Arbeitslosigkeit steigt weiter an
: Quote im Schwarzwald-Baar-Kreis liegt bei 5,1 Prozent

Im Agenturbezirk waren im Juli 13.514 Personen arbeitslos gemeldet. 185 Personen mehr als im Vormonat (plus 1,4 Prozent) und 264 Personen mehr als vor einem Jahr (plus 2 Prozent). Die Arbeitslosenquote stieg um ein Zehntel auf 4,7 Prozent.
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red/sb
Schwarzwald-Baar-Kreis
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Die Arbeitslosigkeit im Gesamtgebiet Schwarzwald-Baar-Heuberg steigt im Juli.

IMAGO/Joko
  • Arbeitslosigkeit im Bezirk Schwarzwald-Baar-Heuberg steigt im Juli, Quote bei 4,7 Prozent.
  • Im Schwarzwald-Baar-Kreis lag die Quote bei 5,1 Prozent, 6.177 Menschen waren arbeitslos.
  • Saisoneffekt und schwache Konjunktur prägen den Anstieg – mehr Arbeitslose in der Versicherung.
  • Ausbildungsmarkt schwächer: rund 13 Prozent weniger Stellen, dennoch Betriebe weiter auf Suche.
  • Offene Stellen: 3.480 im Juli, Bedarf u. a. in Metall, Verkauf sowie Erziehung und Sozialarbeit.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Ein Anstieg der Arbeitslosenzahlen ist typisch für die Sommermonate – Grund sind Kündigungen zum Quartalsende, das Auslaufen von befristeten Verträgen sowie die vorübergehende Arbeitslosigkeit von Jugendlichen vor Ausbildungs- oder Studienbeginn.

Ein Blick auf die Arbeitsmarktzahlen in den Landkreisen Schwarzwald-Baar, Tuttlingen und Rottweil: Der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Juli von 1,4 Prozent fällt im Vergleich zu den Vorjahren geringer aus. Der Bestand an Arbeitslosen, welche in der Grundsicherung von den Jobcentern betreut werden nimmt ab. Im Vormonatsvergleich zeigt sich ein deutlicher Rückgang: 148 Arbeitslose weniger als im Juni. Dasselbe gilt für den Vorjahresvergleich (266 Arbeitslose weniger). Im konjunkturnahen Bereich der Arbeitslosenversicherung Bereich ist aufgrund der angespannten Wirtschaftslage die Zahl der Arbeitslosen gestiegen: 333 Arbeitslose mehr als im Juni (530 Arbeitslose mehr als vor einem Jahr).

Die herausfordernden Rahmenbedingungen für Betriebe hinterlassen auch ihre Spuren auf dem Ausbildungsmarkt. Stand Juli sind bei der Agentur für Arbeit insgesamt rund 13 Prozent weniger Ausbildungsstellen zur Vermittlung gemeldet (524 Stellen weniger). Das Angebot an Lehrstellen ist vor allem im Verarbeitenden Gewerbe (minus 147); im Handel (minus 146) sowie im Bereich Verkehr und Logistik (minus 141) gesunken.

Zahl der Ausbildungsstellen sinkt

„Ausbildung ist eine Investition für die Zukunft, denn sie sichert unserer Region die Fachkräfte von morgen. Die Suche nach geeigneten Fachkräften wird in der Zukunft aufgrund des demografischen Wandels zu einer der großen Herausforderungen werden“, betont Sylvia Scholz, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Rottweil-Villingen-Schwenningen und ergänzt: „Die Agentur für Arbeit möchte alle jungen Erwachsenen dabei unterstützen, die Chance auf eine Ausbildung zu bekommen. Betriebe können mit den passenden Angeboten auch schwächere Bewerber auf eine Ausbildung vorbereiten und während der Ausbildung flankierende Maßnahmen – beispielsweise soziale Begleitung oder Förderunterricht – in Anspruch nehmen.“

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Auszubildende sind noch gesucht

