner Rettungsaktion und humpelte vom Feld in die Kabine.
Konkurrenzkampf nimmt weiter Fahrt auf
SC-Trainer Schuster begann kurz danach, durchzuwechseln. Unter anderem kamen Derry Scherhant und Lucas Höler in die Partie. Nach etwas mehr als einer Stunde vollendete Höler nach einem Eckball von Scherhant die Joker-Koproduktion zum 2:0 und heizte damit den Konkurrenzkampf im SC-Kader weiter an.
Während anschließend auf den Rängen minutenlang die Laola-Welle durchs Stadion ging, überließen die Gastgeber den Engländern mehr und mehr das Feld. SC-Keeper Mio Backhaus war bei Flanken gleich mehrfach gefordert. Als er sich einmal verschätzte, waren die Kollegen zur Stelle und klärten auf der Linie. So blieb es nach 90 Minuten beim 2:0 für den Sport-Club.
Joker Scherhant trifft zum 3:0-Endstand
In der zuvor vereinbarten Testspiel-„Verlängerung“ von 30 Minuten war der SC Freiburg, der mittlerweile alle Startelfspieler ausgetauscht hatte, weiterhin das bessere Team. In der 104. Minute krönte Scherhant seine starke Leistung mit dem Treffer zum 3:0. Er lief alleine auf den Torwart zu und blieb im Abschluss cool.
Den Gästen aus England merkte man die Belastung aus dem Trainingslager dagegen deutlich an. Für sie geht es nun zurück auf die Insel. Dorthin macht sich am Mittwochmittag auch der SC Freiburg. In Schottland soll der Grundstein für die Qualifikation zur Ligaphase der Conference League gelegt werden.

