Warentauschbörse in Schwenningen
: Vinyl-Platten und Kuckucksuhren – was andere wegwerfen, wird hier zum Schatz

Der Andrang bei der Warentauschbörse im Umweltzentrum auf der Schwenninger Möglingshöhe ist enorm. Zwischen Haushaltsauflösungen, Erinnerungsstücken und kuriosen Fundstücken zeigt sich, wie gut das Prinzip funktioniert.
Von
Jochen Schwillo
VS-Schwenningen
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Zu den Besuchern auf der Warentauschbörse gehörte auch Nina Langlotz mit Tochter Lotte. Sie gehen öfters auf solche Veranstaltungen, da finde man häufig noch Nützliches.

Zu den Besuchern auf der Warentauschbörse gehörte auch Nina Langlotz mit Tochter Lotte. Sie gehen öfters auf solche Veranstaltungen, da finde man häufig noch Nützliches.

Jochen Schwillo
  • Warentauschbörse im Umweltzentrum Schwenningen lockt beim fünften Mal großes Publikum an.
  • Hausleiterin Manton: Der Andrang wächst jedes Jahr – Besucher stehen schon früh vor der Tür.
  • Abgegeben werden Haushaltswaren, Kleidung, Technik und Kurioses wie alte Uhren und Ölbild.
  • Elektrogeräte werden geprüft, Übriggebliebenes wird verschenkt oder per Kleinanzeigen verteilt.
  • Besucher kommen teils von weit her. Viele bringen Erinnerungsstücke statt sie wegzuwerfen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Die Warentauschbörse im Umweltzentrum Schwarzwald Baar Neckar auf der Schwenninger Möglingshöhe hat erneut gezeigt, wie stark das Angebot und die Nachfrage in den vergangenen Jahren gewachsen sind. Zum fünften Mal gab es die Veranstaltung – und Hausleiterin Angie Diane Manton spricht von einem deutlich spürbaren Trend: „Es wird jedes Jahr mehr. Der Ansturm ist enorm.“

Schon früh am Morgen stehen die ersten Besucher vor der Tür, neugierig darauf, was diesmal abgegeben wurde. Kartons stapeln sich vom Eingang bis weit in den Raum hinein, gefüllt mit Haushaltswaren, Kleidung, Technik, Geschirr, Bildern, alten Uhren und Kuckucksuhren, Bleikristall aus Hochzeitszeiten, Wanderschuhen und Tupperware. Viele Menschen lösen Haushalte auf oder verkleinern sich – und bringen Dinge, an denen Erinnerungen hängen.„Hierher zu bringen fällt leichter, als sie wegzuwerfen“, sagte Manton.

Die Atmosphäre ist entspannt. Niemand drängt, niemand wühlt hektisch. Man schlendert, schaut, entdeckt – und trägt dann doch mehr zum Auto, als man ursprünglich vorhatte. Manche kommen nur zum Stöbern und gehen ohne etwas mitzunehmen, andere laufen drei‑ oder viermal hinaus, weil sie doch fündig geworden sind.

Bei der Warentauschbörse Rumtöpfe und Fondue‑Teller finden

Technik zieht wie immer die Männer an, Kleidung die Frauen. Elektrogeräte werden vor Ort geprüft, um unangenehme Überraschungen zu vermeiden. Zwischendurch tauchen immer wieder besondere Stücke auf: eine uralte Bauernuhr aus dem 19. Jahrhundert, ein großes Ölbild, Rumtöpfe, Fondue‑Teller, Übertöpfe, ein Rollstuhl, ein Koffer mit klemmendem Zahlenschloss. Es brachte jemand drei Wäschekörbe voller Schramberger Majolika – kaum abgestellt, fand sich bereits eine Sammlerin, die alles direkt ins eigene Auto umlud. CDs und Langspielplatten füllen ganze Kisten; Rock und Pop gehen gut, James‑Last‑Platten weniger.

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Was am Ende übrig bleibt, wird gebündelt verschenkt oder über Kleinanzeigen weitergegeben, damit möglichst wenig Müll entsteht. Die Resonanz kommt längst nicht nur aus der Region. „Wir haben viele Besucher, sogar bis aus der Pfalz“, so Hausleiterin Manton. Für sie ist die Börse ein Ort, an dem Dinge weiterleben können – aus Liebe, aus Nachhaltigkeit, aus Freude am Wiederentdecken. Und genau das macht den Erfolg der Veranstaltung aus.