Das Lehrstellenangebot ist zwar zurückgegangen, aber es gibt noch Unternehmen, die Ausbildungsplätze anbieten und bereit sind, für das beginnende Ausbildungsjahr einzustellen. So suchten Betriebe bei der Last-Minute-Börse für Ausbildungsplätze in der Agentur für Arbeit nach geeigneten Bewerberinnen und Bewerbern. Scholz unterstreicht: „Für junge Menschen gilt: Mit einer Ausbildung erhalten Sie einen qualifizierten Berufsabschluss – das lohnt sich immer, denn es gibt Ihnen Beschäftigungsstabilität und Aufstiegschancen in unsicheren Zeiten.“

3480 Stellen im Juli im Gesamtbezirk offen

Der Bestand an Arbeitsstellen belief sich im gesamten Bereich Schwarzwald-Baar-Heuberg im Juli auf 3.480 Stellen. Gegenüber dem Vormonat sind das 138 Angebote mehr (plus 4,1 Prozent). Das Plus an offenen Stellen kann auf eine verstärkte Ansprache von Unternehmen  zurückzuführen sein – in der Regel gehen die Stellenmeldungen in der Sommerzeit zurück. Gesucht werden Fachkräfte für die Metallverarbeitung, Maschinenbau- und Betriebstechnik, im Verkauf und für die Bereiche Erziehung, Sozialarbeit und Heilerziehungspflege.

Kurzarbeit im Gebiet SBH

Im März 2026 befanden sich nach vorläufigen hochgerechneten Daten 4729 Personen in 168 Betrieben in Kurzarbeit. Das sind etwas mehr Kurzarbeitende als im Vormonat (Februar 2026: 4.433 Personen in 170 Betrieben), aber nur halb so viele Kurzarbeiter wie noch vor einem Jahr (März 2025: 8.610 Personen). Die Kurzarbeiterquote betrug im März 2026 2,2 Prozent. Neue Anzeigen für Kurzarbeit kamen im Juli von 21 Unternehmen für 251 Beschäftigte. Aktuelle Gesamtzahlen für Juli liegen noch keine vor.

Mehr Bewerber auf Ausbildungsstellen

Im Berufsberatungsjahr 2025/26 ist die Zahl der gemeldeten Ausbildungsstellen weiter zurückgegangen. Die Meldungen von Bewerberinnen und Bewerbern für die Ausbildungsvermittlung sind dagegen leicht gestiegen: Insgesamt meldeten sich 2.502 Personen für die Ausbildungsvermittlung, 106 oder 4,4 Prozent mehr als vor einem Jahr. Am häufigsten werden von ihnen die Berufe Industriekaufmann/-frau; Kfz-Mechatroniker/-in und Medizinische/r Fachangestellte/r nachgefragt. Von den ursprünglich gemeldeten Bewerberinnen und Bewerbern haben 844 noch keinen Ausbildungsplatz oder eine Alternative gefunden.

Regionen im Überblick

Kreis Rottweil: Die Arbeitslosigkeit ist im Juli gestiegen. 2.751 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 56 Personen mehr als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote ist um ein Zehntel auf 3,4 Prozent gestiegen.

Schwarzwald-Baar-Kreis: Die Arbeitslosigkeit ist im Juli gestiegen. 6.177 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 80 Personen mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote stieg um ein Zehntel auf 5,1 Prozent.

Kreis Tuttlingen: Die Arbeitslosigkeit ist im Juli gestiegen. 4.586 Menschen waren arbeitslos gemeldet, 49 Personen mehr als im Juni. Die Arbeitslosenquote blieb im Juli bei 5,4 Prozent.

Mehr Männer als Frauen erwerbslos

Im Schwarzwald-Baar-Kreis waren von den 6177 Arbeitslosen 55,5 Prozent Männer (3430) und 44,5 Prozent Frauen (2747). 33,4 Prozent davon waren 50 Jahre und älter. Der Anteil an Langzeitarbeitslosen liegt bei 26,5 Prozent. Auf der anderen Seite wurden insgesamt 338 in neue Jobs vermittelt, in Ausbildungen und sonstige Maßnahmen 114 Personen. Zudem wurde für 485 Personen eine Wiedereingliederungsmaßnahme aktiviert.