Handwerkskammer im Schwarzwald-Baar-Kreis
: Mehr junge Menschen beginnen eine Ausbildung im Handwerk

Die Zahl der neuen Ausbildungsverträge im Bezirk der Handwerkskammer Konstanz ist zum Start des Ausbildungsjahres deutlich gestiegen. Mit knapp 17 Prozent erreicht der Anteil der Auszubildenden mit Abitur oder Fachhochschulreife erneut einen neuen Höchststand.
Von
red/sb
Schwarzwald-Baar-Kreis
Jetzt in der App anhören
Der Ausbildungsberuf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik erfreut sich wie die Berufe Kfz-Mechatroniker/-in und Elektroniker/-in seit Jahren großer Beliebtheit.

Der Ausbildungsberuf des Anlagenmechanikers für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik erfreut sich seit Jahren großer Beliebtheit.

Sascha Schneider/amh-online
  • Mehr junge Menschen starten im Handwerk: 1549 neue Ausbildungsverhältnisse im Kammerbezirk.
  • Plus 15,5 Prozent bei neuen Lehrverträgen – Verzögerungen durch Umstellung möglich.
  • Knapp 17 Prozent der Azubis haben Abitur oder Fachhochschulreife, ein neuer Höchststand.
  • Beliebte Berufe sind Kfz-Mechatroniker, Elektroniker, SHK-Anlagenmechaniker und Zimmerer.
  • Ausbildungsstart ist auch nach dem 1. September möglich – Infos auf hwk-konstanz.de/ausbildung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Start in eine Ausbildung ist auch nach dem 1. September noch möglich, darauf macht die Handwerkskammer aufmerksam.  Die Zahl der neuen Lehrverträge ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 15,5 Prozent gestiegen. Aktuell zählt die Handwerkskammer Konstanz 1549 neue Ausbildungsverhältnisse. Wegen einer Umstellung im Eintragungsverfahren kann es noch zu kleineren Verschiebungen kommen.

Auch bei Abiturientinnen und Abiturienten gewinnt das Handwerk an Attraktivität. Knapp 17 Prozent der neuen Auszubildenden verfügen über Abitur oder Fachhochschulreife. Das ist ein neuer Höchststand. Besonders beliebt sind insgesamt die Berufe Kfz-Mechatroniker (216 neue Auszubildende), Elektroniker (173), Anlagenmechaniker für Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik (155) sowie Zimmerer (143).

„Das Handwerk erlebt einen deutlichen Imagewandel“, sagt Kammerpräsident Werner Rottler. „Viele junge Menschen sehen darin heute eine moderne Branche, in der man etwas bewegen kann und etwas fürs Leben lernt.“ Als Gründe für das gestiegene Interesse nennt Rottler daneben die verhaltene Lage in Teilen der Industrie und die Nachfrage nach Berufen, die nicht einfach automatisiert werden können. „Die beste KI wird auch künftig keine Wärmepumpe installieren, keine Solaranlage aufs Dach montieren und keine Haare schneiden können“, sagt er.

Gute Perspektiven für Beschäftigung

Wer sich für eine Ausbildung im Handwerk entscheidet, habe gute Perspektiven. Die Chancen auf eine Übernahme seien hoch, die Beschäftigungsaussichten stabil. Rottler rät dazu, die Berufswahl nicht auf die lange Bank zu schieben. „Wer nach dem Schulabschluss dauerhaft in Helferjobs hängenbleibt, riskiert später geringere Verdienst- und Entwicklungsmöglichkeiten.“ Daher fordert die Handwerkskammer mehr praktische Berufsorientierung an allen Schulformen.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Freiwilliges Handwerksjahr große Chance

Große Chancen sieht Kammerpräsident Werner Rottler auch im geplanten Freiwilligen Handwerksjahr. „Junge Menschen können Berufe kennenlernen, Erfahrungen sammeln und eine fundierte Entscheidung für ihre Zukunft treffen.“ Auch nach dem 1. September können Interessierte noch mit einer Ausbildung im Handwerk beginnen. Der schnellste Weg führt meist über eine direkte Anfrage bei einem Handwerksbetrieb. Informationen und eine Ausbildungsplatzbörse bietet die Handwerkskammer unter www.hwk-konstanz.de/ausbildung an. Betriebe, die vom Imagewandel im Handwerk profitieren möchten und noch Auszubildende suchen, können ihre freien Stellen jederzeit in der Ausbildungsplatzbörse veröffentlichen.