Arbeitsmarktzahlen im Schwarzwald-Baar-Kreis
: Im August steigt die Erwerbslosenquote erneut

Im August waren in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg 14.233 Menschen arbeitslos gemeldet. 719 Personen mehr (plus 5,3 Prozent) als im Juli und 396 Personen (plus 2,9 Prozent) mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote stieg um 0,2 Prozentpunkten auf 4,9 Prozent. Vor einem Jahr lag sie bei 4,8 Prozent.
Von
red/sb
Schwarzwald-Baar-Kreis
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Über 14.000 Menschen waren im Bezirk der Arbeitsagentur für die Region Schwarzwald-Baar-Heuberg im August erwerbslos gemeldet, auch über 555 junge Menschen suchen noch einen Ausbildungsplatz.

IMAGO/Joko
  • Region Schwarzwald-Baar-Heuberg: 14.233 Arbeitslose im August, Quote steigt auf 4,9 Prozent.
  • Saison erklärt Anstieg, zugleich 3.414 Neumeldungen und 2.694 Abmeldungen von Arbeitslosen.
  • 992 neue Stellen gemeldet, rund 3.500 offene Jobs warten auf passende Bewerberinnen und Bewerber.
  • Ausbildungsmarkt unter Druck: 3.461 Angebote sinken um 13 Prozent, 2.586 Interessierte plus 5,3 Prozent.
  • Ende August suchen 555 Jugendliche noch Plätze – 893 Ausbildungsstellen sind unbesetzt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Anstieg der Arbeitslosenquote im August ist aufgrund der Ferienzeit typisch, teilt die Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen mit, die auch für den Kreis Tuttlingen zuständig ist. Baden-Württemberg befindet sich im August in den Schulferien und viele Unternehmen in den Betriebsferien. In dieser Zeit beginnen weniger Beschäftigungsverhältnisse, denn geplante Einstellungen werden oft erst nach der Urlaubszeit realisiert.

Im vergangenen Monat meldeten sich insgesamt 3.414 Personen erwerbslos. 224 mehr als im Vormonat (plus 7,0 Prozent) und 4,7 Prozent mehr als vor einem Jahr. 2694 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden. Im Vorjahresvergleich ein Anstieg der Abmeldungen um 1,1 Prozent. Dies zeigt, die Arbeitgeber der Region suchen weiterhin Mitarbeitende. 992 Stellen wurden im August neu gemeldet. Das sind 109 weniger Stellenmeldungen als im Vormonat, aber 192 mehr als vor einem Jahr. Aktuell warten bei der Arbeitsagentur rund 3.500 freie Arbeitsstellenangebote von Unternehmen der Region auf geeignete Bewerberinnen und Bewerber.

Etwas Sorge bereitet aktuell der Ausbildungsmarkt. Die Gesamtzahl der im Berichtsjahr 2025/2026 gemeldeten Ausbildungsstellen ist im Agenturbezirk mit 3461 Angeboten im Vorjahresvergleich um 13 Prozent gesunken. Gleichzeitig hat sich aber die Anzahl der gemeldeten jungen Menschen, die gerne eine Ausbildung beginnen möchten, um 5,3 Prozent auf 2.586 erhöht.

893 freie Ausbildungsstellen

555 Bewerberinnen und Bewerber haben Ende August, kurz vor dem Start des Ausbildungsjahres, noch keinen Ausbildungsplatz oder eine andere Alternative gefunden. „Sie könnten noch auf die 893 unbesetzte Ausbildungsstellen in der Region einmünden“, wünscht sich Sylvia Scholz, die Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen. „Aber ich weiß, was rein rechnerisch aufzugehen scheint, ist in der Realität herausfordernd. Manchmal matcht es zwischen Bewerbenden und Arbeitgeber nicht, weil der junge Mensch mit öffentlichen Verkehrsmitteln den Betrieb nicht erreichen kann. Häufig unterscheiden sich aber die Ausbildungswünsche der Bewerberinnen und Bewerber vom tatsächlichen Ausbildungsplatzangebot und den Erwartungen der Ausbildungsbetriebe an die Kompetenzen der potentiellen Auszubildenden“, ergänzt sie.

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Empfehlung für die Suche nach einem Ausbildungsplatz

Sie hat einen Tipp für die Jugendlichen: „Ich empfehle jungen Menschen, die derzeit noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, sich dringend bei der Berufsberatung der Agentur für Arbeit zu melden. Die Beratungsfachkräfte wissen, welche Betriebe auch nach Beginn des Ausbildungsjahres noch bereit sind, Auszubildende einzustellen. Außerdem können gemeinsam Alternativen gefunden werden, falls es mit dem Wunschausbildungsberuf bisher nicht geklappt hat.“ Und sie hat auch noch eine Bitte an die Unternehmen der Region: „Geben Sie jungen Menschen, die jetzt noch bei Ihnen nach einem Ausbildungsplatz fragen, auch nach dem Start des Ausbildungsjahres noch eine Chance, die Ausbildung in diesem Jahr zu beginnen.“

Im August war die neu angezeigte Kurzarbeit rückläufig: Im Zeitraum vom 1. August bis 24. August zeigten neun Betriebe für insgesamt 84 Beschäftigte Kurzarbeit an, im Vormonat waren es 27 Betriebe für 391 Beschäftigte.

Die einzelnen Landkreise

Schwarzwald-Baar-Kreis: Die Arbeitslosigkeit ist im August 2026 gestiegen. 6455 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 278 Personen mehr (plus 4,5 Prozent) als im Juli und 387 Personen oder 6,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,3 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 5,0 Prozent. Von den betroffenen Personen sind 3567 Männer (55,3 Prozent) und 2888 Frauen (44,7 Prozent). Insgesamt sind 2093 Personen (24,3 Prozent) über 55 Jahre.

Landkreis Rottweil: 2926 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 175 Personen mehr (plus 6,4 Prozent) als im Juli, aber 90 Personen oder 3 Prozent weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 3,6 Prozent und lag mit 0,2 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie bei 3,7 Prozent.

Landkreis Tuttlingen: 4.852 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 266 Personen mehr (plus 5,8 Prozent) als im Juli und 99 Personen oder 2,1 Prozent mehr als vor einem Jahr. Die Arbeitslosenquote betrug 5,7 Prozent und lag mit 0,3 Prozentpunkten über dem Vormonatsniveau. Vor einem Jahr lag sie ebenfalls bei 5,7 Prozent.