Unternehmen im Schwarzwald-Baar-Kreis
: Duale Ausbildung steht hoch im Kurs

Die Unternehmen in der Region setzen trotz wirtschaftlich anspruchsvoller Rahmenbedingungen weiterhin auf die duale Ausbildung.
Von
red/sb
Schwarzwald-Baar-Kreis
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Kurz vor Beginn des neuen Ausbildungsjahres gibt es brandenburgweit 6000 offene Ausbildungsplätze. (Symbolbild)

ARCHIV - 15.11.2017, Thüringen, Erfurt: «Azubis gesucht» steht auf einem Banner am Stand einer Firma beim Forum Berufsstart Mitteldeutschland in Erfurt. Das Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern will 2019 zum Jahr der Nachwuchs- und Fachkräftesicherung machen. Im Vorjahr war die Zahl neuer Ausbildungsverträge zwar auf 1980 gestiegen. Dennoch blieb etwa jede dritte Lehrstelle im Handwerk unbesetzt. (zu dpa: DIHK macht Azubi-Bewerbern Mut - Linke fordert Recht auf Ausbildung) Foto: Martin Schutt/zb/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

5,8 Prozente weniger Ausbildungsverträge als 2025 registriert die IHK bei ihren Mitgliedsbetrieben.

dpa/Martin Schutt
  • IHK meldet 5,8 Prozent weniger neue Ausbildungsverträge Ende August.
  • Der Rückgang liegt unter dem Landesdurchschnitt von neun Prozent.
  • Unternehmen investieren trotz schwieriger Lage in Fachkräftenachwuchs.
  • Bedarf an qualifizierten Fachkräften bleibt hoch, viele Plätze sind noch frei.
  • IHK betont moderne Ausbildung: KI-Zusatzqualifikation an fünf Berufsschulen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ende August, kurz vor dem Ausbildungsstart 2026 registriert die Industrie- und Handelskammer (IHK) Schwarzwald-Baar-Heuberg 5,8 Prozent weniger neu eingetragene Ausbildungsverträge als zum Vorjahreszeitpunkt. Damit fällt der Rückgang deutlich geringer aus als im Landesdurchschnitt von neun Prozent.

„Natürlich hätten wir uns mehr neue Ausbildungsverträge gewünscht. Gleichzeitig zeigt das Ergebnis, dass viele Unternehmen in unserer Region auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten Verantwortung übernehmen und in ihren Fachkräftenachwuchs investieren“, sagt IHK-Hauptgeschäftsführer Thomas Albiez.

Bedarf an Fachkräften unverändert hoch

Die aktuelle Entwicklung dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Bedarf an qualifizierten Fachkräften unverändert hoch sei. Gerade angesichts des demografischen Wandels bleibe die Ausbildung das wichtigste Instrument zur Fachkräftesicherung. „Die Unternehmen wissen, dass sie ihre Fachkräfte von morgen überwiegend selbst ausbilden müssen. Ausbildung ist und bleibt eine Investition in die Zukunftsfähigkeit der Betriebe und unseres Wirtschaftsstandorts“, so Albiez.

Gleichzeitig sind in vielen Branchen und Berufen auch jetzt noch Ausbildungsplätze verfügbar. Die IHK ruft Jugendliche, die bislang noch keinen Ausbildungsplatz gefunden haben, dazu auf, die bestehenden Chancen zu nutzen. Für Kurzentschlossene gebe es in zahlreichen Unternehmen weiterhin attraktive Einstiegsmöglichkeiten.

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Veränderte Berufsbilder und Arbeitsabläufe

Mit Blick auf die fortschreitende Digitalisierung betont die IHK zudem die Bedeutung einer modernen beruflichen Bildung. „Künstliche Intelligenz verändert Arbeitsabläufe und Berufsbilder. Umso wichtiger ist eine fundierte Ausbildung, die junge Menschen befähigt, neue Technologien kompetent und verantwortungsvoll einzusetzen“, sagt Miriam Kammerer, stellvertretende Geschäftsbereichsleiterin Bildung und Prüfung der IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Dies böten die Ausbildungsunternehmen in der Region in 120 IHK-Ausbildungsberufen. Sie weist auf die Zusatzqualifikation Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen hin, die Auszubildenden an mittlerweile fünf Berufsschulen in der Region angeboten wird.